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wikifolio-Zertifikate – Social Networking mit eigenen Handelsstrategien

von ‎21.09.2015 15:06 , bearbeitet ‎11.02.2016 12:04
7 Kommentare , 1 Like

Alles ist „social“!

 

Das World Wide Web bietet nahezu grenzenlose Möglichkeiten der Vernetzung. Kochrezepte, einen neuen Job oder eine Jogging-Gruppe finden – alles ist heute „social“, alles ist über ein Social Network möglich. In vielen Bereichen ist die Vernetzung naheliegend und macht Sinn. Auf anderen Gebieten ist dieser Austausch wiederum überraschend – zumindest für diejenigen von uns, die sich nicht als „Digital Native“ bezeichnen, also nicht alle Trends der digitalen Welt kennen.

Soziale Netzwerke bieten allerdings nicht nur Gelegenheit für den Austausch von Privatem. In einer spezialisierten Form sind sie auch für Trader interessant. Die Rede ist hier von Social-Trading-Netzwerken. 

 

Wie funktioniert Social-Trading?

 

Während es in traditionellen sozialen Netzwerken primär um privates Amüsement geht, widmen sich Social-Trading-Plattformen ausschließlich dem Handel. Hier bedeutet Interaktivität, dass sich Strategien und Wissen zum Thema Geldanlage austauschen lassen und sie Motivator bzw. Einflussfaktor für das eigene Handeln werden können. Die Nutzer der Plattformen können eigene Anlagestrategien ausarbeiten und veröffentlichen oder aber den Strategien anderer Nutzer folgen. Wer richtig einsteigt, legt auch Geld an und handelt aktiv – mit allen Konsequenzen, die sich hieraus ergeben. Führende Anbieter im deutschen Markt sind derzeit wikifolio.com ayondo und eToro.

 

Social Trading Wikifolio.jpg

  

Was macht wikifolio besonders?

 

Im Prinzip funktioniert die Plattform wikifolio.com ebenso wie die anderen Social-Trading-Plattformen – nur eben, dass erfolgreiche Strategien zu einem handelbaren Zertifikat gemacht werden. Ein wikifolio ist eine Handelsidee, die von einem Trader veröffentlicht wird. Bekommt sie auf der Social Trading Plattform wikifolio.com genügend „Befürworter“, wird sie zu einem wikifolio-Zertifikat mit ISIN.

 

Das entscheidende Element für die Transformation der Idee zum Wertpapier sind die „Befürworter“ auf wikifolio.com. Damit ein wikifolio "investierbar" wird, muss es zunächst von einem Trader publiziert werden, zehn Interessenten finden und mindestens 21 Tage bestehen.

 

Hinter dem wikifolio-Zertifikat steht die Düsseldorfer Bank Lang & Schwarz. Dieses Unternehmen emittiert die wikifolios von Tradern, organisiert den Handel und dient (neben der Börse Stuttgart) als Handelsplattform, über die wikifolios gekauft und verkauft werden können.

 

Die enorme Bandbreite der wikifolios macht diese für private Anleger ebenfalls zunehmend interessant. Unter den derzeit fast 3.415 wikifolios (Stand: September 2015) befinden sich vielsagende Namen, die Rückschluss auf die Strategie oder thematische Ausrichtung zulassen, z.B. „Goldesel-Trading“, „Digitale Revolution“ und „Megatrend Jungsenioren“. Durch die Themen-Orientierung und strategische Ausrichtung, erinnern wikifolios stark an aktiv gemanagte Fonds. Obwohl viele der publizierenden Trader unabhängig von Fondsgesellschaften, Banken oder Versicherern agieren.

 

Veröffentlichen Sie Ihre eigene Anlagestrategie

 

Ein weiterer Unterschied – den erst der Social-Media-Gedanke möglich gemacht hat – ist das Publizieren der eigenen Idee. Um Ihre eigene Anlagestrategie als wikifolio zu veröffentlichen, müssen Sie sich lediglich bei wikifolio.com registrieren. Anschließend legen Sie einfach Titel, Handelsidee und das Anlageuniversum des wikifolios fest – und Sie starten mit dem Traden.

 

Sobald Ihr wikifolio investierbar ist, verdienen Sie an der Erfolgsprämie und erhalten, je nachdem wie viele Anleger welche Summen in das wikifolio-Zertifikat investiert haben, einen Anteil an der Performancegebühr.


