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Microsoft – Der weltweit größte Software-Entwickler

Microsoft ist als Unternehmen ein Synonym für den anhaltenden Fortschritt in der IT-Technologie. Mit der Nutzeroberfläche Windows hat es einen weltweiten Standard gesetzt.

 

Microsoft ist mit den meisten privat und geschäftlich genutzten Personal Computern untrennbar verbunden. Mit neuen Ideen wächst das Unternehmen weiter.

In einer Zeit, in der die Kommunikation mit Computern nur Fachleuten vorbehalten war, bemühten sich Bill Gates und Paul Allan um eine leichtere Bedienung. Mit der Entwicklung verschiedener Basic-Dialekte für unterschiedliche PC-Hersteller erleichterten Sie den Zugang zu den Programmiersprachen – aber erst mit Windows revolutionierte Microsoft die Computer-Bedienung.

 

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Microsoft – Die Erfolgsstory beginnt 1975

 

Seine erste Firma gründete Bill Gates gemeinsam mit seinem Schulkameraden Paul Allen schon mit 14 Jahren. Zusammen entwickelten sie eine Software für den Prozessor Intel 8008, die zur Messung von Verkehrsströmen eingesetzt wurde. Damit verdienten sie bereits 20.000 US-Dollar. Fortan arbeiteten beide zunächst weiter für den Computerhersteller Altair und verpflichteten sich vertraglich, telefonische Beratungen anzubieten. Sie waren so erfolgreich, dass Bill Gates sein Studium, das er 1973 an der Harvard University begonnen hatte, abbrechen musste und 1975 gemeinsam mit Paul Allen Microsoft gründete. Allein die innovativen Ideen brachten den jungen Unternehmern schnelle Erfolge. Bahnbrechend war jedoch der Einfall, das Microsoft Betriebssystem für IBM-Personal-Computer lizenzieren zu lassen. Nicht mehr aufzuhalten waren schließlich die Erfolge nach der Entwicklung und Veröffentlichung von Windows im Jahr 1985.

 

Windows erleichtert die PC-Bedienung

 

Nachdem die Computersprache Basic den meisten Nutzern von PCs die Kommunikation mit ihrem Computer bereits deutlich erleichterte, war Windows als grafische Benutzeroberfläche eine Revolution. Bill Gates und Paul Allen ist dieser Erfolg jedoch nicht allein zu verdanken, denn zuvor hatte bereits Apple eine grafische Benutzeroberfläche eingeführt. Doch erst Microsoft verbreitete das System schließlich mit großem Erfolg – ein weltweit neuer Standard für alle PC-Nutzer. Die Computermaus wurde als Eingabegerät mindestens so wichtig wie die Tastatur, denn die Bedienung der PCs war nun allein durch Anklicken von Symbolen möglich. Die meisten Software-Entwickler stellten sich innerhalb kurzer Zeit auf das Windows-System ein. Selbst Versuche von IBM, die Lizenzierung rückgängig zu machen oder von Apple, Microsoft für den vermeintlichen Ideen-Diebstahl der grafischen Benutzeroberfläche zu verklagen, konnten den wachsenden Erfolg nicht aufhalten. Bereits ein Jahr später ging Microsoft mit einer Erstnotierung von ca. 21 Dollar pro Aktie an die Börse.

 

In den darauf folgenden Jahren wurden zusätzliche Programme, die mit Windows kompatibel und ebenfalls mit der Maus zu bedienen waren, entwickelt. Schließlich stieg auch Microsoft weiter in das Software-Geschäft ein und entwickelte zunächst typische Büro-Arbeitsprogramme, die demselben Bediensystem folgten, wie das Betriebssystem. 1989 startete das Unternehmen mit der Entwicklung des Bürosoftwarepakets MS Office. Interessanterweise werden Word, Excel, Outlook und Powerpoint zuerst für den Apple Macintosh entwickelt, erst im Jahr 1990 folgt eine Windows-Version. 

 

Fehleinschätzungen und zunehmende Konkurrenz

 

In den Folgejahren konnte Microsoft mit der Entwicklung der Xbox in das lukrative Spielekonsolengeschäft einsteigen und sich mit dem Internet Explorer außerdem einen eigenen Web-Browser sichern. Dennoch hatte das Unternehmen auch mit enormen Rückschlägen zu kämpfen: Lange Zeit erkannte die Unternehmensführung nicht die Bedeutung des offenen Web und verpasste zudem den Einstieg in das Smartphone-Geschäft. Das Lachen des damaligen Vorstand-Chefs Steve Ballmer über das iPhone ist seitdem legendär.

