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fleiberlin
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Nachricht 31 von 126 (6.565 Ansichten)

Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

[ Bearbeitet ]

@iLover

 

Aus Sicht der Bank sind Geschäftskonten im Vergleich zu Privatkonten mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden, der vor allem entsteht durch zusätzliche Anforderungen an die Legitimationsprüfung (Kontoinhaber und Bevollmächtigte), einen umfangreicheren Zahlungsverkehr und höhere Anforderungen an die Geldwäscheprävention. Ebenso ist die Bonitätsprüfung bei einer Kreditbeantragung umfangreicher. Darüber hinaus ist die erstmalige Abbildung und laufende Pflege von Geschäftskundenbeziehungen in den jeweiligen Banksystemen deutlich komplexer und mit einem erheblich höheren manuellen Aufwand verbunden als bei Privatkunden .

 

Rechnet man alles zusammen, wird schnell deutlich, dass sich der auf Seiten der Bank entstehende Aufwand keineswegs mit dem impliziten Wunsch des Firmen-Direktbankkunden nach einer ganz und gar kostenlosen Kontoführung decken wird, die noch von der DAB Bank versprochen wurde. Hier müssen auch wir Kunden dazulernen.

 

Bei den kostenlosen Angeboten der Konkurrenz sollte man übrigens ebenfalls genau hinschauen, denn es sind in der Regel eben keine Komplettangebote, weil irgendetwas fehlt, z.B. Girocard oder "echte" Kreditkarte.   

 

Aus diesen Gründen kann ich nachvollziehen, dass sich Banken mit einem konsequent digitalen Ansatz - wie die Consorsbank - erst einmal nur auf die Privatkunden konzentrieren und Firmenkunden lieber außen vor lassen. In ein paar Jahren kann sich das aber wieder ändern.

 

Unmöglich ist allerdings, wie die Überleitung der DAB-Firmenkunden zur Consorsbank kommuniziert wird - nämlich gar nicht. Das ist aber aus Sicht der Bank auch gar nicht nötig, denn die betroffenen Kunden werden nach ihrer Überleitung ganz von alleine recht schnell merken, dass es nicht passt und dann sowieso nach und nach verschwinden. Im Einzelfall ist das sicher mit sehr, sehr großem Ärger verbunden, der aber in der großen Masse untergehen wird. Insofern ist das Reputationsrisiko für die Consorsbank deutlich geringer, als wenn sie die betroffenen Kunden geschlossen angeschrieben und die Geschäftsbeziehung ihrerseits beendet hätte. Denn damit hätte sie ohne Not einen "kollektiven Aufschrei" riskiert, der es möglicherweise auch noch in die Presse schafft.   

iLover
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Nachricht 32 von 126 (6.547 Ansichten)

Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

Super, vielen Dank,

 

solch eine offene Antwort hätte ich mir von der Bank gewünscht, dann bringt man auch Verständnis auf.

Ich glaube dahin gehend müssen die Banken wohl noch dazulernen, weil es für sie immer schwerer wird über die Hintertüre an das Geld des Kunden zu kommen.

Banken werden langsam lernen zu wirtschaften wie andere Unternehmen auch,

davon profitieren aber alle, weil der Bankberater dann nicht mehr in seiner eigenen Welt lebt und deshalb auch besseres Verständnis für seine Kunden aufbringen kann.

Zum Beispiel wenn es darum geht, auch Pleite gehen zu können wenn es wirtschafltich nicht läuft.

 

 

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Erdmaennchen
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Nachricht 33 von 126 (6.481 Ansichten)

Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

Für mich würde es reichen, wenn ich erstmal das Geschäftskonto von der DAB so bei der Consorsbank für gelegentliche Rechnungseingänge für eine kleine Selbstständigkeit weiterführen kann. Dafür würde es sich wohl nicht lohnen, eine andere Bank zu kontaktieren.

 

Wenn aber das Geschäft größer ist und auch andere Personen Zugang hätten, wäre diese Form des Geschäftskontos schlecht. Ich würde da schon mal im Vorraus die Formalitäten für den Abschluss eines anderen Kontos erledigen.

