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Investmentfonds: Welche Kosten fallen an – und warum?

Seit dem Siegeszug von ETFs gelten aktiv gemanagte Fonds als „teuer“. Stimmt das? Oder sind die zusätzlichen Kosten gerechtfertigt? Wie bei allen Finanzinstrumenten gibt erst ein genauer Blick auf die Details Aufschluss. Wir nehmen die Kostenfaktoren bei Investmentfonds unter die Lupe und erläutern, warum diese anfallen.

 

Auf einen Blick: einmalige und laufende Kosten bei Fonds

 

Bei der Geldanlage in einen aktiv gemanagten Investmentfonds fallen drei verschiedene Arten von Kosten an, die sich weiter aufteilen lassen:

 

  • Ausgabeaufschlag
  • Jährliche laufende Kosten: Verwaltungsvergütung (Management Fee), Kosten für die Verwahrung der Vermögenswerte (z.B. Depotkosten bei Aktien), Kosten für die Wirtschafts- und Steuerprüfung
  • Jährliche variable Kosten: Transaktionskosten für Käufe und Verkäufe von Vermögenswerten innerhalb des Fonds, bei manchen Fonds eine erfolgsabhängige Vergütung bei guter Wertentwicklung

 

Beim Blick auf die einzelnen Punkte wird klar, dass einige davon genauso ETFs betreffen. Zwar haben diese kein aktives Management. Trotzdem fallen Aufwendungen für die Verwahrung des Fondsvermögens, die Steuer- und Wirtschaftsprüfung sowie Transaktionen innerhalb des ETFs an.

Deutliche Unterschiede zwischen ETFs und aktiv gemanagten Fonds gibt es bei zwei Punkten: dem Ausgabeaufschlag und den Kosten für das Management (Verwaltungsvergütung).

 

Ausgabeaufschlag: Warum gibt es ihn und wie wirkt er sich aus?

 

Der Ausgabeaufschlag dient dazu, die Kosten für den Vertrieb des Fonds zu decken. Er wird an die Vertriebsstelle abgeführt. Sie bemerken ihn unmittelbar durch die Differenz zwischen Ausgabe- und Rücknahmekurs. Er fällt einmalig beim Kauf der Fondsanteile an. Wie stark er sich auswirkt, hängt von der Anlagedauer ab. Je länger Sie die Anteile halten, desto weniger fällt er ins Gewicht. Aus diesem Grund wird er bei der ausgewiesenen Wertentwicklung eines Fonds nicht berücksichtigt. Das Gleiche gilt für einen Rücknahmeabschlag. Dieser wird aber nur selten erhoben.

Bei der Gegenüberstellung von aktiven Fonds und ETFs ist zu bedenken, dass auch der Erwerb von Letzteren nicht kostenlos ist. Denn beim Kauf und Verkauf von ETFs über die Börse fallen Gebühren an. Darüber hinaus gibt es auch hier eine gewisse Spanne zwischen Geld- und Briefkurs. Gleichzeitig sind bei der Consorsbank vermehrt Investmentfonds mit stark reduzierten Ausgabeaufschlägen erhältlich.

 

Management Fee: höhere Verwaltungsvergütung für höheren Aufwand

 

Auch für ETFs gibt es ein Management. Da sie aber einen Index abbilden, hat das Management nicht viel zu tun. Der zugrunde liegende Index dient quasi als „Einkaufsliste“: Das Fondsmanagement muss diese nur abarbeiten – sowie bei Änderungen im Index Wertpapiere umschichten.

