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Sind Aktien nur was für Zocker? Eine neue Studie räumt auf mit Vorurteilen.

von ‎05.03.2015 14:00 , bearbeitet ‎05.03.2015 14:10
4 Kommentare , 1 Like

 

Die Deutschen sind der Investition in Aktien gegenüber traditionell eher skeptisch eingestellt. Vor allem im Vergleich zu Anlegern in Großbritannien oder den USA. Die Gründe dafür kann man in den verschiedenen Krisen und Börsencrashs suchen, die – nicht nur – uns Deutsche seit dem schwarzen Freitag 1929 heimsuchten.

 

Die Geldpolitik zwingt zum Umdenken

 

Die Verluste aus den verschiedenen Börsenkrisen scheinen die deutschen Anleger noch nicht ganz überwunden zu haben. Trotzdem werden sie aber von der Niedrigzinspolitik der Notenbanken schon fast dazu gezwungen ihr Vermögen außerhalb von Festgeld, Staatsanleihen und Co. zu investieren. Schließlich stehen die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen bei ca. 0,7% p.a. und die Tagesgeldzinsen bringen derzeit durchschnittlich nur 0,5% p.a.

 Studie Pro Aktie.jpg

 

Neue Chancen im aufgeräumten Markt

 

Die Aktienmärkte bieten derzeit privaten Anlegern gute Chancen einen Teil ihres Vermögens in Aktien oder Fonds zu investieren. Zum einen hat sich im Bereich der Technologie-, Medien- und Telekom-Aktien – nach dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 –  die Spreu vom Weizen getrennt. Das zeigt sich z.B. an den derzeitigen Erfolgskursen von TecDAX und NASDAQ. Außerdem scheint auch der Crash nach der Lehman Brothers-Pleite von 2008 an den Börsen inzwischen überwunden.

 

Die Aktion „pro Aktie“ klärt auf und zeigt Investment-Chancen

 

Mit Studien, Bildungsangeboten, Veranstaltungen und vor allem dem „Tag der Aktie“ wollen vier führende deutsche Direktbanken mit Vorurteilen gegenüber dem Investment in Aktien aufräumen. Die Consorsbank, die comdirect bank, die DAB Bank und die ING-DiBa haben mit „pro Aktie“ Deutschlands größte Direktbankenstudie durchgeführt.

 

Anlegerdenken in Zahlen und Fakten

 

Für die repräsentative Studie „pro Aktie“ wurden über 2.000 deutsche Anleger zu Ihren Vorbehalten gegenüber Aktien und zu Ihren Kenntnissen zu Finanzen im Allgemeinen befragt. 

 

Die Studie hat die Ressentiments gegenüber Aktien in Deutschland leider deutlich bestätigt. Gleichzeitigt zeigt sie aber Punkte auf, an die man gezielt ansetzen kann:

 

  • vier von zehn Deutschen empfinden Geldanlage als lästig
  • für 43% der Deutschen ist die persönliche Finanzplanung ein notwendiges Übel
  • nur jeder Zehnte (9%) setzt sich einmal in der Woche mit dem Thema Finanzen auseinander
  • über die Hälfte der Befragten (die in einen Aktien-ETF investieren) finden, dass sie das Bestmögliche aus ihrem Geld machen
  • nur jeder Zehnte konnte den Kursverlauf des DAX korrekt wiedergeben (und war sich dadurch bewusst, dass der DAX Seit Mitte 2009 von rund 5.000 auf zwischenzeitlich über 10.000 Punkte angestiegen ist)
  • jeder zweite Deutsche (50%) meint, dass Aktien als langfristige Anlage mit einem großen Risiko behaftet sind
  • 61% der Befragten denken, dass die Aktie die risikoreichste aller Anlagen ist
  • vier von zehn Deutschen sind der Meinung, dass sie mehr aus ihrem Vermögen machen könnten
  • fast jeder Zweite (46%) bezeichnet die Aktie als reines „Spekulationsobjekt“

Aufgrund dieser Ressentiments wird eine mögliche Investition in Aktien von Anlegern oft ignoriert. 

 

Vorteile von Aktien.jpg

 

Was stimmt tatsächlich an den Vorurteilen gegenüber den Aktien?

