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Muss man für den Börsenhandel Experte sein?

von ‎25.02.2014 11:40 , bearbeitet ‎24.04.2017 14:18
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Täglich hören wir Berichte von der Börse, von Aktien, vom DAX, dem Dow Jones und dem NASDAQ. Trotz dieser Medienpräsenz wissen die meisten gerade einmal, dass sich die Deutsche Börse in Frankfurt befindet und dass man dort beispielsweise mit Wertpapieren, Devisen und auch Waren handeln kann. Ach ja, und dass es immer eine Frage des Kurses ist, ob man als Anleger Gewinne oder Verluste macht. Keine sehr umfangreiche Basis, um ernsthaft in Aktien zu investieren.

 

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Der renommierte Börsen-Analyst Dirk Müller klärt in der BILD über Möglichkeiten, Chancen und Risiken an der Börse auf. So sieht er Mitte 2013 die Anlage in Aktien als relativ sicher und kann keinen Absturz des Deutschen Aktienindex (DAX) erkennen, wie er in den Jahren 2000 und 2007 stattfand. Gerade für den Laien empfiehlt Müller, sich die Unternehmen, von denen sie Aktien kaufen wollen, genau anzuschauen. Hier sind vor allem die Kennzahlen wichtig, die viel über Prognosen und Renditen aussagen können. Neben den Gewinnen zählen laut Handelsblatt zu den wichtigen Faktoren die Dividendenrendite, der Cash-Flow, der Buchwert, die Umsätze, die Eigenkapitalrendite und die Größe.

Sie haben es sicherlich schon gemerkt: Die Zeiten haben sich geändert. Lukrative Geldanlagen müssen Sie heute mehr denn je suchen. Der Gang zur Börse ist für viele daher kein Tabu mehr. Berechtigt stellen sich aber viele die Frage, ob die Börse nur etwas für Experten ist oder ob auch Einsteiger eine reelle Chance dort haben? Wir wollen ein wenig nachforschen …

Börse verstehen


Im Grunde ist die Börse nichts anderes als das Prinzip von Angebot und Nachfrage – danach richtet sich der Preis. Wird viel gekauft, steigt der Kurs, wird wenig gekauft, fällt er. So weit, so gut. Da die Börse aber nicht vorhersehbar ist und sich dazu noch in ihren Reaktionen und Trends irrational verhalten kann, muss jeder Börsianer wissen, dass der Aktienkurs von Unternehmen, die Gewinne machen, genauso gut schnell wieder sinken kann. Warum das so ist, kann pauschal niemand sagen, da der Kurs von Aktien unterschiedlichen Faktoren unterliegt. Zwar versuchen Experten durch Berechnungen die Börse transparent zu machen – doch das gelingt in vielen Fällen nicht.

Sie sollten sich auch im Klaren darüber sein, dass die Börse weder sichere Anlagen noch ein Erfolgsrezept oder gar eine Garantie bietet. Daher ist es immer ratsam, sein Geld zu verteilen, sprich, Aktien von unterschiedlichen Unternehmen zu kaufen. Gerade in der heutigen Zeit kann selbst ein gesundes Unternehmen aus kaum absehbaren Gründen scheitern. Verluste bleiben dann nicht aus.

Die ersten Schritte


Wer in den Handel an der Börse einsteigen möchte, braucht zuerst einmal ein Depot. Dieses können Sie direkt bei Ihrer Bank oder bei einem Internetbroker eröffnen. Im Depot werden dann die von Ihnen gekauften Wertpapiere und Aktien aufbewahrt. Gerade Anfängern ist es anzuraten, als Broker eine Bank zu wählen, denn dort haben sie einen persönlichen Ansprechpartner und werden über Chancen, Strategien und Risiken entsprechend aufgeklärt.

Bei der Depoteröffnung teilt der Broker die Anleger in sogenannte Risikogruppen ein. Um diese zu ermitteln, werden Ihre bereits vorhandenen Kenntnisse erfragt sowie gleichzeitig das Anlageziel, d. h., ob Sie als Anleger eher auf Sicherheit bedacht sind oder gerne Risiko eingehen möchten. Eine Risikoinvestition kann natürlich mehr einbringen, aber auch zu größeren Verlusten führen. Ebenso erfragt der Broker, womit Sie handeln möchten. Sollen es nur Aktien sein, Anleihen, Derivate oder beispielsweise auch mal Optionsscheine? Genauso wichtig ist die Frage nach der Höhe der Investition.


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Die richtigen Produkte finden


Zwar lässt Sie eine Bank mit persönlichem Ansprechpartner nicht im Regen stehen, dennoch sollten sich gerade Anfänger ein entsprechendes Grundwissen zulegen. Warum? Weil es an der Börse nicht nur Aktien, sondern viele weitere Möglichkeiten gibt, mehr aus dem eigenen Geld zu machen. Investmentfonds zum Beispiel, mit denen Sie nicht nur Aktien, sondern gleichfalls Immobilien oder Anleihen kaufen können. Das ist besonders interessant für diejenigen, die sich über einen Sparplan und die regelmäßige Einzahlung kleinerer Summen etwas Größeres aufbauen möchten.

Anleihen, Zertifikate, ETFs


Ein Großteil der Anleger möchte sich vor allem für das Alter einen gewissen Grundstock aufbauen. Ist das an der Börse überhaupt möglich? Ja, mit Anleihen, die auch Rentenpapiere heißen. Unternehmen oder Staaten geben diese Anleihen in der Regel zu einem festen Zinssatz heraus. Das ist gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten für viele interessant.

