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Geld anlegen: Welche Methode passt zu mir?

Welche Geldanlage passt zu mir? Private Investoren können durch einfache Überlegungen ihren Anlageerfolg wesentlich verbessern.

 

Um die eigene Anlageform optimal auszuwählen, kommt es darauf an, dass sie genau auf Ihre persönliche Situation abgestimmt ist. Durch die Beantwortung der folgenden Fragen erhalten Sie erste Richtlinien für Ihr Anlagekonzept. Die Fragen sollen nicht die individuelle Beratung ersetzen: vielmehr bieten sie einen ersten Anhaltspunkt zur Orientierung.

 

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Welche Anlageziele verfolge ich über welchen Zeitraum?

 

Diese Frage zielt auf die Auswahl von Investitionsalternativen mit der passenden Laufzeit ab. Selbstverständlich lässt sich eine Antwort nur unter Berücksichtigung der Art des Sparziels finden. Grundsätzlich lassen sich vier verschiedene Zielsetzungen unterscheiden:

 

  • Zwecksparen für die spätere Anschaffung einer Immobilie oder eines hochwertigen Konsumguts
  • Altersvorsorge für den Ruhestand
  • Bilden einer Liquiditätsreserve
  • Unspezifischer Vermögensaufbau

 

Für die Finanzierung eines Eigenheims benötigen Sie Eigenkapital, das Sie wie den Kaufpreis eines Neuwagens, einer Einrichtung oder ähnlichem über einige Jahre hinweg ansammeln. Genau wie beim Ansparen eines Notgroschens fällt der Anlagehorizont hier eher kurz- bis mittelfristig aus. Dagegen handelt es sich beim Sparen für das Alter und beim Aufbau eines Sparkapitals um ein langfristiges Anlageziel. Die Laufzeit der von Ihnen gewählten Investmentalternative sollte zu Ihrem Anlagehorizont passen. So können Sie Ihr Engagement für die geplante Zeitspanne verfolgen, ohne Verluste hinnehmen zu müssen. Jede Anlageform bietet dabei Vor- und Nachteile: Langfristige Geldanlagen sind so zum Beispiel häufig mit Vorteilen ausgestattet, die an die Erfüllung des ursprünglich vereinbarten Zeitraums gebunden sind. Beispiel dafür sind Steuerprivilegien bei der Erfüllung der Voraussetzungen von Kapitallebensversicherungen.

 

Wie viel Risiko möchte ich eingehen?

 

Prinzipiell sind Anlagen mit höheren Gewinnchancen stets mit größeren Verlustrisiken verbunden. So haben Sie zum Beispiel bei der Anlage in Aktien die Möglichkeit, mit beachtlichen Kurssteigerungen und Dividenden eine hohe Rendite zu erzielen. Bricht jedoch der Aktienkurs ein und ändert das Unternehmen seine Ausschüttungspolitik, drohen massive Verluste. Aus diesem Grund eignen sich Aktien und andere Anlageformen mit hohem Schwankungspotenzial eher für risikofreudige Investoren. Durch eine breite Streuung der Anlagen in einem möglichst diversifizierten Portfolio, also der Anlage in Aktien möglichst unterschiedlicher Branchen, können bestimmte Marktrisiken reduziert werden.

 

Die eigene Risikotoleranz abwägen.jpg

Das Abwägen der eigenen Risikotoleranz ist ein wesentlicher Baustein zur Wahl der passenden Geldanlage

 

Umgekehrt sind fest verzinsliche Spareinlagen, ob es sich dabei um Festgeld, Sparbücher oder Bankensparpläne mit fixiertem Zinsen handelt, frei von derartigen Risiken. Allerdings erweisen sich die Renditen, die Sie auf diese Weise erzielen können, als sehr begrenzt. Tatsächlich reichen Sie häufig in vielen Fällen nicht einmal aus, um die Inflation auszugleichen, sodass es zu realen Verlusten statt Gewinnen kommt. Eine genaue individuelle Abwägung der verantwortbaren Risiken ist deshalb essentiell, um sich für eine Anlageform entscheiden zu können.

 

Wie schätze ich die künftige Marktentwicklung ein?

 

Anders als die beiden vorhergehenden Fragen bezieht sich dieser Punkt nicht auf Ihre individuelle Lebenssituation, sondern vielmehr auf die allgemeine Entwicklung an den Kapitalmärkten. Wenn Sie zum Beispiel bei festverzinslichen Investments davon ausgehen, dass die Zinsen in den nächsten Jahren stark steigen werden, sollten Sie nur kurzfristige Anlagen tätigen. Sobald der erwartete Zinsanstieg eingetreten ist, satteln Sie auf Spareinlagen mit langen Laufzeiten um. Dagegen sollten Sie bei einem Engagement in Aktien schwache Phasen des Marktes nutzen, um Werte zu kaufen.