 

Um das tatsächliche Anlegerverhalten zu überprüfen, haben die vier Direktbanken 1,6 Millionen anonymisierte Depots von Privatkunden ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Privatanleger sind keine „Zocker“ – viele von ihnen haben gerade deshalb vom Börsenboom der vergangenen Jahre profitiert.

  

Das Ziel der Aktion "pro Aktie" ist es, einen Umdenkprozess anzustoßen, um einen vorurteilsfreien und aufgeklärten Umgang mit dem Thema Aktie zu fördern. Studien, Bildungsangebote, Veranstaltungen, gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit sowie der „Tag der Aktie“ leisten einen Beitrag dazu, das Thema stärker in den Köpfen der Deutschen zu verankern.

 

Der Tag der Aktie – Handeln ohne Gebühren

 

Die Aktion „pro Aktie“ wird auch von der Deutschen Börse Frankfurt unterstützt: Am 16.03.2015 können am "Tag der Aktie" alle private Anleger kostenfrei investieren – in alle DAX 30 Aktien sowie in DAX 30 ETFs (Indexfonds), die an der Börse Frankfurt gehandelt werden.

 

Genauere Informationen und die genauen Konditionen dieser Trading-Aktion erfahren Sie auf unserer Website oder auf der offiziellen Website der Studie selbst.

 

Außerdem können Sie die Studie auch als PDF herunterladen:

PDF: Deutschlands größte Direktbankenstudie >

 

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Wie sehen Sie Aktien als Geldanlage? Können Sie die Vorurteile der Befragten bezüglich Aktien bestätigen?

 

Kommentare
von PrinzHelmut
am ‎07.03.2015 12:48

Ich höre als Antwort immer, "ich kenne mich damit nicht aus". Es würden schon viele gerne in Aktien investieren, aber sie fühlen sich nicht kompetet genug und trauen auch keinen Empfehlungen.

Sich damit intensiv zu beschäftigen, um sicher eigene Entscheidungen treffen zu können, ist aber aus meiner Sicht nun mal die Grundvorraussetzung. 

von --david--
am ‎07.03.2015 20:13

Ich persönlich hatte auch meine Zweifel was Aktien angeht,

das lag aber an den ganzen Hollywood Filmen, die ich mir immer angeschaut habe.

Ob es Komödien oder Thriller waren, man wurde dadurch abgeschreck logischerweise wenn die immer das ganze Geld verloren haben, aber irgendwann stellte ich mir die Frage, wie ich für meine Rente vorsorgen kann.

Ich las mehrere Monate Bücher zu diesem Thema bevor ich meine ersten Aktien gekauft habe. Viele Bekannte aus meiner Umgebung haben sich bei Banken damals beraten lassen, und vieles verloren, manche sogar alles.

Ich bin der Überzeugung auch , dass die Medien mitverantwortlich sind. Zwar berichten sie über Wirtschaftskriese aber nich darüber wie man Geld anlegt. Ganz klar, wir sollen mit dem Geld die Wirtschaft ankurbeln und nicht das Geld anlegen.

In der Woche gibt es abends eine Wissenschaftssendung, die mir den Unterschied erklärt wie Amerikaner und Deutsche das Toilettenpapier benutzen um sich den Hintern abzuwischen. Das ist kein Scherz !

Das nennt man heute Bildungsfernsehen.

 

 

 

 

 

 

 

von rstahl1235
am ‎08.03.2015 17:34

Letztlich investiert man bei Aktien ja in den Glauben, dass das Geschäftsmodell des Unternehmens funktioniert. Und seien wir ehrlich: Da ist jede Menge Bauchgefühl dabei. Je weniger  Infos man hat, umso mehr Bauch. 

Aktien sind momentan aus meiner Sicht alternativlos. Eigentlich braucht es nicht so viel Mut. DAX-geführte Unternehmen sind momentan eine sichere Bank. 

von larobby
am ‎11.04.2017 14:22
ich habe den 11.September schon mitgemacht und dabei viel eingebüßt. Aber ich bin immer dabei geblieben. An der Aktie führt keine Geldanlage vorbei.