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Urlaub mit Airbnb und Uber - was ist dran am Trend?

von ‎24.09.2019 09:12 , bearbeitet ‎24.09.2019 09:23

Airbnb und Uber mischen das Geschäft mit Urlaubsunterkünften und Taxifahrten ordentlich auf. Jetzt wollen sich beide Unternehmen auch an der Börse beweisen. Doch wo geht die Reise, angefeuert mit Investorengeld, hin? Wir haben für Sie beide Dienste unter die Lupe genommen.

 

Das citynahe Apartment mit Blick auf die Seine war schnell online auf Airbnb gefunden. Mit dem Uber geht es dann vom Flughafen direkt zur Ferienwohnung. So sieht Urlaub heute in Paris und andernorts aus. In zahlreichen Städten rund um den Globus bieten die Unternehmen ihre Dienste an – Airbnb als Community-Marktplatz für die Buchung von Unterkünften und Uber als Vermittlungs-App für Fahrten.

 

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Sein "Zuhause" im Urlaub mit Airbnb buchen

 

Airbnb unterscheidet sich von anderen Buchungsseiten insofern, als dass jeder darauf eine Unterkunft inserieren kann. Vom Zimmer in der eigenen Wohnung bis hin zum luxuriösen Penthouse reicht das Angebot an Quartieren für Besucher. Damit hat Airbnb auch für private Vermieter die Tür geöffnet, die mit ihrer Immobilie etwas dazuverdienen möchten.

 

Welche Vorzüge bietet mir die Airbnb-Bleibe gegenüber dem Hotel?

 

Der Erfolg von Airbnb ist wahrscheinlich gerade auf seiner neuartigen Idee der Vermietung von Unterkünften fernab der typischen Hotelanlagen zurückzuführen. Da liegen die Vorteile des Community-Marktplatzes nicht fern:

 

  • Auf der Plattform lassen sich nach persönlichen Vorlieben ganze Unterkünfte, Privatzimmer im eigenen Heim des Vermieters oder auch geteilte Zimmer mit Couchsurfing-Atmosphäre buchen
  • Die Preise liegen gerade bei Privatunterkünften nicht selten unter denen für Hotelzimmer
  • Airbnb erleichtert den Kontakt zu Einheimischen und ermöglicht authentisches Wohnen im fremden Land
  • Die Zimmerbörse entspricht der sozial verbindenden und ökologisch nachhaltigen "Sharing Economy"

 Wo liegen die Kritikpunkte an Airbnb?

 

Airbnb ist ein milliardenschwerer Gigant im hart umkämpften Geschäft mit Urlaubern. Da verwundert es nicht, dass auch die Kritikerstimmen nicht weit sind. Diese werfen Airbnb insbesondere die folgenden Punkte vor:

 

  • Airbnb ist mit dafür verantwortlich, dass es in städtischen Regionen kaum mehr bezahlbaren Wohnraum gibt
  • Aus dem einstigen Start-up für die private Zimmervermietung ist einer der größten Tourismus-Anbieter geworden, den mittlerweile vorwiegend kommerzielle Vermieter nutzen

 Den lokalen Chauffeur auf Knopfdruck über die Uber App buchen

 

Einer der Nachbarn von Airbnb aus dem einflussreichen Silicon Valley ist Uber, ein Online-Vermittlungsdienst für Personenfahrten. Auch Uber folgt dem Leitspruch der "Sharing Economy". Beim Service UberPop finden Fahrer mit ihrem privaten Fahrzeug und Kunden mit Beförderungsbedarf zusammen, woraus Mitfahrgelegenheiten hervorgehen sollen. Tatsächlich tritt Uber aber als Konkurrent zu lokalen Taxibetrieben weltweit auf und hat sich damit nicht nur Freunde gemacht.

 

Was sind die Vorteile von Uber?

 

Kunden loben Uber aufgrund der folgenden Vorzüge:

 

  • einfache und bequeme Buchung per App
  • günstiger als eine reguläre Taxifahrt
  • meist ohne langes Warten verfügbar

 

 Welche Kritik muss Uber einstecken?

 

An Kritik mangelt es Uber sicher nicht. Die Gründe dafür sind meist folgende:

 

  • Uber Partner-Fahrer nehmen Taxiunternehmen das Geschäft weg. Besonders die extrem teuren Taxi-Lizenzen in Großstädten wie New York lohnen sich jetzt für viele Fahrer nicht mehr
  • Uber Partner-Fahrer und ihre eigenen Kfz unterliegen keiner so strengen Kontrolle wie Taxis, weshalb gerade das Thema Sicherheit immer wieder eine Rolle spielt
  • Die Geschäftspraktiken stoßen Kunden zum Teil auf – es kann zu einer plötzlichen Erhöhung des aktuellen Fahrtpreises bei hoher Nachfrage kommen

 

 Airbnb und Uber an der Börse - worum geht es dabei?

 

Uber hat es bereits gewagt, Airbnb bereit sich derzeit darauf vor  der Börsengang beider Unternehmen wird von Investoren mit Spannung beobachtet.

 

Uber strebt an die Börse und navigiert sich zeitweise ins Minus

 

Wirklich profitabel ist das operative Geschäft der Taxi-App nicht. Für den Börsengang hat sich Uber nun zusätzlich hohe Kosten auferlegt. Beim Verkauf der ersten Aktien kamen dann noch weniger Investorengelder zusammen als angestrebt  nichtsdestotrotz zählt der Börsengang als einer der größten in der Finanzgeschichte. Warum hat sich Uber dazu entschlossen, an der Wall Street zu notieren? Die Hintergründe für das Börsendebüt lassen sich wohl in den Ambitionen des Unternehmens finden, als Allround-Anbieter für mobilen Service aller Art durchzustarten. Und dafür braucht es frisches Kapital.

 

Airbnb hat es noch vor - der Börsenstart steht an

 

Nicht weniger heiß diskutiert wird der Börsengang von Airbnb. Auch Airbnb hat es sich zum Ziel gesetzt, weiter zu expandieren und das Kapital aus dem Verkauf von Aktien für Wachstum zu nutzen. Auf dem Erfolgsweg zum Full-Service-Reiseanbieter hat Airbnb zuletzt Plattformen wie LuxuryRetreats und Gaest aufgekauft. In Zukunft sollen weitere Dienste dazukommen, die Airbnb weitere Marktanteile sichern sollten. Mit dem Börsengang bietet sich für Anleger die Chance, an diesem Wachstumsmarkt teilzuhaben.

 

Fazit:

 

  • Airbnb und Uber sind beliebt bei Urlaubern; die Risiken der Buchungs-Dienste sind dennoch zu berücksichtigen
  • Beim Börsenstart hat Uber leicht geschwächelt, weitere Entwicklungen sind abzuwarten
  • Airbnb arbeitet mit Hochdruck am geplanten Börsenstart und weckt das Interesse der Anleger

 

Haben Sie selbst schon einmal einen Urlaub via Airbnb und Uber unternommen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns und unseren Lesern!