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Studienfinanzierung: Grundlage für erfolgreiches Lernen

Kredit, Darlehen oder Stipendium: Mit der richtigen Studienfinanzierung schaffen Sie eine optimale Grundlage für Studium und Berufseinstieg.

 

Juristen, Ingenieure oder Mediziner – Fachkräfte mit akademischem Abschluss sind auf dem Arbeitsmarkt begehrt. Wer sich für ein Studium interessiert, muss einen Studienplatz ergattern und anschließend die Studienfinanzierung klären. Wenn die Förderung über BAföG nicht infrage kommt, bieten sich weitere Optionen.

 

Dazu zählen unter anderem staatliche Zuschüsse, Kredite oder Stipendien. Welche Studienfinanzierung geeignet oder empfehlenswert ist, kommt häufig auf den jeweiligen Einzelfall an. Um die Studienfinanzierung zu planen, ist der individuelle Bedarf zu ermitteln. Neben den Kosten für Wohnung oder Wohnheim und Lebensunterhalt sollten die Lernmittel berücksichtigt werden.

 

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Studienfinanzierung für junge Studenten

 

Studieneinsteiger und Studierende haben die Möglichkeit, von verschiedenen Stellen finanzielle Unterstützung zu erhalten. Dabei ist auch das Alter entscheidend:

 

  • Auf das Kindergeld besteht bis zum 25. Lebensjahr Anspruch.
  • Bei familiären Konflikten können Studierende beantragen, das Kindergeld selbst zu erhalten.

 

Wenn kein Anrecht auf BAföG besteht, liegt dies in der Regel am Einkommen der Eltern. Daher sind die Eltern verpflichtet, sich an den Kosten für die Ausbildung der Kinder zu beteiligen. Tatsächlich finanzieren die meisten Studenten ihr Studium über die Unterstützung der Eltern.

 

  • Unterstützung vor BAföG: Förderung wird verweigert, wenn Eltern die Kosten tragen können.
  • Die Unterstützung ist unabhängig vom Berufswunsch, über den Kinder selbst bestimmen.
  • Beim Studium wird die Beihilfe für die Dauer der Regelstudienzeit gezahlt.
  • Die Höhe der Unterstützung richtet sich nach dem Einkommen der Eltern.

 

Stipendien: Unterstützung bei Begabung

 

Eine weitere Option der Studienfinanzierung sind Stipendien. Sie werden durch Stiftungen, Förderungseinrichtungen und private Unternehmen angeboten – und eine Rückzahlung ist generell nicht vorgesehen. Dennoch ziehen nur wenige Studierende ein Stipendium in Erwägung. Das liegt vor allem am Auswahl- und Bewerbungsprozess, für den die Anforderungen und Kriterien je nach Einrichtung variieren.

 

  • In der Regel werden herausragende, akademische Leistungen verlangt.
  • Die Qualifikation wird durch Zeugnisse, Empfehlungsschreiben und Bewerbungsgespräche nachgewiesen.
  • Ebenfalls bedeutsam sind soziales Engagement und persönlicher Hintergrund.
  • Viele Stiftungen haben eine ideologische Ausrichtung, der sich Stipendiaten verpflichten.
  • Es besteht kein Anspruch. Deshalb sind Stipendien insgesamt unsicher für die Studienfinanzierung.

 

Studienkredit und Darlehen: Rückzahlung mit Zinsen

 

Weiterhin haben Studierende die Möglichkeit, die Studienfinanzierung zum Beispiel über einen Kredit sicherzustellen. Im Gegensatz zum BAföG werden oftmals Zinsen fällig. Die Modalitäten der Rückzahlung variieren je nach Anbieter. Ob sich das Risiko lohnt, richtet sich nach den Berufsperspektiven und der Situation auf dem Arbeitsmarkt.

 

  • Risiken bei privaten Krediten: Rückzahlung nach Frist, mit festen Raten.
  • Gegebenenfalls Zahlungsunfähigkeit, wenn nach Fristablauf keine Beschäftigung gefunden wurde.
  • Vorteil von Bildungsfonds: Einkommen und Beschäftigungsverhältnis werden berücksichtigt.
  • Studiendarlehen: zinsloses Darlehen in Sonderfällen, etwa beim Studienabschluss.
  • Bildungskredit: günstige Zinsen, begrenzt auf 24 Monate.

 

Arbeiten und studieren: Nebenjobs und duales Studium

 

Zur Studienfinanzierung, für die praktische Erfahrung oder den nächsten Urlaub: Jeder zweite Student hat einen Nebenjob, über 60 Prozent jobben während der Semesterferien. Wie gut sich Studium und Arbeit vereinbaren lassen, hängt von der Tätigkeit ab. Studentische Mitarbeiter werden an Universitäten und Fachhochschulen, aber auch von vielen Unternehmen beschäftigt. So bietet sich häufig die Option, erste Berufserfahrung zu sammeln und zugleich die Studienfinanzierung zu sichern. Nicht zuletzt versprechen sich viele Studenten vom Nebenjob bessere Chancen beim Berufseinstieg. Wer Theorie und Praxis direkt verbinden möchte, entscheidet sich für ein duales Studium. Hier studieren Einsteiger parallel zur Arbeit im Unternehmen, das die Studienfinanzierung übernimmt.

 

Die individuelle Studienfinanzierung

 

Wer ein Studium anstrebt, kann bei vielen Stellen finanzielle Unterstützung beantragen. Kindergeld, Unterhalt und BAföG stellen aufgrund des rechtlichen Anspruchs eine gute Grundlage dar, um für den Lebensunterhalt zu sorgen. Bei guten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt besteht aber auch bei Krediten meist nur ein geringes Risiko. In diesem Fall ist jedoch genau zu beachten, wann die Rückzahlung beginnt und wie hoch die monatlichen Raten ausfallen.

 

Eine Alternative, von der die Mehrheit der Studenten Gebrauch macht, ist das Jobben – vor allem in der vorlesungsfreien Zeit. Je nach Tätigkeit und Arbeitszeiten gilt es aber, das Lernen nicht zu vernachlässigen. Dies gilt umso mehr, da etwa eine Studienfinanzierung über Kindergeld (wird nur bis zum 25. Lebensjahr gezahlt) und Unterhalt nur die Regelstudienzeit abdeckt. Welche Kombination der Finanzierung ist Ihrer Ansicht nach sinnvoll? Berichten Sie von Ihren Erfahrungen und diskutieren Sie über die Vor- und Nachteile!

 

Fazit:

 

  • zu unterscheiden: rechtlich garantierte und private Unterstützung
  • interessant für junge Studenten: Kindergeld, Unterhalt oder BAföG
  • Stipendien: keine Rückzahlung, dafür Bewerbungsprozess
  • privatwirtschaftliche Kredite: auf Rückzahlungsfrist und Raten achten
  • Vorteile von Nebenjobs: Berufserfahrung, Kontakt zu Unternehmen
  • duales Studium: Arbeit im Unternehmen und paralleles Studium