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Entspannt in den Urlaub – Tipps für die Absicherung Ihres Depots.

Endlich Sommer. Endlich Sonne. Endlich Urlaub. Obwohl der Jahresurlaub schon monatelang geplant ist, fährt so mancher Anleger nicht wirklich entspannt in den Urlaub: Am Strand oder in den Bergen – und vor allem wenn man mit der Familie unterwegs ist, kann und möchte man auch nicht, ständig das Wertpapierdepot im Auge behalten. Damit Ihr Depot generell in puncto Kursschwankungen stabil aufgestellt ist, empfehlen wir einen regelmäßigen Depotcheck. Z.B. kostenlos mit dem persönlichen Risiko Management der Consorsbank.

 

Depot für die Urlaubszeit absichern.jpg

 

Um zusätzlich sicherzugehen, dass ihr Depot für Ihre Urlaubszeit bestens vorbereitet ist, vor allem wenn Sie einige risikoreichere Positionen besitzen, bieten sich folgende Absicherung-Tipps an:

 

1. Stop-Loss – der automatische Verkäufer

 

Zur Absicherung Ihres Depots können Sie auf bestimmte Wertpapiere Orders mit einem sogenannten Stop-Loss erteilen. Dann wird die Order nur ausgeführt, wenn das Wertpapier eine von Ihnen festgesetzte Barriere unterschreitet oder berührt. Stop-Loss-Orders können auf Aktien, Fonds, ETFs, Optionsscheine, Anleihen und Zertifikate erteilt werden.

 

Stop-Loss am Beispiel Aktien: Sie besitzen Aktien zum derzeitigen Kurs von 7,00 Euro. Erteilen Sie einen Verkaufsauftrag mit dem Zusatz Stop Loss zum Beispiel bei 6,80 Euro, um dieses Vermögen abzusichern. Sobald dann der Kurs auf 6,80 Euro oder darunter fällt, wird die Aktie zu einer Marketorder und mit dem nächsten Kurs automatisch verkauft. Auf diese Weise sind Sie vor einem möglichen Kursrutsch abgesichert. Bleibt der Kurs aber stabil oder steigt weiter, bleiben Ihre Papiere im Depot.

 

Der Nachteil der Stop-Loss-Strategie: Das Wertpapier könnte nur kurzzeitig fallen und dann wieder deutlich ansteigen, dann sind Sie als Anleger Ihre Wertpapiere los und können dann nicht mehr von den steigenden Kursen des Wertpapiers profitieren.

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2. Trailing Stop-Loss – der intelligente Verkäufer

 

Eine Trailing Stop-Loss-Order funktioniert wie eine Stop-Loss-Order (siehe oben), aber mit einem Unterschied: Steigt der Kurs, steigt auch Ihr Stop-Loss-Limit. Wenn Sie eine Verkaufsorder mit dem Zusatz Trailing Stop Loss erteilen, legen Sie zusätzlich fest, wie groß der Abstand zwischen aktuellem Kurs und Ihrem Stop-Loss-Limit sein soll. Diesen Abstand können Sie als absoluten Wert in Euro oder in Prozent angeben. Steigen also die Kurse, steigt auch automatisch das Limit, damit der gewünschte Abstand eingehalten wird. Das Stop-Loss-Limit ändert sich nicht bei fallenden Kursen.

 

Trailing Stop-Loss am Beispiel Aktien: Sie besitzen Aktien mit dem aktuellen Wert von 5,00 Euro. Den initialen Stop legen Sie bei 4,50 Euro und den Abstand bei 30 Cent fest.

Nach einer kurzzeitigen Schwankung, steigt wieder der Kurs auf 5,00 Euro. Dadurch 

wird der Stop Loss automatisch auf 4,70 Euro angehoben. Steigt der Kurs weiter, passt sich der Stop Loss automatisch dem aktuellen Wert an. So liegt bei einem Kurs von 6,00 Euro der Stop Loss bei 5,70 Euro, bei einem Kurs von 7,30 Euro der Stop Loss bei 7,00 Euro, usw. 

 

Steigt nun Ihre Aktie auf 9,00 Euro, wird der Stop auf 8,70 Euro automatisch angehoben. Fällt jetzt die Aktie wieder, wird Ihre Order als unlimitierte Verkaufsorder ausgeführt – sobald sie den neuen Stop von 8,70 Euro erreicht oder unterschritten hat.

 

Trailing Stop Loss

Ihr Vorteil: Durch die automatische Anpassung des Stops auf 8,70 Euro, haben Sie die Möglichkeit einen deutlich höheren Verkaufserlös zu erzielen, als bei der statischen Stop-Loss-Order.

 

3. One cancels the other (OCO) – der intelligente Allrounder

 

Mit einem OCO-Auftrag stellen Sie zwei Aufträge gleichzeitig, von denen einer storniert wird, sobald der andere ausgeführt wird. So haben Sie die Möglichkeit mit nur einer Order sowohl ein Verkaufslimit zu erteilen, um Gewinne zu sichern als auch ein Stop Loss zur Absicherung vor Verlusten zu hinterlegen. Fällt der Kurs auf Ihr Stop-Loss-Limit oder darunter, wird Ihr Verkaufslimit gestrichen und Ihr Verkaufsauftrag wird zum nächsten handelbaren Börsenkurs ausgeführt. Steigt der Kurs dagegen auf Ihr Verkaufslimit oder darüber, verfällt Ihr Stop-Loss-Limit und Ihre Order wird als Verkaufsorder mit Limit ausgeführt.

 

OCO-Order am Beispiel Aktien: Sie kaufen eine Aktie zu einem Preis von 6,80 EUR. Einen Kurssturz könnten Sie bis zum Wert 6,00 EUR akzeptieren. Des Weiteren möchten Sie Gewinne realisieren sobald die Aktie auf 8,50 EUR steigt. Deshalb erteilen Sie eine Verkaufsorder mit dem Zusatz OCO. Ihre Stop-Loss-Order liegt bei 6,00 Euro. Gleichzeitig geben Sie einen limitierten Verkaufsauftrag auf. Das Limit dafür liegt bei 8,50 Euro.

Szenario 1: Steigt der Aktienkurs auf 8,50 Euro, wird der limitierte Verkaufsauftrag ausgeführt und die Stop-Loss-Order wird gestrichen.

Szenario 2: Fällt der Aktienkurs auf oder unter 6,00 Euro, wird die Stop-Loss-Order mit dem nächsten Kurs ausgeführt und der limitierte Verkaufsauftrag gestrichen.

 

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 Fazit: Welche Strategie passt zu Ihren Anlagezielen?

 

Wenn Sie sich für eine oder mehrere der o.g. Strategien entscheiden, sollten Sie vorher genau überprüfen, welche zu Ihren Anlagezielen passen. Haben Sie mehrere Depots mit unterschiedlichen Zielen, könnte es durchaus Sinn machen, die Absicherungs-Strategie zu variieren.

Wir wünschen Ihnen einen in jeder Hinsicht entspannten und erfolgreichen Urlaub!