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Weihnachtsgeld & Co.: Was tun mit Zusatzgeld vom Arbeitgeber?

Sie sind angestellt oder verbeamtet? Dann können Sie sich freuen. Denn meistens gibt es in der Weihnachtszeit und im Sommer zusätzliches Geld vom Arbeitgeber. Einmal in Form einer Weihnachtsgratifikation oder eines 13. Monatsgehalts und einmal als Urlaubsgeld.

 

Manche Arbeitgeber zahlen ihren Mitarbeitern auch Sonderprämien zur Hochzeit oder Geburt eines Kindes. Falls Sie die Finanzspritze nicht sofort ausgeben wollen, stellt sich die Frage: Was machen Sie damit? In diesem Beitrag lernen Sie vier Möglichkeiten kennen, wie Sie das Extra-Geld sinnvoll anlegen können. 

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Möglichkeit 1: Tagesgeldkonto – geeignet zum Aufbau notwendiger Geldreserven

Ist bei Ihnen das Geld mitunter knapp und kommt es öfter vor, dass Sie Ihren Dispokredit überziehen?

Dann gibt es für Weihnachtsgeld & Co. nur eine sinnvolle Verwendung: Legen Sie die zusätzlichen Euros auf ein Tagesgeldkonto. Das bringt Ihnen im aktuell sehr niedrigen Zinsumfeld zwar kaum Gewinne. Aber dafür sind Sie flüssig, wenn überraschend größere Ausgaben fällig werden. Etwa die Reparatur Ihres Autos, eine hohe Nebenkosten-Nachzahlung oder die Neuanschaffung eines Küchenherds.


Tagesgeld hat den Vorteil, jederzeit verfügbar zu sein. Das heißt: Sie können bankentäglich auf das Geld zugreifen und sind nicht – wie etwa bei Spar- und Festgeldkonten – an bestimmte Kündigungsfristen oder Laufzeiten gebunden. Wenn Sie eine verzinste, flexible Geldanlage möchten und durch eine Notreserve vermeiden wollen, auf Ihrem normalen Girokonto ins Minus zu rutschen, dann ist ein Tagesgeldkonto für Sie ideal.

 

Möglichkeit 2: Gehaltsumwandlung – zum Ansparen einer späteren Rente

Haben Sie über Ihren Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen? Zahlt er für Sie in eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds ein? Dann können Sie auch die sogenannte Gehaltsumwandlung wählen. Was heißt das?

 

Ihr Weihnachts- oder Urlaubsgeld wird Ihnen in diesem Fall nicht ausgezahlt, sondern fließt stattdessen in Ihre betriebliche Rente. Der Vorteil dabei ist: Auf das Geld fallen dann keine Steuern und Sozialversicherungen an, sofern bestimmte Obergrenzen nicht überschritten werden (4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung). Die gesamte Bruttosumme der Sonderzahlung kommt somit Ihrer Altersvorsorge zugute.

 

Aber: Sie können erst im Rentenalter auf das Geld zugreifen.  Auf die Auszahlungen werden zudem Steuern und Krankenkassenbeiträge erhoben. 

 

Möglichkeit 3: Riester-Rente – von staatlichen Zulagen zur Altersvorsorge profitieren

Wenn Sie aktuell das Geld erübrigen können, besteht auch die Option, es in Ihren Riester-Vertrag einzuzahlen. Bei dieser Sparform zahlen Sie die Beiträge aus dem Nettogehalt.


Ein Riester-Vertrag bietet Ihnen dafür staatliche Zulagen, nämlich bis zu 154 Euro Grundzulage pro Jahr und zusätzlich bis zu 185 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind. Bei Kindern, die ab 2008 geboren sind, erhalten Sie sogar bis zu 300 Euro Kinderzulage. In den kleinen Wörtchen „bis zu“ liegt das Geheimnis: Diese maximal möglichen Riester-Zulagen erhalten Sie nur, wenn Sie eine Mindesteinzahlung von 4 Prozent Ihres sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens in Ihren Riester-Vertrag leisten.

 

Das bedeutet: Haben Sie mit Ihren bisherigen Einzahlungen diese 4 Prozent noch nicht erreicht, dann können Sie sie mit Weihnachts- oder Urlaubgeld beziehungsweise 13. Monatsgehalt entsprechend aufstocken, um so die maximale Förderung zu erlangen. Möglich ist außerdem in bestimmten Fällen eine Steuerersparnis, wenn Sie Ihren Riester-Vertrag in der Anlage AV der Einkommensteuererklärung angeben.

 

Allerdings gibt es bei der Einzahlung in einen Riester-Vertrag auch einen Nachteil: Sie kommen vor dem Rentenalter an dieses Geld nur unter Abzügen von Kosten und Förderbeträgen heran. Deshalb sollten Sie sich gut überlegen, ob dieser Weg für Sie infrage kommt.

