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Plötzlich berufsunfähig – ein oft verkanntes Risiko

Eine mögliche Berufsunfähigkeit betrifft alle Arbeitnehmer, unabhängig von Alter und Branche. Alles über das Risiko der Berufsunfähigkeit erfahren Sie hier.

 

Das Risiko, berufsunfähig zu werden, kann Sie in jedem Beruf treffen. Immer häufiger beenden psychische Erkrankungen unerwartet das Berufsleben. Die Gefahr, irgendwann einmal nicht mehr in der Lage zu sein, den aktuellen Beruf auszuüben, wird oft verkannt.

 

Viele Arbeitnehmer, Freiberufler und Selbstständige, die hauptsächlich Büroarbeit, Beratungstätigkeiten oder andere geistige Arbeiten verrichten, können sich häufig nicht vorstellen, einmal berufsunfähig zu werden.

 

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Büroarbeit auch mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen noch möglich?

 

In dem Glauben, Arbeiten am Schreibtisch und Computer bis ins hohe Alter auch mit gesundheitlichen Einschränkungen leisten zu können, machen sich viele keine Gedanken über eine Risikoabsicherung. Berufsunfähigkeit wird als typisches Thema für Handwerker, Arbeitnehmer in der Industrie oder in Gesundheitsberufen angesehen. Damit verbunden ist die Auffassung, dass Erkrankungen der Gelenke, der Muskulatur oder der Wirbelsäule sowie organische Beeinträchtigungen nur an der Ausübung körperlicher Arbeiten hindern, nicht aber an der Wahrnehmung einer Bürotätigkeit oder beratenden Aufgabe.

 

Zu jung für Berufsunfähigkeit?

 

Einem anderen Irrglauben liegt die Einschätzung zugrunde, dass das Risiko der Berufsunfähigkeit erst im fortgeschrittenen Alter besteht. Insbesondere jüngere Berufstätige machen sich daher keine Gedanken über dieses Thema und verschieben die Entscheidung über eine mögliche Absicherung auf einen späteren Zeitpunkt. Gerade das ist jedoch ein entscheidender Fehler, denn mit zunehmendem Alter wird der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung immer schwieriger. Je jünger Sie beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind, desto niedriger fallen die Beiträge aus. Und nicht zuletzt sind auch junge Menschen häufig von Berufsunfähigkeit betroffen. Im Jahr 2007 waren etwa 26 Prozent der Berufsunfähigen unter 46 Jahre alt.

 

Plötzlich berufsunfähig – „in meinem Alter nicht mehr!“

 

Ältere Arbeitnehmer vermeiden ebenfalls den Gedanken an das Berufsunfähigkeitsrisiko. Sie gehen oft davon aus, dass sie nach ihrem langen Berufsleben schon einen Anspruch auf eine akzeptable Erwerbsminderungsrente haben. Die meisten Erwerbsminderungsrenten sind jedoch selbst nach einer Berufstätigkeit von 40 Jahren erschreckend niedrig – mit Einkommenseinbußen von 30 Prozent und mehr.

 

Fast jeder Vierte wird irgendwann einmal berufsunfähig

 

Einer Studie der Deutschen Rentenversicherung zufolge wird bereits heute jede vierte erwerbstätige Person einmal im Leben berufsunfähig. Die Wahrscheinlichkeit, dass die heute 20 Jahre alten männlichen Berufseinsteiger irgendwann in ihrem Arbeitsleben berufsunfähig werden, wird sogar auf 43 Prozent geschätzt. Während noch vor einigen Jahren Erkrankungen des Skelettsystems die Hauptursache für eine Berufsunfähigkeit waren, zeigt eine vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft veröffentlichte Statistik aus dem Jahr 2014 eine deutliche Veränderung.

 

Danach sind folgende Erkrankungen ursächlich für eine Berufsunfähigkeit:

 

  • Psychische Erkrankungen und Nervenkrankheiten: 31,6 %
  • Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates: 21,2 %
  • Sonstige Erkrankungen: 15,1 %
  • Krebs und ähnliche Krankheiten: 15,0 %
  • Unfälle: 9,4 %
  • Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems: 7,8 %.

Diese Statistik zeigt, dass die psychischen und neurologischen Erkrankungen die gesundheitlichen Einschränkungen des Skeletts und Bewegungsapparats von der Spitzenposition der Berufsunfähigkeitsursachen verdrängt haben. Das verdeutlicht, wie wichtig eine Absicherung gegen die finanziellen Folgen der Berufsunfähigkeit mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung für alle Berufsgruppen ist.

 

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Burn-out – Berufsunfähigkeit durch hohen Leistungsdruck

 

Gerade psychische Ursachen für eine Berufsunfähigkeit treffen Menschen mit Büro- und Beratungstätigkeiten. Hohe fachliche Anforderungen sowie Termin- und Leistungsdruck verursachen insbesondere bei Beschäftigen in leitenden Positionen eine hohe Stressbelastung. Ebenso wie Berufstätige in sozialen Berufen erleiden Mitarbeiter im mittleren und gehobenen Management immer häufiger Belastungsdepressionen, den sogenannten Burn-out. Die Erkrankung führt oft dazu, dass Sie über Jahre, oft auch dauerhaft berufsunfähig sind. Doch auch Erkrankungen der Gelenke und der Wirbelsäule hindern immer häufiger Arbeitnehmer mit Bildschirmarbeitsplätzen daran, ihren Beruf weiter auszuüben. In einem kaufmännischen oder verwaltenden Beruf und mit einer schweren Erkrankung stellt der alltägliche Arbeitsdruck ebenfalls eine Belastung dar, die nicht mehr zu bewältigen ist und zudem die Erkrankung verschlimmern kann.

 

Fazit

 

  • Bereits heute ist etwa jeder vierte Erwerbstätige einmal im Leben berufsunfähig.
  • Die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit für männliche Erwerbstätige, die heute 20 Jahre alt sind, beträgt bereits 43 Prozent.
  • Das Alter, in dem eine Berufsunfähigkeit eintritt, sinkt zunehmend. Schon 2007 sind 26 Prozent der Berufsunfähigen unter 46 Jahre alt.
  • Über 30 Prozent der Fälle von Berufsunfähigkeit sind auf psychische und neurologische Erkrankungen zurückzuführen.
  • Hohe Arbeitsbelastungen und Stress zählen zu den Hauptursachen für eine Berufsunfähigkeit.
  • Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt vor hohen Einkommensverlusten, wenn Sie plötzlich berufsunfähig werden.

 

Teilen Sie uns in den Kommentaren mit, wie Sie sich vor Einkommensverlusten schützen, wenn Sie plötzlich berufsunfähig werden.