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Geizig oder sparsam? Das ist der Unterschied

von ‎18.08.2020 12:09 , bearbeitet ‎18.08.2020 12:13
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Weniger Geld ausgeben: für die meisten eine gute Idee. Sich finanziell nicht übernehmen, Rücklagen bilden. Doch wo verläuft die Trennlinie zwischen Geiz und Sparsamkeit?

 

Und warum bewerten wir Sparsamkeit als Tugend, Geiz hingegen nicht? Mit Geiz sind häufig negative Assoziationen verknüpft, mit Sparsamkeit eher positive. Beide Grundhaltungen haben manches gemeinsam. Noch wichtiger aber sind die Unterschiede.

Starten wir bei den Gemeinsamkeiten. Die bestehen darin, mit Geld und Sachwerten haushalten zu können. Dahinter steht der Wunsch, ein Polster anzulegen, um auch beim Eintreten unvorhergesehener Situationen souverän reagieren und die Rücklagen einsetzen zu können. Wie diese Absicht in die Tat umgesetzt wird – nun, da gehen der Geizige und der Sparsame unterschiedliche Wege.

 

Geiz ist zwanghaft – und keineswegs geil

Selbst der größte Geizhals hat vermutlich irgendwann mit einem Sparziel angefangen. Wenn der achtsame Umgang mit Geld dann übertriebene Formen annimmt, hört der Spaß jedoch rasch auf. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wer geizig ist, büßt meistens auch eine gewisse Lebensqualität ein. Auf Unternehmungen, Anschaffungen, sogar auf die Kontakte mit Freunden wird graduell immer mehr verzichtet. Denn all das kostet Geld. Wenn das Sparen um jeden Preis sich derart verselbstständigt, mag das Vermögen anwachsen, doch wird der Geizige damit wirklich glücklich? Sparsame ticken ganz anders.

 

Der bewusste Umgang mit Ressourcen – für mehr Lebensglück

Sparsame und Frugalisten – das sind Menschen, die möglichst wenig ausgeben, um ein Höchstmaß an Unabhängigkeit zu erreichen – haben viel gemeinsam. Sie haben verinnerlicht, dass Geld ein guter Diener, aber ein schlechter Herr ist. Und so bemühen sie sich darum, die eigenen Finanzen im Griff zu haben. Dazu wird vor allem hinterfragt und geplant.

 

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Während sich ein Geiziger prinzipiell keine Urlaubsreise, Markenkleidung oder ähnliche Dinge gönnt, überlegen sparsame Menschen zunächst:

 

  • Möchte ich das wirklich haben?
  • Kann ich es mir leisten?
  • Könnte ich diesen Artikel möglicherweise günstiger erwerben?

Sparsame tätigen selten Spontankäufe, gönnen sich jedoch sehr wohl, was ihrem Leben mehr Qualität verleiht. Nur eben auf achtsame Weise. Die eigenen Finanzen im Blick zu haben, zu planen und besonnen zu verwalten, gibt ihnen ein erhebliches Maß an Kontrolle und neben finanzieller Autonomie das Glücksgefühl der emotionalen Sicherheit.

 

Vermögensbildung mit Disziplin

Ein Nebeneffekt wohlverstandener Sparsamkeit ist die zunehmende Selbstdisziplin. Wer sich nicht von den kleinen Lastern und unüberlegten Käufen des Alltags hinreißen lässt, profitiert langfristig auch in Geldgeschäften. Das nicht sinnlos ausgegebene Kleingeld läppert sich zum Monatsende und kann gewinnbringend angelegt werden.

Das gilt unabhängig vom Einkommen. Es muss ja keine große Investition sein, die die eigene Vermögensbildung in Gang bringt. Schon mit geringen monatlichen Sparraten beispielsweise auf börsengehandelte Indexfonds lässt sich selbst mit beschränktem Budget ein Polster für geplante Projekte, die Ausbildung der Kinder oder die eigene Altersvorsorge anlegen. Die beliebten ETFs können flexibel und ohne sich langfristig festzulegen, beim Vermögensaufbau eingesetzt werden. Mit einem Wertpapierdepot und einem ETF-Sparplan haben umsichtige Anleger auch in Zeiten der Nullzinspolitik eine Möglichkeit, achtsame Finanzverwaltung auszuleben.

 

Anlegen und Sparen mit der richtigen Strategie

Sparsame planen nicht nur ihre Ausgaben und ihr Leben, sie planen vor allem ihre Unabhängigkeit. Das wirkt sich nach einer Weile auch auf die Strategien bei der Vermögensbildung aus. Wächst das Eigenkapital an, stellt sich die Frage, was damit geschehen soll und wie es die besten Renditen erzielt.

Die Anlage in Wertpapiere ist für die Sparsamen dieser Welt oft eine Möglichkeit, die ihrer Umsicht entgegenkommt. Dank einer informierten Zusammenstellung von Werten aus unterschiedlichen Anlageklassen, breit genug aufgestellt über Branchen, Länder und Kontinente, schaffen sich diese Anleger eine robuste Basis für die eigene Lebensplanung und -finanzierung. Dabei können sie auf Aktien, Anleihen, Fonds oder ETFs zurückgreifen.

 

Sparziele zu benennen, lässt Wünsche ein Stück näher rücken

Das Erreichen der eigenen Sparziele rückt in greifbare Nähe, wenn man sie benennt. Wer ein konkretes Ziel formuliert und sich dafür einen zeitlichen Rahmen setzt, hat einen Plan. Danach fällt die Festlegung der einzelnen Schritte deutlich leichter. Ist der Anfang gemacht, entwickelt die Vermögensbildung eine erfreuliche Eigendynamik und zeigt schnell Erfolge.

 

Für größere Ziele: Sparplan anlegen

Für langfristige Sparziele bietet sich ein Sparplan an. Bei der Consorsbank können Sparpläne ab einem Sparbetrag von 25€ pro Monat angelegt werden. Bei Bedarf können Sie den Betrag flexibel anpassen oder pausieren. Wenn Sie den Sparplan entsprechend benennen, behalten Sie Ihr Ziel immer im Blick. Für den Abschluss Ihres ersten Sparplans können Sie sich 20€ Prämie sichern.

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