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Nur vom großen Geld träumen oder es einfach anpacken – eine Frage der Einstellung

Zum Wohlstand gehört die richtige Einstellung. Lesen Sie hier, worauf es ankommt und wann das Streben nach dem großen Geld ungesund wird.  

 

„Wenn ich später mal Geld habe …“ – kennen Sie noch diesen Traum aus Ihrer Kindheit? Hat sich Ihr Wunsch schon einmal erfüllt? Oder hält der Traum vom großen Geld noch an?

 

Vom großen Geld träumen.jpg 

Mehr Zeit, mehr Geld und weniger Sorgen – davon träumen viele. Die meisten Menschen wünschen sich die zündende Idee, mit der sich das große Geld verdienen lässt. Doch macht das dann wirklich glücklich? Und wer hat die besten Chancen auf das große Geld?

 

Macht das große Geld glücklich?
Wer sagt, dass Geld nicht glücklich macht, hat nur teilweise recht. Fakt ist: Geld allein macht nicht glücklich. Das zeigen die Beispiele von Lotto-Gewinnern oder von Kindern sehr reicher Eltern. Hier fehlt der Gegenwert. Einerseits wurde hierfür nichts geleistet. Und andererseits lassen sich durch Geld nicht alle Probleme lösen.


Wer aber unter finanziellen Sorgen leidet, wird durch Geld sehr wohl glücklicher, weil Geld dann die persönliche Lebensqualität steigert. Das gilt speziell für Menschen, die sich einen bestimmten Lebensstandard nicht leisten können und die schlechter gestellt sind als der große Rest der Gesellschaft. Für sie würde Geld tatsächlich Glück bedeuten.


Doch auch hier hat Geld als Heilsbringer seine Grenzen. Eine Reichtums-Studie aus den USA, über die Spiegel Online berichtete, zeigt: Für ein vollendetes Glück reichen umgerechnet 60.000 Euro (ca. 77.000 Dollar) jährlich aus. Bis zu dieser Summe macht jeder dazu verdiente Dollar das Leben schöner. Die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben und das emotionale Wohlbefinden steigen zunächst konstant an. Doch spätestens ab diesem Jahreseinkommen bringen zusätzliche Dollar oder Euro keinen Fortschritt mehr.

 

Woher kommt das? Viele Menschen erreichen dann einen Punkt, ab dem es ihnen kaum noch möglich ist, zu genießen und genug Zeit mit der Familie zu verbringen. Sie haben kaum noch Freizeit und erkranken häufig.

 

Macher verdienen mehr, sind aber Burn-out gefährdet

Viel Geld, aber wenig Zeit für Familie, Freizeit und Gesundheit – das trifft häufig auf Macher zu. Denn sie verfolgen konsequent ihr Vorhaben, das große Geld zu erzielen. Auf der einen Seite ist das beneidenswert. Auf der anderen Seite aber auch gefährlich.

 

Machertypen sind nicht selten Workaholics, die keine ruhige Minute im Alltag finden, die auch spätabends noch geschäftlich telefonieren oder ihre E-Mails checken. Sie legen wenig Wert auf Freizeit und ignorieren die Warnzeichen ihres Körpers: Ein Burn-out kann drohen.

 

Schnell führt die Ausrichtung auf rein materielle Wunscherfüllung zudem zu Einsamkeit. Ein Leben ohne soziale Bindungen und tiefe Freundschaften – diese Gefahr besteht bei ehrgeizigen Machertypen ebenfalls.


Doch hat es natürlich auch Vorteile, leistungsorientiert zu leben und sich hohe Ziele zu stecken. Nur gilt es, dabei das richtige Maß zu finden. Ein Paradebeispiel dafür ist der erfolgreichste Investor aller Zeiten: Warren Buffett.

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Warren Buffett: Ein Macher, der das große Geld verdient hat


Warren Buffett ist ein Machertyp, wie er im Buche steht. Er zählt zu den reichsten Menschen der Welt. Seinen Geschäftssinn hatte er von Kindesbeinen an. Bereits im Alter von 6 Jahren kaufte er ein Sixpack Coca-Cola für 25 Cent. Die einzelnen Flaschen verkaufte er für jeweils 5 Cent weiter und erwirtschaftete so 20 % Gewinn.

 

Als Achtjähriger verschlang er Bücher über die Börse. Im Alter von elf Jahren arbeitete er bei einem Broker und kaufte seine ersten Aktien. Heute ist er einer der erfolgreichsten Investoren und Unternehmer der Welt. Er ist eine Ausnahmeerscheinung.


Sein Erfolgsgeheimnis: Lesen! Warren Buffetts unglaubliches Wissen ist sein Schlüssel zum Erfolg. Gegenüber dem Magazin „The Week“ erklärt Buffett seine „smartness“ mit dem Satz: „I just sit in my office and read all day.“ („Ich sitze nur in meinem Büro und lese den ganzen Tag.“)

 

Selbsttest: Sind Sie ein Machertyp?
Sie müssen sich nicht gleich mit Warren Buffett messen. Trotzdem können Sie sich fragen: Bin ich ein Machertyp? Prüfen Sie, ob Sie über die folgenden Eigenschaften verfügen:

 

• Sie besitzen einen starken Willen.
• Sie haben sich schon früh für Geld und Wirtschaft interessiert.
• Profit ist Ihnen bei Ihrer Arbeit sehr wichtig.
• Sie sind unermüdlich.
• Sie könnten gut und gerne auf Freunde und Freizeit verzichten, wenn Sie dadurch Ihren Erfolg steigern würden.
• Sie können sich durchsetzen.
• Sie handeln rational und lassen sich selten von Emotionen leiten.
• Sie haben nicht nur Ideen, Sie setzen diese auch um.

 

Wenn diese Aussagen mehrheitlich auf Sie zutreffen, haben Sie zumindest charakterlich gute Voraussetzungen, das große Geld zu machen.

 

Falls nicht, müssen Sie sich aber nicht grämen. Denn Geld ist nicht alles. Vielleicht merken Sie sogar als Machertyp, dass Sie Ihre Prioritäten im Laufe der Jahre anders setzen. Dass Ihnen stabile Partnerschaften, enge Freunde, eine intakte Familie und das Gefühl von Selbstbestimmung wichtiger sind als materieller Erfolg. Diese Dinge können Sie nicht kaufen.

 

Fazit: Geld ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zum Glücklichsein
Im Handumdrehen das große Geld machen – das gelingt den wenigsten. Doch immer nur danach zu streben, kann krank machen. Besser: Setzen Sie sich das Machbare zum Ziel. Versuchen Sie, mit Ihrem vorhandenen Geld vernünftig zu wirtschaften und es maßvoll zu mehren. Sparen Sie, legen Sie es sinnvoll an, verkneifen Sie sich dabei aber nicht jede Freude, die Ihre Lebensqualität steigert. Denn: Geld muss zum Leben und zur Erfüllung bezahlbarer Extras reichen. Versklaven lassen sollten Sie sich vom Wunsch nach Reichtum aber nicht.