CFD-Risiken: Was Sie wissen sollten

gestartet von ‎21.10.2014 10:18 , bearbeitet ‎06.12.2014 20:06 (3.042 Ansichten)

Die Chance auf hohe Erträge geht immer Hand in Hand mit entsprechenden Risiken. Damit Sie für sich besser einschätzen können, ob der CFD-Handel zu Ihnen und Ihrer Anlagestrategie passt, erhalten Sie hier einen ersten Überblick über die Risiken des CFD-Handel.

 

Ausführlichere Informationen finden Sie in unseren Basis-Risiko-Informationen:

 

Basis- und Risikoinformationen (PDF, 232 KB)

 

Die Risiken des CFD-Handels im Überblick

 

1. Unkalkulierbares Verlustrisiko

 

Mit CFDs spekulieren Sie auf Kursdifferenzen aus steigenden (long) oder fallenden (short) Kursen der Basiswerte. Gehen Sie z.B. mit einem CFD long und die Kurse fallen, können Sie das gesamte Kapital auf Ihrem CFD-Konto verlieren.

 

Zwischen Ihnen und der Consorsbank existieren beim CFD-Handel wechselseitige Geld-Ansprüche zum Ausgleich der Kursdifferenzen: Differenz zwischen dem Eröffnungskurs des Basiswertes und dem aktuellen Kurs des Basiswertes bei Schließung multipliziert mit der Größen-Anzahl des CFD-Kontrakts.

 

Ohne Risikobegrenzung dieser Geschäfte kann der Verlust das bereitgehaltene Kontoguthaben auf dem CFD-Konto für den Ausgleich übersteigen. Das entspricht der sogenannten Nachschusspflicht.

 

Das Risiko der Nachschusspflicht gehen Sie bei der Consorsbank nicht ein. Wir bieten Ihnen den CFD-Handel nur mit begrenztem Risiko an.

 

2. Hebelwirkung

 

Mit CFDs gehen Sie stark gehebelte Geschäfte ein. So können bereits durch geringe Kursänderungen der Basiswerte hohe Gewinne oder Verluste entstehen.

 

Der Hebel ergibt sich aus der Höhe Ihrer Sicherheitsleistung. Mit einer Margin von 2% haben Sie einen Hebel von 50. Damit können Sie z.B. ein Handelsvolumen von 50.000 Euro bewegen, obwohl Sie nur 1.000 Euro einsetzen. Verändert sich also der Kurs Ihres Basiswertes um nur 1 Cent führt das in diesem Beispiel für Sie zu einem Gewinn oder Verlust von 5 Euro – ein Hebeleffekt also von 1:50.

 

Je niedriger die geforderte Margin ist, desto höher ist die Hebelwirkung. In volatilen Märkten kann die Margin durch Bewertungsverluste schnell aufgezehrt werden. Das führt dann zur Zwangsglattstellung Ihrer Handelsposition.

 

3. Liquiditätsrisiko

 

Liquiditätsrisiken können entstehen durch:

  • fehlende Kursstellung durch Marktstörungen
  • fehlendes Handelsvolumen am Referenzmarkt
  • unterschiedliche Geschäfts- und Handelszeiten
  • technische Probleme der Handelsplattform

Durch Marktstörungen kann es vorkommen, dass kein Kurs gestellt werden kann und Sie Ihre Handelsposition nicht schließen können.

 

Aber auch bei einer Kursstellung kann es vorkommen, dass Ihre Order nicht ausgeführt werden kann, da das von Ihnen benötigte Handelsvolumen am Markt nicht vorhanden ist.

 

Da die Handelszeiten begrenzt sind, können Sie Ihre CFDs auch nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt handeln. Dadurch können Sie ggf. nicht unmittelbar auf aktuelle Entwicklungen reagieren und müssen womöglich Verluste hinnehmen. Dieses Risiko besteht hauptsächlich dann, wenn die Handelszeiten der Referenzmärkte von den Geschäftszeiten der Handelsplattformabweichen, da Sie nur während der Geschäftszeiten neue Positionen eröffnen und vorhandene schließen können.

 

CFD-Geschäfte können Sie ausschließlich über technische Handelsplattformen abschließen. So sind Ihre Ordererteilungen und -ausführungen von der funktionierenden Technik der Plattform abhängig. Eine schlechte Performance oder defekte Systemkomponenten können daher zu Liquiditätsrisiken führen.

