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Grundregeln der Geldanlage: das Terrassenmodell

Ob für unerwartete Ausgaben oder größere Anschaffungen: Es ist ein beruhigendes Gefühl, Geld auf der hohen Kante zu haben. Allzu oft jedoch bleibt es bei den guten Vorsätzen. Selbst dann, wenn das Einkommen eigentlich ausreicht. Doch es geht auch anders: indem Sie Struktur in Ihre Finanzplanung bringen und bewusst Geld für verschiedene Zwecke zurück- beziehungsweise anlegen.

 

Finanzen in den Griff kriegen – mit dem Terrassenmodell

 

Der Schlüssel zu einer einfachen und zugleich effektiven Finanzplanung ist das sogenannte Terrassenmodell. Die Finanzpolster sind hier nach dem Faktor Zeit geordnet. Stellen Sie sich das Ganze wie einen Kaskadenbrunnen vor: Sobald das oberste Becken voll ist, läuft das Wasser über und fließt in das Becken darunter. Das Terrassenmodell funktioniert ähnlich – nur mit Geld: Ist die Rücklage bei einer Terrasse ausreichend, widmen Sie sich der nächsten.

 

Terrasse 1: Geld für laufende Zahlungen

 

Die oberste Terrasse ist die wichtigste. Sie besteht aus einem Girokonto mit dem Geld für Ihre laufenden Ausgaben. Eine allgemeine Faustregel für einen ruhigen Schlaf: Sorgen Sie dafür, dass sich immer ungefähr ein Monatseinkommen auf dem Konto befindet. Dann haben Sie einen gewissen Spielraum. Schließlich lassen sich die monatlichen Ausgaben nicht jederzeit perfekt planen.

Sie suchen noch ein günstiges Girokonto? Das Girokonto der Consorsbank ist ab einem monatlichen Geldeingang über 700 Euro sowie für alle unter 28 Jahren kostenlos.

 

Terrasse 2: Reserve und Notgroschen

 

Die zweite Terrasse dient als Reserve und zugleich als Notgroschen. Der Unterschied? Die Reserve ist für planbare Aufwendungen da, beispielsweise den nächsten Urlaub. Mit dem Notgroschen sichern Sie sich gegen unerwartete Ausgaben ab, etwa eine plötzlich notwendige Reparatur des Autos. In der Regel empfiehlt sich hier ein Betrag von zwei bis vier Monatseinkommen. In der Vergangenheit galt die Empfehlung, das Geld der zweiten Terrasse auf einem Tagesgeldkonto zu parken. Dies lohnt sich im aktuellen Nullzinsumfeld jedoch nicht, deshalb kann es auf dem Girokonto bleiben.

Tipp: Rechnen Sie einen Dispokredit nicht zum Notgroschen hinzu. Sehen Sie ihn eher als zusätzliches Sicherheitsnetz, das Sie nur in Ausnahmefällen nutzen. Brauchen Sie es doch einmal, profitieren Sie bei der Consorsbank von günstigen Dispozinsen.

 

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Terrasse 3: Sparen mit kurz- bis mittelfristigen Anlagen

 

Mit der dritten Terrasse sparen Sie auf größere Ausgaben. Das kann eine Renovierung plus neue Einrichtung ebenso sein wie ein Auto. Das perfekte Mittel hierfür sind beispielsweise unsere ETF-Sparpläne. Mit diesen sparen Sie schon ab 10 Euro monatlich – und es gibt zahlreiche ETFs für 0 Euro Sparplangebühr.

Wichtig: Behalten Sie den Zeithorizont im Auge. Brauchen Sie das Geld recht bald? In diesem Fall kommen Geldmarktfonds und Anleihefonds, insbesondere solche mit kurzlaufenden Anleihen, infrage. Sie weisen eine geringe Schwankungsbreite auf. Bei Aktien-ETFs sollte die voraussichtliche Anlagedauer mindestens fünf, besser zehn Jahre betragen. Deren höhere Rendite geht mit deutlich stärkeren Fluktuationen einher.

Sie möchten mehr erfahren, wie sparen mit Sparplänen funktioniert? Im FinanzCoach finden Sie mehr Informationen zum Thema.

 

Terrasse 4: Vermögensaufbau und Altersvorsorge

 

Das letzte Element bilden der langfristige Vermögensaufbau und die Altersvorsorge. Hier hat sich ein Mix aus ETFs oder auch gemanagten Fonds mit Aktien und Anleihen bewährt. Wohneigentum zählt ebenfalls zur vierten Terrasse. Wer selbst kein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, kann zudem einen Immobilienfonds ins Depot aufnehmen.

Die Gewichtung der verschiedenen Anlageklassen ist eine Frage der persönlichen Risikoneigung, aber auch des Alters. In jungen Jahren ergibt es Sinn, überwiegend auf Aktien zu setzen. Rückt das Ende des Arbeitslebens in greifbare Nähe, empfiehlt sich eine Übergewichtung risikoarmer Anlagen wie Anleihefonds.

Sie möchten mehr erfahren, wie Sie mit Wertpapieren Ihren Vermögensaufbau gestalten können? Im FinanzCoach finden Sie mehr Informationen zum Thema.

 

Allgemeine Tipps für Geldanlage und Vermögensaufbau

 

Außerdem ist es hilfreich, bei Terrasse 4 einige bewährte Regeln für eine erfolgreiche Geldanlage nicht aus den Augen zu verlieren.

  • Streuen Sie Ihre Investments: Dabei ist nicht allein die Anzahl unterschiedlicher Anlagen entscheidend, sondern auch deren Korrelation. Vermeiden Sie sogenannte Klumpenrisiken, die beispielsweise durch ein starkes Übergewicht einer einzelnen Branche oder Region entstehen.
  • Definieren Sie Ihre Ziele: Seien Sie sich über Ihren Zeithorizont, Ihre Risikoneigung und Ihre Erwartungen im Klaren. Dies ist die notwendige Grundlage, um das Depot zu strukturieren und passende Anlageinstrumente auszuwählen.
  • Widerstehen Sie kurzfristigen Stimmungen: Es spricht nichts dagegen, von Trends zu profitieren. Behalten Sie dabei aber Ihr Anlagekonzept im Auge. Dann laufen Sie nicht Gefahr, beispielsweise Aktien zu kaufen, die gerade „in Mode“ sind.

Das Terrassenmodell: ein möglicher Ansatz für Ihre Finanzplanung? Lassen Sie es uns in einem Kommentar wissen!

 

Fazit

 

  • Mit dem Terrassenmodell lässt sich die Finanzplanung einfach strukturieren.
  • Es deckt sämtliche Bereiche von laufenden Ausgaben bis zum langfristigen Vermögensaufbau ab.
  • Bei der Consorsbank finden Sie alle Produkte, die Sie für die Umsetzung brauchen: vom günstigen Girokonto bis hin zu ETF-Sparplänen ab 10 Euro monatlich.
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