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Update: Erneute Verunsicherung nach chinesischen Wirtschaftsdaten

Am Donnerstag, den 07.01.2016 setzen sich die Verluste an den internationalen Aktienmärkten fort. Auslöser waren wiederholt schlechte Daten aus China.

 

Am Mittwoch, den 06.01.2016 wurde der Einkaufsmanagerindex für den chinesischen Servicesektor veröffentlicht. Nach 51,2 Punkten im November notiert er nun bei 50,2 und signalisiert ein nur schwaches Wachstum für den Servicesektor. Zusammen mit der schlechten Stimmung im verarbeitenden Gewerbe trägt dies zur Verunsicherung an den Börsen bei. Zusätzlich wertet die chinesische Währung, der Renminbi (auch Yuan genannt), weiter ab.

 

Der Handel an den chinesischen Börsen musste nach dem zweiten Intraday-Kurssturz von 7% in diesem Jahr wieder unterbrochen werden. Die europäischen Börsen und die Futures für die amerikanischen Aktien wurden ebenfalls von der schlechten Stimmung erfasst. Der DAX 30 fiel unter die Marke von 10.000 Punkten.

 

Erneute Verunsicherung nach chinesischen Wirtschaftsdaten.jpg

 

Die fundamentale Einschätzung der Bewegung bleibt unverändert. Wie im Blog-Beitrag

"Das Jahr 2016 beginnt mit einem Paukenschlag" beschrieben, erreicht die Schwäche der chinesischen Wirtschaft bislang keine unerwarteten Ausmaße und stellt keine Bedrohung für das Wirtschaftswachstum in Europa und den USA dar. In beiden Regionen sind der Konsum und die Binnennachfrage die treibende Kraft des Aufschwungs. Der niedrige Ölpreis wirkt in diesem Zusammenhang überwiegend positiv. Die Abwertung des Renminbi ist eine aktuell maßvolle Korrektur der Stärke in den vergangenen Jahren.

 

Die Kursverluste des heutigen Donnerstags trüben charttechnisch das Gesamtbild des Weltmarktes. Auf Wochenbasis liefert der Trendfolgeindikator MACD ein Verkaufssignal. Die nächste Unterstützung liegt bei 9.800 Punkten. Danach kommt der wichtige Unterstützungsbereich zwischen 9.400 und 9.600 Punkten in Reichweite. Sofern in den kommenden Tagen keine technische Gegenreaktion einsetzt, ist das Testen dieses Kursbandes wahrscheinlich.

 

Aufgrund der fundamentalen Einschätzung sehen wir die aktuellen Kursturbulenzen weiterhin als Kaufgelegenheit.

2 Kommentare

Häufiger Besucher

Den europäischen Börsianern hat es doch schon immer an Selbstbewusstsein gemangelt. Früher sind wir der Wall Street hinterhermaschiert, jetzt lassen wir uns auch noch von den Zockerbörsen in Shanghai und Shenzhen verunsichern.

 

Dabei sollte eigentlich bekannt sein, dass in China die Wettleidenschaft und Gamber-Mentalität der Chinesen die Kurse mehr beeinflussen als rationale Investitionsentscheidungen - die aufgrund mangelnder Transparenz der Unternehmen ja auch schwer zu treffen sind.

 

So what, haben wir halt wieder eine gute Einstiegsgelegenheit für Aktien von Unternehmen, die ihr Geld vorwiegend in Europa verdienen und von schwacher China-Konjunktur unberührt bleiben


Regelmäßiger Autor

Ich weis nicht, ob das so einfach ist. Die amerikanischen Banken warnen ihre Anleger vor dem Ende der jahrelangen Hausse. Sie empfehlen den Verkauf der Aktien während Erholungsphasen. Das haben wir ja auch am Freitag gesehen. Ich glaube China ist nur ein Vorwand um die Aktien auch mal auf ein normales Niveau zu bringen. Die meisten Aktien sind ja auch letztes Jahr gesunken. Nur die großen Technologieaktien haben den Dow so hoch getragen. Da kommt China gerade recht um auch mal an sinkenden Kursen garantiert zu verdienen.