 

4. Marktpreisänderungsrisiko

 

Mit CFDs können Sie in kürzester Zeit viel Geld verdienen – aber auch sehr viel Geld verlieren. Kursschwankungen, die Sie früher über längere Zeiträume beobachten konnten, können heute an nur einem einzigen Tag stattfinden. Hauptursachen dafür sind die modernen Kommunikationsmedien, die kurze Reaktionszeiten ermöglichen, und die Vielzahl der Marktteilnehmer. Auch psychologische Aspekte beeinflussen die Marktpreise immer stärker. Ökonomische, rationale Einschätzungen werden deshalb immer schwieriger.

 

Diese Faktoren beeinflussen die Marktpreise Ihrer Basiswerte unmittelbar:

 

  • irrationale Trends
  • Nachrichten, Gerüchte, Stimmungen
  • unterschiedliche Interpretationen von Fakten

Es kann also passieren, dass Ihre hinterlegte Margin durch Kursausschläge innerhalb eines Tages aufgebraucht ist, obwohl Sie mit Ihrer mittel- und langfristigen Markteinschätzung richtig liegen.  

 

 

5. Ausführungsrisiko

 

Ihre persönliche Reaktionszeit und Ihre online-Verfügbarkeit sind beim CFD-Handel entscheidend. Innerhalb weniger Minuten oder Sekunden können Kursveränderungen zu Verlusten führen. Wenn Sie dann nicht rechtzeitig auf diese Marktsituationen reagieren können, können sich die Verluste noch erhöhen.

 

 

6. Referenzmarkt- und Referenzrisiko

 

Ihr CFD-Handelsergebnis ist stark von den Entwicklungen der Referenzmärkte und -kurse, betreffend Ihrer gehandelten Basiswerte, abhängig. So können abweichende Handelszeiten an den Referenzmärkten bei einigen CFDs zu Verlusten führen, da Sie im Rahmen der ausgewiesenen Geschäftszeiten der Handelsplattform nicht just-in-time auf Marktveränderungen reagieren können.

 

Fehlende Kursstellungen an den Referenzmärkten sind möglich. Das kann dazu führen, dass Sie Ihre CFD-Positionen nicht schließen können und dadurch Verluste erleiden.

 

Fehlende Kursstellungen können folgende Ursachen haben:

 

  • Feiertage am jeweiligen Referenzmarkt
  • Aussetzung des Basiswertes
  • technische Störungen

Fehlende Kursstellungen können entsprechende Folgen haben:

 

  • Sie können Ihre offene Handelspositionen, insbesondere over-night-Positionen, nicht schließen.
  •  Sie können Ihre offenen CFD-Positionen nicht rechtzeitig durch eine gegenläufige Position schließen.
  • Der Kurs Ihrer CFDs wird nach Wiedereinsetzung zum Handel mit massiven Auf- oder Abschlägen gehandelt.

 

7. Risiken bei der Kontraktkurserstellung

 

Die Kurse für Ihre Kontrakte werden vom Market Maker gestellt. Sollten außergewöhnliche Kursschwankungen oder Liquiditätsverluste am Referenzmarkt eintreten, kann der Market Maker

 

  • die Kurse neu festsetzen. Damit ändern sich die ursprünglichen Kontraktkurse Ihrer CFD-Positionen.
  • die Kursstellung einschränken oder aussetzen, was bedeutet, dass Sie Ihre entsprechenden CFDs nur eingeschränkt oder gar nicht handeln können.
  • Kursstellungen endgültig beenden, so dass Sie CFD-Positionen mit den entsprechenden Basiswerten nicht mehr auf der Handelsplattform handeln können.

 

8. Risiko von Ausgleichszahlung für Dividenden und Kapitalmaßnahmenrisiko

 

Aktien-CFDs werden am Ende eines Tages mit Kapitalmaßnahmen automatisch geschlossen und alle noch offenen Orders storniert. Eine automatische Wiedereröffnung am nächsten Handelstag erfolgt nicht. Im Normalfall sind die CFDs dann jedoch wieder von Ihnen handelbar. 

