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Urlaub fast ohne Geld – Couchsurfing und Co. machen es möglich!

11.06.2015 09:48

Reisen ohne viel Geld

 

Ein Urlaub mit geringem Budget ist nur etwas für Studenten, die auf jeden Euro achten müssen? Mitnichten! Solch ein Anreiz kann ein spannendes Experiment sein, das Reisenden ganz neue Perspektiven aufzeigt. Wer versucht, im Urlaub mit möglichst wenig Geld auszukommen, muss kreativ sein und neue Wege gehen. Dieser Artikel stellt drei Trends vor, die das Reisen mit vergleichsweise wenig Geld ermöglichen.

 

Günstig übernachten.jpg

Couchsurfing: Urlaub mitten im wahren Leben

 

Über die Community bieten ganz normale Menschen im Internet Übernachtungsmöglichkeiten und andere Hilfen für Reisende an. Der Reisende kommt also umsonst in privaten Wohnungen unter, spart sich somit teure Hotels und gewinnt sofort Anschluss an die Kultur, die es zu entdecken gilt.

  

Wer nicht gleich in fremden Betten oder auf fremden Sofas nächtigen möchte, kann durch die Nutzung der einschlägigen Portale auch andere Dienste in Anspruch nehmen – zum Beispiel eine Stadtführung mit einem Einheimischen, die sicherlich nicht nur zu den allseits bekannten Touristenmagneten führt. Neben couchsurfing.org existieren einige weitere Websites, die es Reisenden ermöglichen möchten, auf die beschriebene Art und Weise in der Weltgeschichte herumzukommen.

 

Hier eine kleine Auswahl:

  • WWOOF: Die Besonderheit bei diesem Netzwerk ist, dass die Gäste auf Bauernhöfen arbeiten, um eine kostenlose Unterkunft und Verpflegung zu erhalten.
  • The Hospitality Club: Eines der ersten Gastfreundschaftsnetzwerke.
  • BeWelcome und viele weitere Anbieter finden sich im Beitrag „Couchsurfing Alternatives

Ob diese Art zu reisen eine Option ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Der typische Couchsurfer sollte mindestens folgenden Eigenschaften mitbringen:

 

  • Lust auf neue Kontakte: Menschenscheu sollten Couchsurfer sicherlich nicht sein, denn sie lernen ihren Gastgeber in der Regel hautnah kennen und verbringen im Idealfall auch recht viel Zeit mit ihm. Praktisch ist es da unter anderem auch, wenn die sprachlichen Voraussetzungen für eine mehr oder weniger reibungslose Kommunikation gegeben sind.

  • Neugier: Land und Leute auf eine andere Art und Weise kennenzulernen, erfordert Neugier und Aufgeschlossenheit. Wer lediglich das Standardprogramm für Touris wünscht, ist eventuell mit den klassischen Reiseformen besser beraten.

  • Toleranz: Ob zum Beispiel der Gastgeber oder die Sauberkeit der Unterkunft im Detail Ihre Erwartungen erfüllen, zeigt sich eventuell erst, wenn Sie vor Ort sind. Eine ordentliche Portion soziale Kompetenz, Toleranz und Gelassenheit sollten Sie also schon vor Abreise in Ihren Koffer packen.

  • Planungsgeschick: Wenn es einmal wirklich gar nicht zwischen Ihrem Gastgeber und Ihnen passen sollte, möchten Sie sich vielleicht doch lieber eine andere Unterkunft suchen. Spontanität und Planungsgeschick sind dann notwendig.

  • Einen Hauch von Risikobewusstsein: Zwar versucht zum Beispiel couchsurfing.org die Sicherheit der Reisenden auf unterschiedliche Weise zu gewährleisten, etwas risikobehaftet bleibt das Couchsurfing dennoch. Schließlich wissen Sie nie ganz genau, an wen Sie geraten.

Haus- oder Wohnungstausch: Vertraust du mir, vertraue ich dir!

 

Können Sie es sich nicht vorstellen, im Beisein fremder Menschen in einer ebenfalls fremden Wohnung zu übernachten? Eventuell kommt für Sie dann aber zumindest der Haus- oder Wohnungstausch infrage.

 

Bei diesem Reisetrend kommen Sie auch in einem Privatquartier unter, sind dort allerdings in der Regel allein. Gleichzeitig bieten Sie im Gegenzug Ihr Zuhause an, sodass Ihr Gastgeber sich dort eine schöne Zeit machen kann. Soweit der klassische Haus- bzw. Wohnungstausch – natürlich gibt es aber auch noch Varianten: etwa das Haushüten, das zeitversetzte Tauschen oder das einfache Anmieten von privaten Unterkünften zum Beispiel über entsprechende Internetportale.

