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Sie haben eine größere Summe zur Verfügung? Wie Sie Ihr Geld sinnvoll anlegen

„Ich habe 10.000 Euro zur Verfügung. Wie lege ich dieses Geld sinnvoll an?“, so die Frage eines Anlegers. 

 

Sonnenklar ist: Größere Summen sollten nicht lange auf dem Girokonto liegen bleiben. Denn da wirft das Guthaben so gut wie keine Zinsen ab. Wie aber sollte man es dann anlegen? Und überhaupt: Wonach richtet sich die Entscheidung, was eine gute und eine schlechte Geldanlage ist? In diesem Beitrag erhalten Sie konkrete Informationen dazu, wie Sie Ihre Geldanlage vernünftig planen können.

 

Tipps für die Geldanlage.jpg

 

Grundregel: Je höher die Gewinnchancen, desto höher das Risiko


Theoretisch könnten Sie Ihr ganzes Geld auf ein Bankkonto legen. Ob Tagesgeld, Festgeld oder Sparkonto: Da wäre es vor Verlusten sicher, denn EU-weit ist eine Einlagensicherung von 100.000 Euro vorgeschrieben. Diese Einlagensicherung greift dann, wenn eine Bank insolvent ist. Das Problem ist nur: Dort wirft es in der aktuellen Niedrigzinsphase kaum Zinsen ab. Als Anleger müssen Sie selbst bei Festgeld mit langer Bindungsfrist froh sein, wenn derzeit beim jährlichen Guthabenzins noch eine „1“ vorm Komma steht.


Höhere Renditen – so heißen prozentuale Gewinne – sind mit Börseninvestments möglich, vor allem mit Aktien und Fonds. Zugleich tragen Sie hier aber auch ein höheres Risiko. Denn die Kurse dieser Wertpapiere können fallen, und deshalb sind Sie vor Verlusten nicht gefeit. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, keine Schnellschüsse zu wagen, sondern sich gründlich zu überlegen, welche Geldanlage am besten zu den eigenen Zielen und Bedürfnissen passt.


In drei Schritten zur passenden Geldanlage


Wovon hängt es ab, auf welche Geldanlagen Sie setzen und wie Sie Ihr Portfolio, also die Zusammensetzung Ihrer Investments, mischen? Vor allem über folgende Faktoren sollten Sie sich vorher Gedanken machen: den Anlagebetrag und seine Verfügbarkeit, Ihre Risikobereitschaft und Ihren Anlagehorizont. 


Ihr Anlagebetrag und seine Verfügbarkeit


Wie hoch ist Ihr Anlagebetrag? Und wie oft beziehungsweise wie regelmäßig können Sie darüber verfügen? Eine Summe von 10.000 Euro werden Sie üblicherweise als Einmalbetrag anlegen. Ein Sparplan empfiehlt sich dagegen, wenn Sie regelmäßig über kleinere Beträge verfügen, also beispielsweise monatlich über 100 Euro. 


Ein solcher Sparplan ist übrigens eine feine Sache. Gängig sind vor allem Fondssparpläne. Von einem festen Betrag werden regelmäßig Fondsanteile gekauft. Angenommen, Sie investieren monatlich 100 Euro in einen Fondssparplan, dann gilt: Wenn die Fondskurse gerade im Keller sind, bekommen Sie für besagte 100 Euro mehr Fondsanteile. Bewegt sich der Fondskurs dagegen nach oben, erhalten Sie für diesen Betrag entsprechend weniger Anteile. Automatisch sorgt die Sparplan-Konstruktion somit dafür, dass Sie im Durchschnitt einen günstigen Einstiegskurs erhalten. Das nennt sich Durchschnittskosten-Effekt oder auf Englisch Cost-Average-Effect.

 

Der Anlageplaner der Consorsbank.jpg


Ihre Risikobereitschaft


Wie groß ist Ihre Bereitschaft, Verluste einzustecken? Das ist zum einen eine Typfrage. Es gibt Anleger, die gerne etwas riskieren, und andere, die lieber auf der sicheren Seite bleiben und von potenziell verlustträchtigen Investments eher die Finger lassen. 