 

Alle Auswirkungen von Kapitalmaßnahmen am Ende des Handelstages werden vom Market Maker auf Ihre gehaltenen CFD-Positionen berücksichtigt. Dividendenzahlungen wirken sich folgendermaßen auf Ihr CFD-Konto aus:

 

Offene CFD-Short-Position auf eine Aktie am Dividendenstichtag nach Handelsschluss

 

  • Ihrem CFD-Konto wird eine Ausgleichzahlung von 100 % der ausgeschütteten Dividende belastet – egal, ob Sie ausländische oder inländische Aktien-CFDs handeln.

Offene CFD-Long-Position auf eine Aktie am Dividendenstichtag nach Handelsschluss

 

  • Bei inländischen Aktien-CFDs erhalten Sie auf Ihrem CFD-Konto eine Gutschrift über 100% der ausgeschütteten Dividende – haben also kein Risiko.
  • Bei ausländischen Aktien-CFDs können Sie aufgrund unterschiedlicher Steuergesetzgebungen eine Gutschrift über 85% der ausgeschütteten Dividende erhalten.

Stimmrechte oder Anspruch auf die Teilnahme an der Hauptversammlung betreffend der Aktie haben Sie als CFD-Händler nicht.

 

 

9. Risiko der Erhöhung der Marginparameter

 

Als Margin wird die von Ihnen zu leistende Sicherheitsleistung für jede offene CFD-Position bezeichnet. Sie berechnet sich aus dem CFD-Positionswert in der Abrechnungswährung und einem Prozentsatz (Marginparameter), der Ihnen vom Market auf der Handelsplattform ausgewiesen wird.

 

Dieser Prozentsatz ist nicht fix. Er kann sich z.B. durch außergewöhnliche Kursbewegungen oder Liquiditätsverluste am Referenzmarkt erhöhen. Diese Erhöhung wird Ihnen auf der Handelsplattform mitgeteilt und führt dazu, dass Sie Ihre Sicherheitsleistung für die entsprechende Handelsposition erhöhen müssen.

 

10. Risiko von Margin-Calls

 

Sollte die von Ihnen hinterlegte Margin nicht mehr ausreichend sein, durch z.B.:

 

  • außergewöhnliche Kursschwankungen,
  • fallende Kurse bei Long-Positionen,
  • steigende Kurse bei Short-Positionen,

erhalten Sie über die drohende Unterschreitung der Margin-Anforderung eine entsprechende Mitteilung auf der Handelsplattform (Margin-Call). Der erste Margin-Call erfolgt wenn 80% Ihres Kontoguthabens offene CFD-Positionen absichern. Werden 90% Ihres Kontoguthabens als Margin benötigt, erfolgt der 2. Margin-Call mit Ankündigung der drohenden Zwangsschließung Ihrer Position. Eine Zwangsglattstellung würde bei 100% automatisch erfolgen. Die Margin-Calls erhalten Sie so lange, bis Ihr Guthaben auf Ihrem CFD-Konto wieder höher ist als die benötigte Sicherheitsleistung.

 

Die Margin-Calls erfolgen unsererseits freiwillig – als Service für Sie. Die Verantwortung der fortlaufenden Überwachung Ihres Mindestkapitals obliegt allein Ihnen. 

 

11. Zwangsglattstellungsrisiko

 

Eine Zwangsglattstellung durch den Market Maker droht Ihnen immer dann, wenn Ihre hinterlegte Margin aufgebraucht ist. Vor allem bei zu geringem Gesamtkapital auf Ihrem CFD-Konto kann z.B. bei heftigen Kursschwankungen Ihre Margin schnell ausgelastet sein und Sie zeitlich keine Gelegenheit mehr haben, Ihre Margin aufzustocken oder von sich aus die Position zu schließen.

 

Folge einer Zwangsglattstellung:

 

  • Sie können nicht mehr an der weiteren Wertentwicklung von ggf. sehr aussichtsreichen Positionen profitieren

In der Regel kann bei einem CFD-Handel ohne Risikobegrenzung, trotz Zwangsglattstellung, der Verlust das Gesamtkapital übersteigen. Eine entsprechende Nachschusspflicht muss unverzüglich vom Kunden geleistet werden. Bei den CFDs von der Consorsbank handelt es sich um CFDs mit Risikobegrenzung, bei denen eine Nachschusspflicht für Sie ausgeschlossen ist.

