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Video-Streaming-Branche verzeichnet deutliche Zuwächse

In den letzten Jahren verzeichnete die Streamingbranche deutliche Zuwächse. Für 2016 erwarten Experten ein Umsatzplus von 24% gegenüber dem Vorjahr. Damit entwickelt sich die Streamingbranche zu einer ernsten Konkurrenz für Pay-TV und klassisches Fernsehen.

 

 

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Diese Entwicklung ging mit der steigenden Kapazität und Leistungsfähigkeit der Computerhardware und der Verbreitung moderner Techniken einher. 2005 trat die Branche mit der Gründung von Videoportalen wie YouTube oder MyVideo ihren Siegeszug an. Inzwischen kann sich kaum ein Medienunternehmen dem Trend entziehen, sodass selbst die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland eigene Audio- und Videoangebote betreiben.

 

Videostreaming_Branche.jpg

 

Streaming löst den Download ab

 

In den 1990er Jahren begann das Internet, mit dem Angebot von Musikdownloads und Video-on-Demand zu einer Konkurrenz für die Musik- und Unterhaltungsindustrie zu werden. Leistungsstarke Breitband-Internetverbindungen sowie hohe Festplattenkapazitäten ermöglichten erstmals den Download von Musik und ganzen Videofilmen aus dem Internet. Nachdem die Branche Einnahmeverluste durch die anfangs noch kostenlosen Angebote beklagte und sich auf Urheberrechte berief, reagierten Gerichte, Gesetzgeber und Strafverfolgungsbehörden mit Abmahnungen und Anzeigen.

 

Streaming ist legal und überall verfügbar

 

Einfacher, bequemer und legal ist das Streaming von Musik und Filmen über Portale im Internet. Dank verbesserter und stabilerer Übertragungsraten der Verbindungen sowie wachsender Serverkapazitäten auf Anbieterseite gewinnt die direkte Übertragung zunehmend an Bedeutung. Im Gegensatz zum zeitaufwendigen Download mit anschließender Speicherung auf externen Medien erlaubt das Streaming mit der zeitgleichen Übertragung und Wiedergabe die Nutzung von Musik- und Videodateien jederzeit und beinahe überall. Da keine Kopie erstellt wird, verletzt es auch nicht den Kopierschutz.

 

Videostreaming in Deutschland

 

Der bekannteste internationale Anbieter ist die Googletochter YouTube, die auch im deutschsprachigen Internet vertreten ist und kostenloses Streaming anbietet. Echtes kostenloses Video-on-Demand mit Serien, Dokumentationen und Filmen bieten vor allem die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender mit ihren Mediatheken an, wobei es sich vorwiegend um Wiederholungen bereits ausgestrahlter Sendungen handelt.

 

 

Private Fernsehsender sind mit Wiederholungen ihrer Programme in Deutschland vertreten. Der Videokanal MyVideo ist ein Tochterunternehmen der ProSiebenSat.1 Group und zählt laut einer Studie der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.V. zu den 25 Internetauftritten mit den stärksten Reichweiten in Deutschland. Wie YouTube finanziert sich MyVideo vorwiegend durch Werbung und bietet seinen Dienst kostenlos an. Während bei YouTube vor allem Aufzeichnungen privater Nutzer veröffentlicht werden, bietet MyVideo eine Kombination aus TV-Serien und privaten Videos. Zu den erfolgreichen werbefinanzierten Anbietern in der Streamingbranche in Deutschland gehören

 

  • YouTube
  • MyVideo
  • Vimeo
  • Facebook
  • T-Online
  • web.de
  • Yahoo

 

Der Digitalverband Bitkom und das Marktforschungsinstitut IHS erwarten für dieses Marktsegment in diesem Jahr Umsätze von 316 Millionen Euro. Die Umsätze kostenpflichtiger Videoangebote sollen im gleichen Zeitraum auf rund 401 Millionen Euro steigen. Insgesamt ist damit ein Anstieg von 24 % gegenüber den Umsätzen von 579 Millionen Euro im Jahr 2015 zu erwarten. Zu den Anbietern, die kostenpflichtig eine große Auswahl an ständig verfügbaren Filmen und Serien anzeigen, gehören

 

 

Die kostenpflichtigen Portale bieten ihren Kunden Abonnements zum monatlichen Festpreis sowie Filme zum Einzelkauf an. Mehr als 75 % der Internetnutzer streamen regelmäßig Videos. Das Interesse am Videostreaming erstreckt sich über alle Altersgruppen, wobei

 

  • 91 % der 14- bis 49-Jährigen,
  • 60 % der 50- bis 64-Jährigen,
  • 28 % der über 64-Jährigen

 

regelmäßig Streaming-Portale nutzen.  