Wer schon etwas erfahrener ist, der greift gern auf Zertifikate zurück, deren Kurs an eine Aktie oder den Aktienindex gekoppelt ist. Günstige Zertifikate bieten dabei ein geringeres Risiko, Turbo-Zertifikate versprechen einen hohen Gewinn – können jedoch auch hohe Verluste verursachen. Dass das Handeln an der Börse Geld kostet, muss klar sein – kein Makler arbeitet umsonst.

 

ETFs werden, wie andere Wertpapiere, an den Börsen gehandelt. Anbieter sind Fondsgesellschaften und Investmentbanken. Die ETFs sind dabei direkt an die Entwicklung eines Index gebunden. Die Indizes werden teils von Börsen angeboten oder von spezialisierten Datenanbietern und Banken.

Vielleicht eher etwas für Profis, doch sicherlich auch für den Laien interessant, sind beispielsweise die wöchentlichen Anlagetipps der Wirtschaftswoche. Hier können Sie sich immer auf dem aktuellsten Stand des Börsengeschehens halten. Auch jemand, der sich noch nicht so gut auskennt, kann zumindest wertvolle Tipps mitnehmen.


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Tipps zum Schluss


Jeder Neuling kann sich im Vorfeld einer Depoteröffnung an einem Musterdepot versuchen. Die meisten Broker bieten ein solches Depot an. Dadurch bekommen Sie als Anleger ein besseres Händchen für die Thematik und können sich ohne Risiko spielerisch versuchen.

Zwei Dinge sollten Sie mitbringen, wenn Sie an der Börse investieren wollen – erstens ein gutes Nervenkostüm und zweitens Geld, das Sie auch für längere Zeit entbehren können. Dies vorausgesetzt, lässt sich durchaus festhalten: Nein, für den Einstieg in die Börse brauchen Sie kein Experte zu sein. Es schadet aber bestimmt nicht, sich tiefer in das Thema einzuarbeiten. Denn je mehr Sie wissen, desto höher sind die Erfolgschancen.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen zum Schluss noch drei Bücher vorstellen, die gerade Anfängern einen guten Einstieg in das Thema Börsenleben ermöglichen:

 

 

Wie ist Ihre Meinung zum Thema Börseneinstieg? Welche Argumente sprechen dafür und welche dagegen, auch als Laie die ersten Schritte zu wagen? Und welche Tipps haben Sie für Neueinsteiger? Wir freuen uns über Ihre Kommentare, Fragen und Anregungen.

Kommentare
von mw27
am ‎26.02.2014 21:53

Den Tipp mit dem Musterdepot kan ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen.

 

Aus meiner Sicht ist es schon lohnenswert auch als Laie -zu denen ich mich auch noch zähle- den ersten vorsichtigen Schritt zu wagen?

 

 

von
am ‎27.02.2014 17:48

Nachdem ich hier in der Community schon über einige Tipps "gestolpert" bin, die sich auch für mich Nicht-Trader interessant anhören, überlege ich gerade, ob ich nicht auch langsam mal an der Börse starten sollte. Da kommt mir die Idee mit dem Musterdepot gerade recht, um mich erstmal ohne Risiko ein wenig auszuprobieren.

 

Wo und wie kann ich das denn hier einrichten?

von tenim
am ‎08.03.2014 01:27

also ich habe vor 6 jahren mich interresiert an die börse gerade da wo lehman brothers pleite ging und die wirtschaftskrise began.

ich lass so viele bücher dennoch keine tipps da stoß ich plötzlich auf einer tv sendung das warren buffett der reichste mensch der welt sei und dies alles mit aktien handelte.

klar dachte dich schon wieder ein guru doch nach meinen recherchen die ich tat sah ich das was dahinter steckt.

wenn er ein unternehmen in blick hatte haben viele ihn nachgemacht und alles nachhinein gekauft.

er sagte ein sprichwort das ich 6 jahre nicht vergesse und nach diesem motto auch gehe ,, sei vorsichtig wenn andere gierig sind, sei gierig wenn andere vorsichtig sind ''.

Also kaufte ich aktien die andere schnell los haben wollten die mit einem tageskurs verlust von über 10% - in minus waren.

das ende vom lied war so wie er es vorhergesagt hatte das am nächsten tag es  6 % stieg und auf dem kommenden tagen insgesamt 10-15% stieg aber da ich mich in einer regel befinde wenn es 10% gewinn ist sofort verkaufen.

Denn wer mit 10% nicht zu frieden ist in einer woche der kann auch nicht mit 100% zufrieden sein der ist hier am falschen ort.

selbstverständlch schaue ich auch welche aktien 10% fallen aber am meisten schau ich im M DAX,TEC DAX,S DAX und DAX werte die in diesem kursverlust gehen.

Denn sie sind in 80% sicheren seite da dieses Unternehmen kein bankrot geht.

Und dann bleibt noch nur noch die Geduld und man kann ich einem Monat schon 25 % Gewinn machen das sind 300% gewinn im jahr und ich bin seit 6 jahren zu frieden den der Plan geht auf.

 

von ILKA80
am ‎10.03.2014 10:02

@tenim das hört sich gut an! Darf ich Fragen, wie lange Du gebraucht hast, durch die ganzen Oder-Formen durchzusteigen? Nutzt Du überhaupt alle Order-Möglichkeiten für Deine interessante Strategie? 

von tenim
am ‎12.05.2014 02:23

jetzt ja