 

Da die Zwangsglattstellung automatisch über die Handelsplattform des Market Makers erfolgt, der Kunde aber gleichwohl keinen Anspruch auf Zwangsglattstellung hat, besteht das Risiko, dass im Falle von technischen Fehlern, Positionen nicht zwangsglattgestellt werden.
Auch in diesem Fall übernimmt der Market Maker solche Verluste, die das von Ihnen eingesetzte Kapital übersteigen.

 

12. Overnight-Risiko

 

Ein Overnight-Risiko entsteht, wenn Sie eine oder mehrere CFD-Positionen über Nacht oder sogar übers Wochenende offen lassen. Denn der Eröffnungskurs kann vom Schlusskurs des vorigen Handelstages erheblich abweichen. Gründe für solche Abweichungen können z.B. sein:

 

  • Nachrichten,
  • Naturkatastrophen oder
  • Entwicklungen an internationalen Börsen.

 

Sollte durch ein Overnight-Gap Ihr CFD-Kontoguthaben als Sicherheitsleistung nicht ausreichen, schließen wir Ihre offenen CFD-Positionen automatisch.

 

Bei Overnight-Positionen fallen außerdem Ausgleichszahlungen für Finanzierungskosten (Overnight-Finanzierungskosten) an.

 

 

13. Roll-Over-Risiko

 

CFDs auf Futures sind als einzige in ihrer Laufzeit begrenzt. Das bedeutet für Sie, dass Sie diese Positionen vor Ablauf selbständig schließen müssen. Tun Sie dies nicht, werden Ihre offenen Kontrakte zum Schlusskurs automatisch glattgestellt. Bei der Consorsbank müssen Sie aufgrund der Risikobegrenzung keine Nachschusspflicht aus dieser Zwangsglattstellung fürchten. Auch ein automatischer Roll-Over erfolgt nicht. Bei einem Roll-Over würde nach der Schließung eine automatische Neueröffnung in den nachfolgenden Future ausgelöst werden. Bei der Consorsbank müssen Sie zu Ihrer Sicherheit selbst aktiv werden, wenn Sie weitere CFDs auf diese Basiswerte handeln möchten.

 

 

14. Fehlende Absicherungsmöglichkeiten / Leerlaufen von Risikobegrenzungen

 

Offene CFD-Positionen mit anderen Aufträgen abzusichern oder zu reduzieren, ist für Sie riskant –

auch mit Limit- oder Stop-Orders. Die Gefahr besteht darin, dass Ihr Absicherungs-Geschäft

 

  • gar nicht,
  • nicht zeitgerecht oder
  • nur zu einem verlustbringenden Preis realisiert wird.

Je volatiler der Markt ist, desto schwieriger ist es für Sie, Ihr anvisiertes Ausstiegsniveau zu treffen. Als Ergebnis kann es passieren, dass Sie das gesamte Guthaben auf Ihrem CFD-Konto verlieren.

 

 

15. Währungsrisiko

 

Wechselkursschwankungen stellen für Sie ein zusätzliches Verlustrisiko dar, wenn Sie CFDs auf ausländische Währungen oder Rechnungseinheiten handeln. Das Gleiche gilt, wenn sich die Basiswerte nach anderen Währungen bestimmen, wie z.B. bei Gold oder Öl, da Ihre Gewinne oder Verluste mit dem aktuellen Kurs zum Zeitpunkt der Positionsschließung in Euro umgerechnet werden.

 

 

16. Risiken im Zusammenhang mit Währungen als Basiswert

 

Bei sogenannten FOREX-CFDs liegen ausländische Währungen als Basiswert Ihres CFD-Kontrakts zugrunde. Der Handel mit diesen CFDs erfordert von Ihnen ein hohes Maß an Kenntnis und Erfahrung in diesem Handelssegment. Nehmen Sie gegebenenfalls eine entsprechend wirtschaftliche oder rechtliche Beratung in Anspruch und wägen Sie die Risiken für sich im Vorfeld genau ab.

 

Die Risiken ganz kurz im Überblick:

 

  • schnelle und starke Kursschwankungen.
  • starker Hebel durch niedrige Margin bei FOREX-CFDs.
  • der Wechselkurses zum Erfüllungstag kann gegenüber dem CFD-Eröffnungskurs erheblich abweichen.