 

Wie viel einschlägiges Know-how besitze ich?

 

Erfolgreiches Agieren an den Kapitalmärkten, zum Beispiel durch das Kaufen und Verkaufen von Aktien, Optionsscheinen, Anteilen an Investmentfonds und anderen Werten, setzt umfangreiche Kenntnisse voraus. Außerdem müssen sich Privatanleger, die Ihr Sparkapital auf diese Weise vergrößern möchten, permanent über die aktuellen Entwicklungen informieren. Anders als häufig empfohlen, stellt es keine sinnvolle Strategie dar, Aktien und andere volatile Anlagen zu kaufen, sich um diese dann nicht mehr zu kümmern und nach ein paar Jahren gewinnbringend zu verkaufen. Die Gefahr, entscheidende Informationen und Warnsignale zu verpassen, ist dabei viel zu groß, sodass solche buchstäblich „unbekümmerten“ Investments nicht selten mit großen Verlusten enden.

 

Wie hoch ist meine Bereitschaft, mich regelmäßig auf dem Laufenden halten?

 

Heute können Sie unzählige Möglichkeiten nutzen, sich umfangreiches Wissen über die verschiedenen Formen von Geldanlagen anzueignen. Publikationen im Internet, von Artikeln aus Online-Fachlexika bis hin zu Webinaren, vermitteln wichtige Inhalte auf leicht verständliche Weise. So ist es auch Laien möglich, einen fundierten Kenntnisstand zur erreichen. Wenn Sie weder Interesse an den Wirkungsmechanismen haben, die an den Kapitalmärkten herrschen, noch Freude daran haben, täglich deren aktuelle Entwicklungen zu verfolgen, kommen Aktien und ähnliche Anlageformen für Sie nicht infrage. Für alle privaten Investoren mit ausgeprägter Risikoneigung, aber ohne Zeit und Interesse an intensiver Beschäftigung mit den Kapitalmärkten, können Fonds eine gute Alternative zum Kauf einzelner Werte darstellen. 

 

Da Ihre Lebensverhältnisse und -planung Änderungen unterworfen sind, sollten Sie Ihr Anlageportfolio von Zeit zu Zeit daraufhin überprüfen, ob es noch Ihren Anforderungen entspricht. Aus dieser Analyse ergeben sich häufig Anpassungserfordernisse. Bevor Sie jedoch Vermögensumschichtungen in größerem Umfang vornehmen, sollten Sie sich unbedingt über die daraus resultierenden Transaktionskosten informieren.

 

Fazit:

 

  • Heute stehen für jede Risikoeinstellung und jeden Anlagehorizont die passenden Investmentalternativen zur Verfügung
  • Eine regelmäßige Überprüfung der Erreichung der Anlageziele ist auch für private Investoren unverzichtbar
  • Privatanleger können sich mithilfe des Internets umfangreiches Wissen über Kapitalanlagen aneignen

Welcher Anlagetyp sind Sie? Berichten Sie uns gerne von Ihren Erfahrungen.

 

Dieser Artikel dient lediglich der Information und stellt keine Kaufempfehlung dar. Die Consorsbank verfolgt keine werblichen Zwecke. Die Blogredaktion übernimmt damit keine Gewähr und/oder Haftung für die Vollständigkeit und Aktualität sowie Richtigkeit der Inhalte.

5 Kommentare

Gelegentlicher Autor

Hallo ,

wie kann ich beim auslaufenden Bullenmarkt das Risiko minimieren ?

Klar  umschichten und  aufteilen --  aber in was ?

Mfg.


Häufiger Besucher

Ich halte es wie immer: breit streuen. Etwas physisches Gold, ein paar Fonds und ETFS,  ausgewählte Blue Chips, wenige spekulative Werte und ein bischen Derivate zum Spielen😆. Damit bin ich eigentlich gut gefahren.


Neu hier!

Hi cosse,

 

Umschichten würde voraussetzen dass du den Markt timen kannst. Schau dir einen Chart vom S&P500 der letzten 100 Jahre an. Bsp https://de.wikipedia.org/wiki/S%26P_500#/media/File:S%26P_500.png

Ein Bärenmarkt ist eine temporäre Erscheinung. Stur weiterkaufen und den eigenen Anlagehorizont auf unendlich stellen. Im Ruhestand 4% Entnahmeregel, .. das wars.

Wenn du kurzfristig orientiert bist, dann sind Aktien die falsche Asset für dich.

 

Grüße

Fane


Gelegentlicher Autor
Zum Blogbeitrag: Völlig undifferenzierte Allgemeinplätze. Was soll das?

Häufiger Besucher

Klar Superbulle. Hast du konkrete Vorschläge die garantiert funktionieren? Was schlägst du vor? Umschichten, mit Stop loss verkaufen, mit Derivaten oder Optionen absichern, einfach aussitzen oder sonst was?