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Musterportfolios: Ideen für erfolgreiche Geldanlage

Bei der Geldanlage ist der erste Schritt der schwerste. Unsere Musterportfolios erleichtern den Einstieg und bieten auch Anregungen für Fortgeschrittene. In Zeiten praktisch nicht existenter Zinsen auf Sparguthaben führt kaum ein Weg um eine Geldanlage in Aktien, Fonds oder ETFs vorbei. Doch nach wie vor ist der Besitz von Aktien in Deutschland weit weniger verbreitet als beispielsweise in den USA. Zwar zeichnet sich ein Wandel ab, doch dieser geht erstaunlich langsam. Einer der Gründe: Vielen Menschen fällt der Einstieg in die eigenverantwortliche Geldanlage schwer. Denn wie am besten anfangen? Die nächstbesten Aktien kaufen, die gerade Tagesgespräch sind? Dies ist wenig empfehlenswert – und eine Vorgehensweise, bei der sich viele Neulinge die Finger verbrennen.

Eine bessere Lösung stellen die von unseren Experten zusammengestellten Musterportfolios dar. Sie haben die Wahl unter verschiedenen Varianten. Diese unterscheiden sich in Bezug auf das Risiko und die Komplexität. Das Thema Nachhaltigkeit bleibt ebenfalls nicht außen vor.

 

Musterportfolio für Einsteiger – minimalistisch investieren

 

Wenige Entwicklungen haben die Geldanlage für Privatleute so vereinfacht wie ETFs. Sie ermöglichen eine breite Streuung schon bei kleinen Beträgen und mit geringem Aufwand. Folgerichtig steht im Zentrum unseres Musterportfolios für Einsteiger ein ETF: der BNP Paribas Easy MSCI World SRI. Der ETF basiert auf dem MSCI World SRI S Series 5% Capped Net Return Index, welcher „nur“ ca. 500 Mitglieder hat. Er erlaubt eine einfache Beteiligung an der Kursentwicklung der weltweiten Aktienmärkte. Die extrem breite Streuung minimiert das Einzelwertrisiko. Sinkt der Kurs einer einzelnen Aktie, spielt das eine relativ geringe Rolle.

Das allgemeine Marktrisiko lässt sich durch diese Streuung jedoch nicht beseitigen. Rauschen beispielsweise aufgrund hinkender Konjunktur die Weltmärkte zeitweise nach unten, nützt die breiteste Diversifikation wenig. Aus diesem Grund verfügt unser Einsteigerportfolio über einen Puffer, der das Gesamtrisiko dämpft – in Form eines Kontoguthabens. Je nach Risikoneigung schlagen wir folgende Anteile vor:

 

Umso geringer das Kontoguthaben und umso größer der ETF-Anteil ist, desto höher ist die mögliche Rendite. Gleichzeitig fallen die möglichen Schwankungen und das Risiko höher aus. Auf diese Weise können Sie Ihre Geldanlage Ihren persönlichen Vorstellungen anpassen.

 

Unser Tipp: Fokussieren Sie sich nicht in erster Linie auf die mögliche Rendite, sondern auf das Risiko. Spielen Sie ruhig Szenarien wie den Corona-Crash im Frühjahr 2020 durch und welchen Effekt diese auf den Gesamtwert des Portfolios hätten. Das erleichtert es, eine Aufteilung zwischen Bargeld und Aktien zu finden, die Ihrer Risikoneigung entspricht. Und es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie im Fall des Falles einen kühlen Kopf bewahren.

Zu den Kennzahlen der Einsteiger-Musterportfolios

 

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Für Fortgeschrittene: ETFs plus gemanagte Fonds und Bonds

 

Sie haben schon etwas Börsenerfahrung gesammelt? Bei unseren Musterportfolios für Fortgeschrittene beziehen wir neben Aktien auch Anleihen ein. Letztere wirken aufgrund ihrer geringeren Schwankungsbreite als defensives Element. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass nun auch aktiv gemanagte Fonds zum Einsatz kommen. Zudem beschränkt sich die Auswahl bei Aktien-ETFs beziehungsweise Aktien-Fonds nicht auf solche mit globaler Ausrichtung. Abhängig von der Einschätzung unserer Experten können auch welche mit engerem Fokus, etwa auf Emerging Markets, enthalten sein.

Das Prinzip bleibt aber gleich: Die Aufteilung bestimmt Renditepotenzial und Risiko.

Derzeit (Stand 27. Juli 2021) sieht das Fortgeschrittenen-Musterportfolio der Risikostufe „ausgewogen“ beispielsweise so aus:

 

Betrachten wir das Ganze nur nach Anlageklassen, so ergibt sich hier eine 50:50-Aufteilung zwischen Aktien und Bonds (Anleihen).

Zu den aktuellen Musterportfolios für Fortgeschrittene

 

Die nachhaltigen Musterportfolios basieren auf den gleichen strategischen Prinzipien wie die Musterportfolios für Fortgeschrittene. Auch hier setzen wir auf einen Mix aus Aktien und Bonds sowie eine Mischung aus ETFs und aktiv gemanagten Fonds. Allerdings erfolgt hier ausschließlich eine Investition in nachhaltige Wertpapiere.

Dabei spielen drei Aspekte eine Rolle: der Umgang mit der Umwelt, sozial verantwortliches Handeln sowie die Unternehmensführung. Im englischen Sprachraum – und zunehmend hierzulande – sind diese drei Kriterien unter dem Kürzel ESG bekannt: Environment, Social, Governance. Auf diese Weise investieren Sie mit einem besonders guten Gewissen. Dabei haben Sie ebenfalls die Wahl zwischen drei Risikostufen von solide bis dynamisch.

Zu den aktuellen nachhaltigen Musterportfolios

 

Haben Ihnen unsere Musterportfolios nützliche Anregungen geliefert? Teilen Sie es uns gerne in einem Kommentar mit!

 

Fazit:

  • Unsere Musterportfolios für Einsteiger und Fortgeschrittene bilden einen möglichen Ausgangspunkt für das eigene Depot.
  • Wesentlich für die mögliche Rendite und das Risiko ist die Aufteilung zwischen verschiedenen Anlageklassen und/oder dem Bankguthaben in bar.
  • Wer Geld mit einem besonders guten Gewissen anlegen möchte, findet in unserem nachhaltigen Musterportfolio eine Vorlage.