Bei Investmentfonds ist der Aufwand deutlich größer. Es gibt zwar einen strategischen Rahmen in Form der im Verkaufsprospekt festgelegten Anlagestrategie und somit auch des Anlageschwerpunkts. Abgesehen davon trifft das Fondsmanagement freie Entscheidungen, welche Werte es kauft, hält oder verkauft. Der Erfolg des Fonds – im Sinne, dass er den Benchmark-Index schlägt – hängt damit maßgeblich von einem Informationsvorteil ab. Um diesen zu erlangen, gibt es diverse Möglichkeiten, etwa:

 

  • Studien und Untersuchungen, z.B. bezüglich der Potenziale bestimmter Branchen oder neuer technologischer Entwicklungen
  • Vor-Ort-Gespräche mit dem Management der Unternehmen, in die der Fonds investieren will
  • Austausch mit anderen Analysten, auch international

 

Darüber hinaus spielt die Struktur des Fonds-Portfolios eine wichtige Rolle. Durch eine geschickte Zusammensetzung und Anpassung an Marktgegebenheiten lässt sich im Idealfall fortlaufend das Verhältnis von Rendite und Risiko im Vergleich zum Index optimieren.

Die Verwaltungsvergütung sowie alle anderen laufenden Kosten sind in der ausgewiesenen Wertentwicklung eines Fonds berücksichtigt. Der Ausgabeaufschlag wird dabei nicht mit eingerechnet. Sie sehen also, welche Rendite unterm Strich tatsächlich erzielt wurde.

Ziel des vergleichsweise hohen Aufwandes, der bei aktivem Fondsmanagement betrieben wird ist es einen Mehrwert für den Anleger zu schaffen. Neben einer breiten Streuung seiner Anlage sollen fortlaufend in die Zukunft gerichtete Anlageentscheidungen gefällt werden, die sich in einer Überrendite verglichen zur reinen Index-Entwicklung niederschlagen kann.  

 

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Transparenz bei Fonds: Wo finde ich die anfallenden Kosten?

 

Sämtliche genannten Kosten sind im Verkaufsprospekt eines Fonds aufgeführt. Eine Ausnahme stellen die Transaktionskosten dar, die für Käufe und Verkäufe von Vermögenswerten innerhalb des Fonds anfallen. Deren Höhe ist nicht im Voraus bestimmbar, deshalb gibt darüber der Jahresbericht Aufschluss.

Falls Sie sich bei der Vorauswahl von Fonds nicht jedes Mal durch den kompletten Verkaufsprospekt kämpfen möchten: Die Fondsprofile auf unsere Website sowie die sogenannten Key Investor Documents enthalten die wichtigsten Informationen, einschließlich einmaliger und laufender Kosten.

Die jährlichen laufenden Kosten sind die Kosten, welche nach einer Schätzung im Laufe des Jahres abgezogen werden. Damit wird der Aufwand für das Management des Fonds (Verwaltungsvergütung), die Gebühren für die Verwahrung des Fondsvermögens (Verwahrstellenvergütung) und die Kosten für beispielsweise Wirtschafts- und Steuerprüfung (Aufwendungsersatz) ausgewiesen. Der Ausgabeaufschlag ist jedoch nicht enthalten.

 

Günstig in aktiv gemanagte Fonds investieren – bei der Consorsbank

 

Apropos Ausgabeaufschlag: Wenn Sie Fondsanteile über die Consorsbank erwerben, können Sie diesen Kostenfaktor deutlich senken. Wir bieten zahlreiche Investmentfonds mit Rabatt an. Besonders attraktiv sind unsere ausgewählten Top-Fonds,die Sie mit einem einheitlichen, transparenten Ausgabeaufschlag von nur 1 % erhalten. Darüber hinaus glänzen diese mit hohen Morningstar-Ratings, die die bisherige Qualität des Managements belegen.

Konnten wir Licht ins Dunkel bringen, was die Kosten bei Investmentfonds betrifft? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung in Form eines Kommentars!

 

Fazit

 

  • Die höhere Management Fee bei aktiv gemanagten Fonds begründet sich durch den höheren Aufwand gegenüber ETFs, die nur den Index nachbilden.
  • Die ausgewiesene Wertentwicklung der Fonds enthält bereits die laufenden Kosten.
  • Der einmalige Ausgabeaufschlag fällt mit zunehmender Haltedauer weniger ins Gewicht. Zudem gibt es beispielsweise bei der Consorsbank zahlreiche Fonds mit Rabatt.