Wissen

... statt vermuten

abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 

Wie Google das Alphabet neu erfindet

Welche Firmen gehören zur Google-Mutter Alphabet?

 

2015 gab Google bekannt, künftig unter einer Holding mit dem Namen Alphabet zu agieren. Seither ist das Kerngeschäft von Google Inc., die Suchmaschine, nur noch ein Teil eines riesigen Zusammenschlusses, der verschiedene Marktsegmente bedient. Dennoch bleibt es dieser Geschäftsbereich, der das Geld verdient, welches die Tochterfirmen nun für ihre visionären Projekte ausgeben. Sergey Brin und Larry Page bleiben ihrer Firmenphilosophie treu und arbeiten weiter an innovativen Technologien. Dem Finanzmarkt bringt dies mehr Transparenz. Fortan fällt es Anlegern leichter zu überblicken, welche Tochterfirmen es gibt und wie es finanziell um sie steht. Bisher war es schwierig einzuschätzen, wie viel Geld in die einzelnen Töchter im Hause Google floss.

 

Alphabet.jpg

 

Ganz transparent ist Alphabet jedoch nicht. So wurde das immerhin eine Milliarde Nutzer starke YouTube nicht gesondert in die Holding integriert, da, so vermuten Experten, die Umsätze weiter hinter den Erwartungen von Analysten liegen.

Dies ist eine Übersicht aller Tochterfirmen von Alphabet:

 

Google Inc.

 

Die Google-Suchmaschine bleibt das Kerngeschäft von Alphabet. Unter dem Dach von Google findet sich das ursprüngliche Unternehmen, das die Suchmaschine bereitstellt und weiter an besseren Suchalgorithmen arbeitet. Dazu gehören außerdem die Dienste AdSense und Google Maps, die die Kerntätigkeit des Konzerns betreffen. Weiterhin firmieren unter der Tochtergesellschaft Google die verschiedenen Apps sowie Chrome, das Betriebssystem Android und YouTube. Damit ist dies das wichtigste Unternehmen im Konzern und sorgt für den größten Teil des Umsatzes. Dementsprechend wichtig ist die Entwicklung der hier enthaltenen Geschäfte für Anleger.

 

Google Ventures und Google Capital

 

Alphabets Tochtergesellschaften Google Ventures und Google Capital sind für Investitionen in andere Unternehmen und Start-ups zuständig. Der größte Unterschied zwischen den Risikokapitalgesellschaften besteht in der Zielsetzung der Investitionen: Während Google Capital nur in Unternehmen investiert, die sich bereits in der Wachstumsphase befinden und mit hoher Wahrscheinlichkeit Gewinne abwerfen, steigt Google Ventures in Start-ups ein. Hier sichert sich der Konzern schon früh Beteiligungen an vielversprechenden Technologien und Geschäftsmodellen.

 

Nest

 

Die Übernahme von Nest durch Google im Jahr 2014 schlug hohe Wellen. Das erst 2010 gegründete Unternehmen entwickelt Hard- und Software für Smart-Home-Anwendungen. Das erste Produkt war ein Thermostat, der über das Heimnetzwerk gesteuert und programmiert wird. Inzwischen bietet Nest zudem einen Rauch- und Kohlenmonoxidmelder sowie eine intelligente Überwachungskamera an. Die gesamte Hardware kommuniziert miteinander und ist in der Lage zu erkennen, ob sich Personen im Haus befinden oder nicht.

 

 

Google Fiber

 

In den USA bietet Alphabet unter dem Namen Google Fiber Telekommunikationsdienste in ausgewählten Städten an. Hierzu zählen verschiedene Pakete mit Breitbandinternet- und TV-Anschluss. In Zukunft sollen weitere Regionen erschlossen werden.

 

 

Google X

 

Das X in Google X steht für das Unbekannte. Dies ist die wahrscheinlich spannendste Tochtergesellschaft von Alphabet. Es handelt sich um eine Forschungsgesellschaft, die an Hard- und Software für zukünftige Anwendungen forscht. Hierzu zählt das Google Car (siehe Video), ein selbstfahrendes Auto, sowie die Datenbrille Google Glass. Eng mit dieser Hardware verwoben sind aufwendige Forschungen auf den Gebieten der künstlichen Intelligenz, Robotik und Maschinenlernen. Weitere Projekte innerhalb von Google X sind Drohnen für Paketlieferungen und das Project Loon: Mit Hilfe von Ballons möchte der Konzern eines Tages Internet in ländliche Gegenden oder Regionen bringen, die selbst keine ausreichende Telekommunikationsinfrastruktur zur Verfügung stellen können.

 

 

Verily

 

Verily firmierte früher unter dem Namen Google Life Sciences. Hier zeigt sich der Pioniergeist der Google-Gründer: Verily forscht an Technologien, die kranken Menschen das Leben erleichtern sollen. Ein Beispiel für solche Projekte sind intelligente Kontaktlinsen, die den Insulinspiegel bei Diabetikern messen und ihn direkt ins Sichtfeld einblenden. Zudem wurde hier ein Löffel für Menschen mit Parkinson entwickelt, der das Zittern der Hand ausgleichen soll. Ein weiteres Projekt ist die Baseline Study: Durch Sammeln und Erforschen der DNA tausender Menschen möchte Alphabet beispielsweise Wege finden, Krankheiten wie Krebs früher zu erkennen.

 

  

Calico

 

Das Ziel von Calico klingt nach Science-Fiction: Die Tochtergesellschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, die Mechanismen des Alterns und damit verbundener Krankheiten zu erforschen und Möglichkeiten zu finden, das Leben zu verlängern und im Alter zu verbessern. Auch hier wird der hohe Anspruch der Google-Gründer deutlich.

 

Fazit:

 

  • Mit der Gründung der Holding Alphabet schafft Google mehr Transparenz.
  • Geldströme innerhalb des Konzerns lassen sich jetzt besser nachvollziehen.
  • Ein großer Teil der Einnahmen von Google fließt in die Forschung.
  • Die Tochtergesellschaften arbeiten an den unterschiedlichsten innovativen Projekten.

 

Sollte sich Google langfristig auf das ursprüngliche Kerngeschäft konzentrieren oder halten Sie den Innovationsgedanken für gerechtfertigt? Würden Sie in Alphabet investieren? Wir freuen uns auf Ihre Meinung!

 

Eingebundene Videos im Consorsbank Blog haben lediglich informativen Charakter und spiegeln nicht zwingend unsere Meinung wider.