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fleiberlin
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Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

[ Bearbeitet ]

@Erdmaennchen

 

In Deinem Fall ist es sicher eine gute und pragmatische Entscheidung, mit dem Geschäftskonto erst einmal mit zur Consorsbank zu wechseln und danach zu schauen, wie es weitergeht. Falls Dir trotzdem eine Kündigung ins Haus flattert, hast Du für den Vollzug des Wechsels immer noch zwei Monate Zeit. Es besteht also kein Grund, überstürzt zu handeln.

 

Es wird auch nach der Übernahme sicherlich keine Massenkündigungen von übernommenen, ordnungsgemäß geführten Geschäftskonten geben. Im Sommer wurden bei einem dynamischen Berliner FinTec ad hoc ca. 500 Privatkonten gekündigt. Obwohl die Kündigungen überwiegend rechtens waren (z.B. wegen Kontenmissbrauch oder Geldwäsche), gab es einen unglaublichen öffentlichen Aufschrei. Vergleichbares wird die Consorsbank sicher vermeiden wollen, zumal es hier ja um - hoffentlich - ordnungsgemäß geführte Konten geht.

 

Dennoch wird sich die Consorsbank auch später systematisch von Geschäftskonten trennen, die irgendwann mal negativ auffallen und damit Aufwand verursachen. Um das zu vermeiden sollten alle, deren Geschäftskonto im November migriert, die folgenden vier Punkte im Auge behalten:

 

1. Speziell bei natürlichen Personen sollte aus den Kontoeröffnungsunterlagen klar hervorgehen, dass bei der DAB seinerzeit ein Geschäftskonto und kein Privatkonto eingerichtet wurde. Hilfreich ist zusätzlich, wenn die Website, mit der die DAB damals Freiberufler und Selbständige angesprochen hat, archiviert wurde. Somit sollte klar sein, dass die Consorsbank ein Geschäftskoto und kein Privatkonto übernommen hat.

 

2. Ab Kontoeröffnung müssen auf dem Geschäftskonto ausschließlich geschäftliche und keinerlei private Umsätze verbucht worden sein. Liegen gemischte Umsätze vor, könnte die Consorsbank möglicherweise wegen   Kontenmissbrauchs kündigen.

 

3. Das Konto muss stets innerhalb des Guthabens / des eingeräumten Limits geführt werden. Überziehungen und Lastschriftrückgaben verursachen manuellen Aufwand. Ebenso hinterlassen Kontopfändungen keinen guten Eindruck. Von solchen Geschäftskunden trennt man sich überall gerne und schnell. 

 

4. Mit ungewöhnlich hohen Geldeingängen oder ungewöhnlichen Eingängen von (ausländischen) Absendern, die aus Sicht der Bank nicht plausibel sind, muss sich der Geldwäschebeauftragte befassen. Dieser ist gesetzlich verpflichtet, jeden begründeten Geldwäscheverdacht den Behörden unverzüglich anzuzeigen. Das betreffende Konto wird in der Regel zeitnah gekündigt. Dieses Verfahren ist bei allen Banken gleich. Da man bei Geschäftskunden ein im Vergleich zu Privatkunden höheres Geldwäscherisiko unterstellt, werden Geschäftskonten bei allen Banken ganz besonders gründlich überwacht.                 

drzorn
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Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

Was genau muss ich denn nun unternehmen? Ich habe ein Tagesgeldkonto bei Consors. Muss ich nun ein Girokonto beantragen/eröffnen oder kann ich mich, wie in dem Flyer beschrieben, nach der Übernahme mit den Daten von DAB bei Consors einloggen? Und bleibt die Bankverbindung wirklich dieselbe (IBAN, SWIFT von DAB) oder müssen die Daten überall im Gewschäftsverkehr geändert werden?
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Sigrid_W
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Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

@drzorn

Wenn alles so funktioniert wie das vorgesehen ist, musst Du nichts tun. Wenn Du Dich am 14. mit Deinen bisherigen Zugangsdaten bei Consors anmeldest müsste zusätzlich zu Deinem Tagesgeldkonto in der Übersicht Dein bisheriges DAB-Konto erscheinen.

 

Oder hast Du im Oktober von Consors eine zusätzliche PIN für Dein DAB-Konto erhalten?

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drzorn
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Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

Nein, ich habe nichts zusätzliches erhalten. Bin gespannt.

 

Und die Bankverbindungdaten von DAB bleiben dieselben obwohl es die DAB dann nicht mehr gibt?