 

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Möglichkeit 4: Wertpapiersparplan – flexibel am Kapitalmarkt anlegen

Hat eine der ersten drei Geldanlage-Alternativen Sie bereits überzeugt? Wenn nicht, dann ist die hier vorgestellte vierte Möglichkeit für Sie vielleicht der Königsweg:

 

Richten Sie einen Wertpapiersparplan ein und kaufen Sie sich von den gezahlten Arbeitgeberboni, Gratifikationen oder sonstigen Sonderzahlungen jeweils Anteile an Fonds, ETFs, Aktien oder Zertifikaten. Wenn Sie bei der Consorsbank einen Wertpapiersparplan anlegen möchten, gehen Sie auf die Sparplan-Seite und klicken Sie auf die Schaltfläche „Sparplan starten“. Anschließen legen Sie fest:

  • welches Wertpapier Sie ansparen wollen
  • in welchem Turnus das geschehen soll (bei Sonderzahlungen empfiehlt sich ein- bis zweimal jährlich) 
  • wie viel Geld Sie für jeden Kauf aufwenden wollen (wenn Sie beispielsweise ein 13. Monatsgehalt bekommen, dann können Sie einmal jährlich Fondsanteile für die Nettoauszahlung dieses Geldes kaufen).

Bei der Consorsbank stehen Ihnen dabei über 450 Fonds und ETFs und über 200 Aktien und Zertifikate als Sparplan zur Auswahl, und Sie entscheiden selbst, in was Sie investieren wollen. Beispielsweise in deutsche Aktien. Oder in Mischfonds, die in verschiedene Anlageklassen investieren Oder in Rohstoffe. Oder in Index-) ETFs, die einen ganzen Markt abdecken.

 

Die Alternativen sind schier unbegrenzt. Und das Schönste ist: Viele dieser Fonds und ETFs gibt es ohne Ausgabeaufschlag und Transaktionskosten. Die Aktien und Zertifikate sind mit einer fairen Sparplangebühr von 1,5% der Sparrate bepreist.


Sie müssen allerdings wissen: Wie Aktien, Anleihen, Indizes oder Rohstoffe unterliegen auch Fondsanteile börsentäglichen Schwankungen. Ihr Vermögen kann also auch einmal weniger werden, wenn die Börsenstimmung entsprechend schlecht ist. Empfehlenswert sind Sparpläne daher vor allem bei einem langfristigen Anlagehorizont (ab 10 Jahre).

 

Was sind die Vorteile von Sparplänen? Sie kaufen die Wertpapieranteile im Durchschnitt günstig ein (cost-average-Effekt), denn Ihre Kaufraten sind immer gleich hoch. Daher werden mehr Anteile gekauft, wenn die Kurse diese gerade niedrig sind, und weniger, wenn die Kurse hoch sind. Ein Vorzug ist außerdem, dass Sie flexibel sind: Sie können jederzeit auf das angesparte Vermögen zugreifen, also Wertpapieranteile verkaufen, wenn Sie gerade Geld brauchen.

 

Sie können die Sparraten nach Belieben hinauf- oder herabsetzen je nachdem, was Ihre finanzielle Situation aktuell erlaubt oder erfordert. Und Sie können jederzeit beschließen: „Jetzt ist genug gespart, und ich genieße die Früchte meines Investments!“

 

 

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 Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Für Weihnachts- und Urlaubsgeld gibt es unterschiedliche Investment-Möglichkeiten. Vier davon stellt dieser Artikel vor. 
  • Erste Möglichkeit ist ein Tagesgeldkonto. Vorteil: Sie haben eine jederzeit verfügbare Geldreserve für eventuelle Notfälle. Nachteil: Die Verzinsung ist gering.
  • Zweite Möglichkeit wäre eine Gehaltsumwandlung, die in eine Direktversicherung fließt. Vorteil: Die Zahlung bleibt steuer- und sozialversicherungsfrei. Nachteil: Das Geld ist bis zur Rente gebunden.
  • Eine dritte Möglichkeit ist, mit dem Geld zu riestern. Vorteil: Sie erhalten staatliche Zulagen und eventuell zusätzliche Steuervergünstigungen. Nachteil: Sie haben erst im Rentenalter Zugriff auf das Geld.
  • Viertens besteht die Möglichkeit eines Wertpapiersparplans. Vorteil: Sie können schon mit kleinen Beträgen regelmäßig sparen - Sonderzahlungen sind ebenfalls möglich. Auf Ihr Vermögen haben Sie jederzeit Zugriff,, indem Sie angesparte Wertpapieranteile wieder verkaufen. Nachteil: Ihr angespartes Vermögen unterliegt Kursschwankungen, weshalb sich ein langer Anlagehorizont empfiehlt.