 

17. Risikoerhöhung bei Fremdfinanzierung des zum CFD-Handel eingesetzten Kapitals

 

Sie erhöhen Ihr Risiko zusätzlich, wenn Sie das Guthaben auf Ihrem CFD-Konto per Kredit finanzieren. Wenn sich der Markt entgegen Ihren Erwartungen entwickelt, kommen zu Ihrem Verlust noch Kreditzinsen und -rückzahlung hinzu.

 

 

18. Risiken bei taggleichen Geschäften (Daytrading)

 

Beim Daytrading öffnen und schließen Sie – meist mehrmals – innerhalb eines Tages ein oder mehrere CFD-Positionen. Bereits eingetretene Verluste verleiten dabei leicht zu neuen, riskanteren Geschäften. Statt damit die erlittenen Verluste zu kompensieren, beschleunigen viele Trader meist den Abbau ihres Kontoguthabens.

 

Außerdem steigen die Transaktionskosten mit der Anzahl Ihrer gehandelten CFDs. Dadurch wird Ihr Gewinn-Verlust-Verhältnis aus den Kontrakten nachteilig beeinflusst.  

 

Unsere Tipps:

  • Als Daytrader konkurrieren Sie mit finanzstarken Trading-Profis. Daher sollten Sie die Märkte, Handelstechniken und -strategien sehr gut kennen und beherrschen. 
  • Finanzieren Sie Daytradings niemals über Kredite.

 

19. Risikoerhöhung durch Transaktionskosten und Entgelte

 

Hohe Handelsaktivitäten, die die Transaktionskosten steigen lassen, entstehen nicht nur beim Daytrading. Auch bei zu eng kalkulierten Stop-Limit-Orders, die nicht zur Volatilität des Basiswertes passen, kann der Handel neuer CFDs stark zunehmen. Drohende Verluste versucht man damit teils hektisch zu begrenzen. Die dadurch entstehenden, vermehrten Transaktionskosten können Ihr CFD-Kontoguthaben stark reduzieren – selbst wenn keine Verluste aus Marktrisiken vorhanden sind.

 

Die Folge:

Ihre Gewinne schrumpfen auf ein Minimum und Verluste sind nahezu vorprogrammiert.

Kosten-Treiber, die Ihre Gewinnchancen reduzieren im Überblick:

  • hohe Handelsaktivitäten
  • Daytrading
  • zu knappe Stop-Limit-Orders
  • Overnight-Positionen

 

 

20. Risiken beim Einsatz von elektronischen Systemen

 

Da Sie CFDs grundsätzlich nur über elektronische Systeme handeln können, sind Sie davon abhängig, dass die Technik funktioniert. Folgende technische Fehler können z.B. auftreten:

 

  • Systemfehler, Systemabstürze, Übertragungsfehler,
  • Störungen der Hard- oder Software oder
  • Unterbrechung der Verbindung.

Diese Fehler können dazu führen, dass Ihre Aufträge nicht oder nicht rechtzeitig übermittelt oder ausgeführt werden können. Im schlimmsten Fall kann das dazu führen, dass Sie das gesamte Guthaben auf Ihrem CFD-Konto verlieren. 

 

 

21. Betriebs- und Organisationsrisiken 

 

Unerwartete Verluste oder ein zusätzlicher Aufwand können Ihnen entstehen, wenn es Mängel in der Aufbau- und Ablauforganisation beim CFD-Handel – sowohl bei Ihnen als auch aufseiten der Bank – gibt.

 

Mögliche technische und organisatorische Risiken:

  • automatisierte EDV- und Informationssysteme, deren Art und Umfang nicht an das Geschäftsvolumen angepasst sind
  • fehlerhafte Programmabläufe
  • ungenügende innerbetriebliche Kontrollverfahren

Mögliches menschliches Versagen:

  • fehlende Handelslimits
  • Eingehen unverhältnismäßig vieler offener Positionen

 

22. Insolvenzrisiko des Market-Makers oder Intermediärs

 

Im Insolvenzfall des Market-Makers kann es dazu kommen, dass offene CFD-Positionen nicht mehr geschlossen werden können und Sie dadurch das Guthaben auf Ihrem CFD-Konto verlieren – auch wenn sich die Handelsposition zunächst positiv entwickelt.

 

Im Insolvenzfall des Intermediärs (die Consorsbank) springt zwar der Einlagensicherungsfonds ein, was Sie jedoch nicht davor schützt, dass offene Positionen eventuell zu ungünstigen Zeitpunkten geschlossen werden. Entschädigungszahlungen aus dem Einlagensicherungsfonds können sich außerdem möglicherweise verzögern.

