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Nachhaltig leben und sparen: Geht das zusammen?

von ‎03.11.2020 10:00 , bearbeitet ‎10.11.2020 14:51
1 Kommentar

Die Vorstellung, ökonomischen Erfolg mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu verbinden: utopisch oder umsetzbar? Lesen Sie hier, was Sie tun können.

 

Umweltschutz und Nachhaltigkeit: Diese Themen sind in aller Munde. Auf politischer Ebene sind große Schritte möglich, etwa mit dem Klimaschutzprogramm 2030. Ebenso bedeutsam ist aber, was für jeden Einzelnen machbar ist. Hierbei geht es zunächst um das tägliche Verbraucher- und Konsumentenverhalten. Wussten Sie zum Beispiel, dass Waschmittel einer der Top-Wasserverschmutzer in deutschen Haushalten ist? Laut Umweltbundesamt (UBA) verbrauchen allein Privathaushalte rund 630.000 Tonnen Waschmittel im Jahr. Und diese belasten das Abwasser erheblich mit Chemikalien. Das UBA rät daher, das eigene Verhalten zu hinterfragen: Ist wirklich jeder Waschgang nötig oder lässt sich die Kleidung noch einmal tragen? Neben dem Wäschewaschen gibt es viele weitere Alltagshandlungen, die Sie optimieren können – für Umwelt und Geldbeutel.

 

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Wie Sie jeden Tag nachhaltig handeln – und dabei sparen!

Mit Umdenken, Hinterfragen und klugem Tun ist gelebte Nachhaltigkeit fast nebenbei möglich. Hier sind fünf einfache und alltagstaugliche Tipps:

  • Adieu, Plastiktüte! Der Griff zum (kostenpflichtigen!) Plastik- oder Papierbeutel im Supermarkt ist leicht zu umgehen: Einfach immer ein wiederverwendbares Gemüsenetz und einen Stoffbeutel mitnehmen.
  • Auto stehen lassen: Auf kurzen Strecken sind Sie – vor allem in der Großstadt – mit dem Fahrrad viel stressfreier und oft sogar schneller unterwegs als mit dem Auto. Zudem entlastet die kleine Radtour die Umwelt und den Geldbeutel.
  • Weniger Müll: Vermeiden Sie Verpackungsmüll, indem Sie Obst und Gemüse lose kaufen oder sich den Coffee to go in Ihren stylishen Mehrwegbecher füllen lassen. Einige Anbieter geben bei Verzicht auf den Einmalbecher sogar Rabatt.
  • Saubere Sache im Bad: Im heimischen Badezimmer gibt es viele Möglichkeiten für nachhaltiges Handeln. Zum Beispiel: Wasserhahn beim Zähneputzen zudrehen, feste Seife statt Flüssigseife mit Plastikverpackung wählen oder Zahnpasta und Duschgel ohne Mikroplastik verwenden.
  • Umweltfreundlicher waschen: Es gibt mittlerweile viele Waschmittel, die das Wasser weniger verschmutzen. Zur Orientierung dienen Umweltsiegel, etwa der Blaue Engel.

Nachhaltiges Wohnen – spart Energie und Kosten

Reichlich Spielraum zum nachhaltigen Handeln bietet der Winter – denn dann ist Heizsaison. Laut Umweltbundesamt macht das Heizen rund 70 Prozent des Energieverbrauchs im Bereich Wohnen aus. Doch das muss nicht so sein: Der Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten lassen sich durch verschiedene Maßnahmen reduzieren. Auf baulicher Seite durch eine Wärmedämmung und vonseiten der Bewohner durch ein bewusstes Heiz- und Lüftungsverhalten.