 

Erst im Jahr 2011 kündigte Microsoft eine Zusammenarbeit mit dem finnischen Smartphone-Hersteller Nokia an, die von da an Windows-7-Smartphones vertrieben. Doch der Erfolg der Windows-Phones hält sich in Grenzen: im ersten Quartal 2016 machten die Windows-Phones einen Marktanteil von gerade einmal 0,7% aus. Zudem versenkte Microsoft, in dem Bestreben, dem Suchmaschinen-Riesen Google doch noch Konkurrenz zu machen, Milliarden in der Übernahme von Bing. Zwar kann das Unternehmen immer noch Umsätze in Milliardenhöhe verzeichnen, verantwortlich dafür sind jedoch immer noch die altbewährten Produkte, die Microsoft einst groß gemacht haben. Auf dem Smartphone- und Tabletmarkt hat Microsoft aber Schwierigkeiten, Fuß zu fassen.

 

Neue Ideen bei Microsoft

 

Zu den neuen Ideen von Microsoft gehören der Cloud-Dienst Azure mit zwei Rechenzentren in Deutschland. Dank des intelligenten Treuhänder-Systems haben selbst die Justizbehörden der USA keinen Zugriff auf diesen Dienst, der damit als besonders sicher gilt. Außergewöhnlich ist auch die Integration von SAP-Programmen und von Open Source Software in den Cloud-Dienst. Intensive Investitionen tätigt Microsoft derzeit außerdem im Bereich künstliche Intelligenz. Vor kurzem erst kaufte Microsoft das KI-Programm Genee, dieses soll in Verbindung mit Office 365 die Terminplanung weitgehend eigenständig übernehmen. Das Entwicklungsteam von Genee engagiert Microsoft gleich mit. Der Social Chatbot Tay soll sich im Netz verhalten wie ein echter Mensch und lernt zu diesem Zweck selbstständig aus den Konversationen. Das System hat anfänglich einige Rückschläge hinnehmen müssen.

 

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By World Economic Forum from Cologny, Switzerland, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

 

Die Microsoft-Aktie und ihre Entwicklung

 

Aktuell erhöht Microsoft die Dividende für seine Aktien und legt ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 40 Milliarden US-Dollar auf. Seit dem Ende der Finanzkrise zeigt die Microsoft Aktie steigende Tendenz. Aktuell bewegt sich der Kurs zwischen 56 und 58 US-Dollar.

 

Fazit:

 

  • Seit seiner Gründung 1975 erfreut sich Microsoft stetig wachsender Erfolge.
  • Intelligente Lizenz-Verträge und die einfache Bedienung von Windows bilden die Basis des Erfolgs.
  • Bill Gates hat sich seit 2008 aus seinem Unternehmen zurückgezogen.
  • Microsoft ist weiter offen für neue Innovationen wie Cloud-Dienste und künstliche Intelligenz.
  • Genee wird zukünftig Microsoft Office ergänzen.
  • Der Chatbot Tay steckt noch in der Entwicklungsphase.

 

Wie haben Sie die Entwicklung von Microsoft erlebt? Nutzen Sie die Software des Konzerns oder arbeiten Sie vielleicht mit Linux? Teilen Sie uns gerne Ihre Meinung mit.

2 Kommentare

Routinierter Autor

Mein Investment in Microsoft war schon vor über zwei Jahren und ich bin mit der Entwicklung der Aktie sehr zufrieden. Microsoft hat sich geschickt in einigen Wachstumsfeldern positioniert und scheint hier auch kräftig zu wachsen. Bin jedoch vom versuchten Einstieg in den SP Markt sehr entäuscht, vor allem weil ich mir vor ca. 1 Jahr ein Lumia 730 gekauft haben und mit Win Phone sehr zufrieden bin. Nun stampft man sein SP Geschäft unter hohen Verlusten ein, obwohl ich der Meinung bin, bei besserer App Versorgung hätte man in diesem Geschäftsbereich sehr erfolgreich sein können. 😞

 

Ich bleibe investiert, vor allem weil man hier einen Marktführer im Bereich PC Benutzersoftware ohne Konkurrenz hat und die Margen gewaltig sind.


Häufiger Besucher

fange ebenfalls an mit einem Sparplan zu investieren. Ziel ist ganz klar die K.I Forschung sowie Quantencomputing. Daher auch Facebook und Alphabet im Depot. 20 bis 30 Jahre ist der Horizont