 

23. Risiken aufgrund der Änderung der regulatorischen Rahmenbedingungen

 

Der deutsche Gesetzgeber reguliert den CFD-Handel derzeit bisher nur für deren Anbieter und Intermediäre. Marktzugänge und Produkte stehen unter keiner Aufsicht. Dennoch werden zunehmend neue regulatorische Anforderungen an die Finanzmärkte und all ihre Teilnehmer gestellt – sowohl national als auch international. Dies kann künftig dazu führen, dass von allen am CFD-Handel Beteiligten Gruppen besondere Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Für bestimmte Kunde könnten CFD-Geschäftezukünftig  sogar ganz untersagt werden.

 

Die European Securities and Markets Authority (ESMA) hat für den CFD-Handel bereits eine Investorenwarnung erlassen. Hintergrund ist, dass der hochspekulative CFD-Handel nicht nur professionellen und Kunden mit weitreichender Erfahrung sondern auch unerfahrenen Privatkunden angeboten werde, die die Risiken des hochspekulativen CFD-Handels nicht überblicken können.

 

Wir empfehlen Ihnen daher, neben der Lektüre unserer ausführlichen Basis- und Risikoinformationen (am Anfang und am Ende dieser Seite als Download), die vollständige Lektüre der Investorenwarnung der ESMA. Diese erhalten Sie kostenlos unter www.esma.europa.eu  in deutscher und englischer Sprache.

 

 

 

24. Risiken von Interessenkonflikten

 

Sowohl zwischen Ihnen und uns als auch zwischen der Consorsbank und der Commerzbank (Market Maker) bestehen vertragliche und wirtschaftliche Vereinbarungen, die zu Interessenskonflikten führen können. Vorrangig betrifft das den Punkt, dass wir vom Market Maker für die von Ihnen getätigten CFD-Geschäfte erhalten. Diese Zuwendungen nutzen wir für die Aufrechterhaltung der technischen Systeme und laufenden Aktualisierungen an die jeweiligen sich sehr schnell ändernden Marktgegebenheiten. Für das Halten offener Positionen über Nacht (Overnight-Kosten), die Sie gegenüber dem Market Maker zu leisten haben, kann der Market Maker uns regelmäßig 50% als Vertriebsprovision gewähren. Die Consorsbank erhält von der Commerzbank AG pro Transaktion in Instrumenten ohne Transaktionsprovision bis zu 25% der Spanne zwischen An- und Verkaufskurs zum Ausführungszeitpunkt.

 

Die Vereinnahmung dieser vorgenannten Zahlungen und Zuwendungen bzw. sonstiger Anreize dient wie oben dargestellt der Bereitstellung effizienter und qualitativ hochwertiger Infrastrukturen für den Erwerb und die Veräußerung von Finanzinstrumenten. Den Erhalt oder die Gewährung von Zuwendungen dem Grunde nach legen wir Ihnen offen. Einzelheiten zur Höhe dieser Vergütung werden wir Ihnen auf Nachfrage mitteilen. 

 

 

25. Steuerliche Risiken

 

Berücksichtigen Sie, dass von Ihren CFD-Erträgen noch Steuern zu zahlen sind – denn nur der Ertrag nach Steuerabzug sollte für Sie relevant und interessant sein.

 

 

26. Informationsrisiko und Fehleinschätzungsrisiko

 

Sie können Fehlentscheidungen treffen aufgrund

 

  • fehlender,
  • falscher,
  • unaktueller,
  • falsch interpretierter,
  • fehlerhaft übermittelter oder
  • unvollständiger Informationen.

Auch zu viele oder zu wenige Information können Ihre Entscheidungen nachteilig beeinflussen.

 

 

27. Unvermeidbarkeit der Risiken

 

Alle genannten Risiken können Sie nicht durch eine Beratung, eine technische Ausrüstung oder spezielle Computerprogramme reduzieren oder ausschließen. Auch wenn Sie eine Risikodiversifikation durch CFDs auf Wertpapierkörbe oder Indizes anstreben, gehen Sie das Risiko ein, das Guthaben auf Ihrem CFD-Konto zu verlieren.

 

Ausführlichere Informationen finden Sie in unseren Basis-Risiko-Informationen.

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