 

Diese drei Tipps sparen Energie und Geld beim Wohnen:

  • Schließen Sie nachts Rollläden oder Vorhänge – so bleibt die Wärme im Raum.
  • Drehen Sie abends die Heizung herunter. Zum Beispiel genügen im Schlafzimmer 17 bis 18 Grad Celsius. Die anderen Räume dürfen nachts vier bis fünf Grad kälter sein als tagsüber. Mit diesen kleinen Handgriffen sparen Sie Heizkosten ganz einfach über Nacht.
  • Eigenheimbesitzer sparen mit einer energetischen Sanierung doppelt: Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sind 20 Prozent der Sanierungskosten steuerlich absetzbar und zusätzlich ist eine Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) möglich.

Wie Sie mit nachhaltigen Geldanlagen in die Zukunft investieren

Umweltbewusstes Handeln lässt sich auf weitere Lebensbereiche ausdehnen, zum Beispiel den Vermögensaufbau. Denn auch die Finanzwelt weiß: Nachhaltigkeit ist prägend für die Zukunft der Menschen – und zählt zudem zu den Megatrends. Darunter verstehen Trendforscher strukturelle Veränderungen der Gesellschaft. Megatrends beeinflussen langfristig auch Investments.

 

Vorausschauendes und langfristig gedachtes Investieren ist dabei vielversprechend: Sie legen Geld an und zahlen damit in die Umwelt und in soziale Verträglichkeit ein. Unternehmen, die Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz zusammenbringen, zeichnen sich dadurch aus, dass sie rentabel, transparent und zukunftsorientiert sind.

 

So wählen Sie nachhaltige Unternehmen für Ihr Investment

Die Auswahl an Anlagemöglichkeiten ist groß. Daher finden Sie nachhaltige Unternehmen zum Investieren am besten, wenn Sie einer bestimmten Struktur folgen:

  • Setzen Sie die Kriterien fairer Handel, gute Arbeitsbedingungen und positive Ökobilanz an.
  • Schließen Sie konsequent Unternehmen aus, deren Geschäftsfelder Ihrer Überzeugung widersprechen, zum Beispiel Atomkraft oder Gentechnologie.
  • Wählen Sie gezielt Branchen aus, die sich mit zukunftsorientierten Themen befassen, etwa Umweltschutz, alternative Energien oder Wasseraufbereitung.

 

Wir haben für Sie beispielhaft diese nachhaltige und rentable Fondsauswahl zusammengestellt:

  • Nordea – Global Climate and Environment Fund. Hier legen Sie in einem nachhaltigen Investment-Fonds an, der auf überzeugende Klimalösungen setzt. Informieren Sie sich über die aktuelle Fonds-Entwicklung.
  • BNP Paribas Funds Global Environment. Der Fonds konzentriert sich auf das Investment in Unternehmen für Umwelttechnik, die sozial- und umweltverträgliche Geschäftspraktiken an den Tag legen. Lesen Sie, wie der Fonds sich bisher entwickelt hat.

 

Für ein Investment gemäß Ihren Vorstellungen sollten Sie auch nachhaltige ETFs nicht außer Acht lassen:

 

Können Sie sich ein nachhaltiges Investment vorstellen oder haben Sie schon wertvolle Erfahrung damit gesammelt? Schreiben Sie uns gerne in den Kommentaren!

 

Fazit:

  • Mit durchdachtem Handeln im Alltag kann jeder Einzelne zur Nachhaltigkeit beitragen.
  • Energetisch sanierte Wohnhäuser und weniger Heizen sparen Geld und Energie.
  • Nachhaltigkeit sichert unsere Zukunft und die unserer Erde – deshalb lohnen sich Investments in die Umweltbranche in vielfacher Hinsicht.

Kommentare
von
am ‎03.11.2020 22:20

Obwohl nachhaltiges Investieren in den letzten Jahren aus guten Gründen zum Selbstläufer geworden ist:

 

Die Consorsbank könnte der Brokergilde mit gutem Beispiel vorangehen und bewußt wenigstens 1 etablierten Nachhaltigkeits-Fonds/ETF dauerhaft (=nachhaltig) als vergünstigtes Aktionsangebot (Sparplan und Einmalkauf) ins Programm stellen.

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