 

Für wen eignet sich der Haus- bzw. Wohnungstausch?

 

Infrage kommt das Konzept des klassischen Haus- bzw. Wohnungstausches, wodurch sich die Urlaubskosten durchaus reduzieren lassen, vor allem für Eigentümer, aber in gewisser Hinsicht auch für Mieter. Was Letztere dabei allerdings unbedingt beachten sollten, klären unter anderem die „mietrechtlichen Tipps zum Wohnungstausch“ auf den Internetseiten des Berliner Mietervereins.

 

Auch neben mietrechtlichen Aspekten gibt es beim Wohnungs- bzw. Haustausch einiges zu berücksichtigen: Selbstverständlich ist auch diese alternative Reiseform nicht ganz risikolos, weshalb ein entsprechender Versicherungsschutz aufseiten der beiden Reiseparteien bestehen sollte. Zudem können Kosten für die Nutzung entsprechender Internet-Portale anfallen, die eine Vermittlungsrolle übernehmen. Mitunter offerieren diese Anbieter allerdings auch Garantien, die das Tauschen zusätzlich absichern. Informieren Sie sich vorab gründlich über die Anbieter, aber auch über mögliche Fallstricke!

 

Work and Travel.jpg Work and Travel: Vergnügen durch Arbeit finanzieren

 

„Work and Travel“ – das ist der Wunsch vieler Abiturienten, die sich zwischen Schule und Studium eine mehr oder weniger freie Zeit für neue Erfahrungen und zur Orientierung wünschen. Wie der Name schon sagt, verbirgt sich hinter „Work and Travel“ eine Reiseform, bei der auch das Arbeiten nicht zu kurz kommt. Durch kleine Jobs während der Reise lässt sich der Aufenthalt zumindest teilweise finanzieren.

Nicht nur Abiturienten, auch „ältere Semester“ sind dieser Erfahrung oft nicht abgeneigt – allerdings kann ein zu hohes Alter mitunter die Work-and-Travel-Pläne aufgrund von Visa-Bestimmungen durchkreuzen. Infos zu den „Working Holiday Programmen“ Deutschlands erhalten Sie auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes.

 

Eine Work and Travel Reise sollte gut geplant sein – schließlich ist sie in der Regel als längerer Auslandsaufenthalt konzipiert. Die Mühe kann sich aber ohne Frage bezahlt machen – sogar in Hinblick auf spätere Karrierechancen. Arbeitgeber sehen es sehr gern, wenn Bewerber Auslandserfahrungen vorweisen können.

 

Mitunter geht es ihnen dabei primär auch gar nicht um die ausgeübten Tätigkeiten, sondern vielmehr darum, dass der Work-and-Travel-Reisende seine Eigenständigkeit, Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Weltoffenheit unter Beweis stellen konnte. Als Souvenirs bringen die Reisenden zudem oft gute Kenntnisse einer neuen Sprache sowie ausgeprägte Sozialkompetenz mit.

 

Cortal Consors Blog.pngDie wichtigsten Punkte auf einen Blick 

 

  • Ohne viel Geld zu verreisen, ist ein spannendes Experiment, das nicht nur für Sparfüchse interessant ist.
  • Beim Couchsurfing übernachten Reisende bei Privatpersonen. Auf diese Weise sind ganz neue Einblicke in fremde Kulturen zu gewinnen und im Idealfall sogar neue Freundschaften.
  • Beim klassischen Haus- bzw. Wohnungstausch überlassen Reisewillige ihr angestammtes Zuhause fremden Personen und machen als Gegenleistung am jeweils anderen Ort Urlaub. Viele weitere Sonderformen des Haus- bzw. Wohnungstausches existieren.
  • Sowohl Couchsurfing als auch der Haus- bzw. Wohnungstausch sind nicht ganz risikolos und erfordern von den Reisenden viel Vertrauen und auch eine kleine Portion Mut. Ohne Zweifel ist es wohl eine Typ-Frage, wie angenehm diese Reisevarianten empfunden werden.
  • Das Konzept „Work and Travel“ ermöglicht vor allem jüngeren Reisenden längere Auslandsaufenthalte. Zumindest einen Teil der Reisekosten decken sie dabei durch die Ausübung kleiner Jobs vor Ort.

 

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Couchsurfing gemacht, oder können Sie sich vorstellen das einmal selbst auszuprobieren? Wir freuen und auf Ihre Meinungen und Kommentare!

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