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Sigrid_W
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Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

Die DAB Bank wird es weiter geben - nur nicht für das Privatkundengeschäft. Das wird mit Consors verschmolzen. Füttere mal eine Suchmaschine mit DAB institutionelle Kunden.

 

Es steht in den Unterlagen und wurde auch hier bestätigt, dass die Daten für Konten erhalten bleiben sollen. Lediglich die Depotnummern sollen sich ändern.

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muhrebm
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Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

Es wäre deutlich kundenfreundlicher von CONSORS, wenn solche Aussagen nicht hier in einem Forum "geklärt" werden (wie verbindlich ist das eigentlich ?), sondern gezielt in den Mengen an Informationsschriften, die man von der DAB/CONSORS zugesandt bekommt. Es kann doch nicht sein, dass eine Großbank sich des Problems der Migration von Geschäftskonten nicht bereits im Vorfeld bewußt ist, und die aufkommenden Fragen nicht vorab in zentral geklärt werden.

Ich habe ein GmbH-Verrechnungskonto und Depot bei der DAB und sollte das nach dieser Aussage hier problemlos umziehen lassen können. D.h. von meinen bei Consors existierenden Privatkonto getrennt halten. Warum bekomme ich dann keine neuen und eigenen Zugangsdaten für das migrierte Konto ? Ich soll die serlbe PIN für den Zugang verwenden, wie für mein existierendes Consors-Konto/Depot. Was ich dann nach dem Zugang angezeigt bekomme, frage ich mich jetzt schon. Firma und Privat gemischt ? Warum macht ihr euch das Leben so schwer, wenn es doch einfach auch ginge ... (GmbH = eigene Körperschaft = getrennte/neue Kundenbeziehung - und keine Mischmasch mit Privatkonten).

Ich bin mal gespannt, was raus kommt bei dem Durcheinander an Informationen.

 

Und wenn ich dann mit dem DAB-Konto und Consors-PIN Zugang die PIN für den DAB-Konto-Zugang ändere, ändert sich dann auch die PIN für mein Privat-Konto/Depot ?

Wie werden die Verlustverrechnungstöpfe geführt ? Wie die Freistellungsaufträge ? Wie der Kreditrahmen der Depots .... Überall ist gesetzlich eine strikte Trennung erforderlich !

 

Fragen über Fragen, die einer offiziellen Stellungnahme und Information von CONSORS bedürften.

 

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fleiberlin
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Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

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Liebe Community,

falls es noch nicht im letzten Winkel dieser Republik angekommen sein sollte:

DIE CONSORSBANK WILL KEINE GESCHÄFTSKONTEN!!

... ob Euch das nun passt oder nicht ist für die Bank nicht von Interesse. Ihr könnt hier im Forum nun ordentlich Dampf ablassen oder sonstwie herumlamentieren, dass das alles - zutreffenderweise - nicht besonders kundenfreundlich ist - ändern wird das rein gar nichts. Seitens der Consorsbank ist zu dem Thema frühzeitig alles gesagt worden und von daher erübrigen sich weitere Statements.

Es grenzt auch an Fahrlässigkeit, wenn diejenigen, bei denen sich nach der Migration der oben beschriebene "Mischmasch" aus Privat- und Geschäftskonten abzeichnet, einfach mal eben gar nichts tun und stattdessen lieber gespannt abwarten, was bei dem zu erwartenden Chaos herauskommt. Entstehende Schäden - z.B. wegen fehlerhafter Steuerbescheinigungen - werden nämlich letztlich einzig und allein bei Euch selbst hängenbleiben. Das Finanzamt hat sich jedenfalls noch nie für die - im Einzelfall wenig kundenfreundlichen - Umstände interessiert, unter denen Bankkunden von einer Bank zur nächsten migriert wurden. Und eine Bank muss natürlich erst einmal gründlich prüfen, wenn Kunden angebliche Fehler reklamieren. Das kann sehr lange dauern...

Als vorausschauend denkender Unternehmer wartet man nicht, bis das absehbare Chaos eingetreten ist sondern handelt vorher. Wegen solcher Petitessen lässt er es jedenfalls nicht drauf ankommen.

Also, Herumjammern hilft hier nicht - nutzt die Zeit effektiver, um für Eure Geschäftskonten einen anderen Anbieter zu suchen.

Gruß
fleiberlin