Social Trading.jpg

 

Fazit: Interessante Alternative, aber nicht ohne Risiken

 

Das Social Trading im Allgemeinen und wikifolios im Besonderen sind durchaus interessante Alternativen zu traditionellen Anlageformen. Aber auch bei wikifolios sollten Sie auf die allgemeinen Regeln des Tradings achten:

  • Verschaffen Sie sich Klarheit über die Risiken des wikifolios bzw. der einzelnen Positionen.
  • Seien Sie sich bewusst, dass der Erfolg des wikifolios in der Vergangenheit liegt – eine Wiederholung der Performance ist nicht garantiert.
  • Rechnen Sie damit, dass aufgrund von Kursschwankungen der Zertifikate auch Verluste entstehen können.
  • Die Plattform wikifolio.com steht jedem offen. Um ein wikifolio zu publizieren sind keine Voraussetzungen in Form von Erfahrungen im Handel von Wertpapieren oder spezifische Trainings notwendig.

  

Mehr Informationen über wikifolios und wie Sie diese bei der Consorsbank handeln können, finden Sie auf unserer Website. 

wikifolio bei der Consorsbank

Kommentare
von investresearch
am ‎23.09.2015 13:29

Ja Wikifolios sind eine tolle neue Alternative zu Fonds. Vielen Dank auch für die Erwähnung des Wikifolios Digitale Revolution. Wer sich einen Eindruck über die Researcharbeit dafür von mir machen möchte, dem kann ich auch den Blog investresearch.net empfehlen. 

von
am ‎23.09.2015 15:46

Sehr freundlich, dass mein wikifolio bei der Consorsbank momentan das "Top wikifolio" ist! :-)

von Rebreather
am ‎25.09.2015 16:36

Ab sofort sind auch Dachwikifolios investierbar.

Beispielsweise das Dachwikifolio "Top Ten": DACHTO10

Dadurch investiert man in die aktuell zehn besten Trader.

 

von tradergo
am ‎24.12.2015 07:43

PERFORMA-M&A ChartPERFORMA-M&A

 
 
Schwerpunkt EUROPA
 
 
 
PERFORMA-GLOBAL-LEADER ChartPERFORMA-GLOBAL-LEADER
 
Hallo
ich habe 3 portfolios auf Wikifolio und würde gerne Eure Meinung hören.
 
-tradergo
 
von Nordinvestor
am ‎29.04.2016 22:24

Auch ich habe 2 investierbare Wikifolios. Ihr findet sie unter Wikifolio "Euroinvestor".

Ansehen schadet sicher nicht. Die Strategie ist eher langfristig. Ich habe die Erfahrung machen müssen, dass es mir kaum gelingt kurzfristige Trends an den Börsen auf längere Sicht richtig einzuschätzen. Ich habe mir deshalb ein eher langfristig ausgerichtete Value bzw. Dividendenstrategie ausgesucht. Mit der Performance bin ich bislang nicht unglücklick.

von TR5000
am ‎29.05.2016 17:41

Ich finde Social Trading wirklich eine klasse Idee, bei deren Umsetzung es leider oft noch hapert. Speziell meine ich die Punkte Eintrittsbarrieren für Signalgeber (die auch bei wikifolio recht niedrig sind) sowie technische und rechtliche Probleme (Stichwort: Emittentenrisiko). Eine gute Zusammenfassung findet sich hier: Erfolg und Risiken beim Social Trading

 

In der Zukunft wird man sehen, ob sich derartige Plattformen wirklich dauerhaft etablieren können oder wieder vom Markt verschwinden.

von Nordinvestor
am ‎30.05.2016 20:41

Das Emittentenrisiko ist natürlich vorhanden. Es ist sicherlich einer der Gründe, warum man nicht sein gesamtes Kapital in derartige Papiere investieren sollte. Aber in der heutigen Zeit ist Diversifikation ohnehin enorm wichtig.

Hinsichtlich der Eintrittsbarrieren für die Signalgeber sehe ich es ähnlich: Sie sind gering. Vermutlich ist das von den Plattformen auch so gewünscht. Problematisch ist es dann, wenn der Trader eine sehr riskante Strategie fährt und damit möglicherweise anfangs auch erfolgreich ist.

So sehr es ihm und den Followern zu wünschen ist, wahrscheinlich wird es mittelfristig auch mal Einbrüche geben. Dann kann man nur hoffen, dass der Trader nicht nur schnell "Kasse machen" wollte und aussteigt.

Bei eingen Tradern wundere ich mich über die Performance, die teilweise professionelle Fonds in den Schatten stellt. Hut ab!