 

Videostreaming bei Pay-TV-Anbietern

 

Langfristig verdrängt das Streaming das klassische Fernsehen. Dazu tragen neben leistungsstarken Monitoren, den Empfangsmöglichkeiten auf Tablets und Smartphones auch die immer stärker verbreiteten internetfähigen TV-Geräte bei. Filme, Serien und Dokumentationen dann anzusehen, wenn der persönliche Tagesablauf es zulässt und nicht mehr an Ausstrahlungstermine gebunden zu sein ist auch für überzeugte Zuschauer der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender reizvoll.

 

Videostreaming_Filme und Serien.jpg

 

Noch stärker ist die Nutzung des flexiblen Angebots der Dienstleister bei den jüngeren und vorwiegend auf private Fernsehsender konzentrierten Zuschauern verbreitet. Einer repräsentativen Umfrage von Bitkom zufolge ersetzten bereits 2014 rund 13 Millionen Bundesbürger das klassische Fernsehprogramm durch Videostreaming. Die zu erwartenden zukünftigen Entwicklungen fallen eindeutig zugunsten der flexiblen und weitgehend innovativen Programmwahl aus. Am stärksten sind die traditionellen Pay-TV-Anbieter von der neuen Entwicklung betroffen. In Deutschland sind das vor allem Sky, Unitymedia, die Telekom sowie Kabel Deutschland.

 

Fazit:

 

  • Die Video-Streaming-Branche revolutioniert die Film- und Fernsehgewohnheiten.
  • Internetnutzer aller Altersgruppen nutzen regelmäßig die Angebote.
  • 2014 ersetzten 13 Millionen Bundesbürger das klassische Fernsehprogramm teilweise durch Videostreaming.
  • Zukünftig ist eine deutlich stärkere Nutzung der Plattformen zu erwarten.
  • Experten erwarten für 2016 einen Umsatzanstieg von 24 Prozent.

 

Sind Video-Streaming-Angebote für Sie eine Alternative zum klassischen Fernsehen? Teilen Sie uns in den Kommentaren Ihre Erfahrungen mit den verschiedenen Plattformen mit!

  

Eingebundene Videos im Consorsbank Blog haben lediglich informativen Charakter und spiegeln nicht zwingend unsere Meinung wider. 

2 Kommentare

Häufiger Besucher

Ich teile die Ansicht, dass erstens das Zeitalter des klassischen „fern Sehens“ bald vorbei ist und zweitens, dass da einiges an Potenzial im Markt liegt. Das wirklich Gute ist, für einen monatlichen Betrag ist man definitiv legal dabei.

 

Ich nutze nur noch Streaming Inhalte weil ich mir persönlich einfach nicht vorschreiben lassen möchte wann ich was schauen soll. Der Inhalt ist auf meine Vorlieben und Gewohnheiten zugeschnitten den ich suche den selbst aus. Vorbei die Zeiten wo ich zwischen Rosamunde Pilcher, Musikantenstadl und einen lächerlichen „Fernseh-Event“ bei den Privaten wählen musste.


Häufiger Besucher

Video-Streaming ist auf jeden Fall die Zukunft! Ich nutze z.B. Netflix, man kann einfach das ansehen, was man möchte. Mit Apple TV habe ich die Möglichkeit auf mehrere Streaming-Dienste per App zuzugreifen. Auch Apps von ZDF oder ARD wurden schon für Apple TV kreiert, diese sollten sich tatsächlich bemühen mit guten Streaming-Diensten am Markt zu überleben.