 

Doch die Risikobereitschaft ergibt sich auch aus Ihrer persönlichen Finanzsituation: Wer dringend auf das Geld angewiesen ist, sollte tunlichst wenig riskieren. Wer dagegen das Geld nicht dringend braucht, der kann es sich auch mal leisten, auf spekulative Investments mit hohem Risiko, dafür aber auch höheren Gewinnchancen zu setzen. Welche Geldanlage passt zu welcher Risikobereitschaft? Dazu zwei Beispiele:

 

  • Wer risikobereit ist, kann auf Aktien oder Aktienfonds setzen beziehungsweise alternativ auf Mischfonds mit hohem Aktienanteil.
  • Wer weniger risikobereit ist, sollte auf Bankkonten setzen. Oder auf Anleihen, und zwar auf solche von Schuldnern mit guter Bonität (Zahlungsfähigkeit). Möglich sind auch Rentenfonds, deren Portfolio sich aus verschiedenen Anleihen (= Renten) zusammensetzt. Ebenfalls denkbar sind Mischfonds mit hohem Rentenanteil.


Ihr Anlagehorizont


Wann brauchen Sie das angelegte Geld wieder? Oder wann wollen Sie frühestens darüber verfügen? Auch die Antwort auf diese Fragen hat Einfluss auf Ihre Anlage-Entscheidung. Denn gerade bei Aktien und Aktienfonds gilt: Je länger der Anlagehorizont, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, Verluste zu machen – doch Vorsicht, pauschalisieren lässt sich diese Aussage nicht. 

 

Übersteigt der Anlagehorizont zum Beispiel 15 oder 20 Jahre, dann werden Verluste immer unwahrscheinlicher. Sie sehen: Auch mit einem verlängerten Anlagehorizont lässt sich das Risiko mindern. Wer sich lange Zeit lassen kann, darf ruhig mehr auf Aktien und Aktienfonds setzen. Die Fondslösung empfiehlt sich übrigens immer dann, wenn Sie selbst keine Zeit oder Lust haben, sich aktiv um die Zusammensetzung Ihrer Geldanlagen zu kümmern. Denn mit einem Fonds holen Sie sich automatisch die gewünschte Mischung (und somit Risikostreuung) ins Depot.

 

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Nutzen Sie den Anlageplaner der Consorsbank


Sie suchen weitere Unterstützung und klare Empfehlungen in Sachen Geldanlage? Dann nutzen Sie den Online Anlageplaner der Consorsbank. Stellen Sie die oben beschriebenen Faktoren „Anlagebetrag und -verfügbarkeit“, „Risikobereitschaft“ und „Anlagehorizont“ nach Ihren Präferenzen ein, und Sie erfahren, wie Sie Ihr Depot am besten zusammensetzen. Eine Hotline hilft Ihnen außerdem bei Fragen weiter. So kommen Sie schnell und einfach zu einer Geldanlage, die wirklich zu Ihnen passt.

 

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Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

 

  • Grundsatz: Je höher die Gewinnchancen der Anlage, desto höher ist auch das Risiko.
  • Lassen Sie sich nie auf eine Geldanlage ein, die nicht zu Ihnen und Ihren Zielen passt.
  • Folgende Überlegungen beeinflussen die Entscheidung für eine Geldanlage: 
  • der Betrag (je höher, desto eher lohnen sich Börseninvestments)
  • die Frage, ob dieser Betrag einmalig oder regelmäßig zur Verfügung steht (für Ersteres empfehlen sich Einmal-Investments, für Letzteres Sparpläne)
  • Ihre Risikobereitschaft (je höher, desto sinnvoller sind Aktien oder Aktienfonds)
  • der Anlagezeitraum (je kürzer, desto konservativer sollten Sie das Geld anlegen, um keine Verluste zu erleiden)
  • Nutzen Sie den Anlageplaner der Consorsbank. Er hilft Ihnen, in nur drei Schritten die für Sie richtige Geldanlage zu finden.