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ETFs – börsengehandelte Indexfonds als Geldanlage

von am ‎16.09.2014 10:21 - zuletzt bearbeitet am ‎24.06.2015 09:06  von
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ETFs, im Sprachgebrauch auch genannt passiv gemanagte Fonds oder börsengehandelte Indexfonds, werden häufig als verhältnismäßig sicher und günstig im Kauf angepriesen. Aber was ist ein ETF und wie unterscheidet er sich zu einem aktiv gemanagten Fonds?

 

Geldanlage mit ETFs.jpg

Was ist ein ETF?

 

Mit einem ETF (Exchange Traded Fund) investieren Sie in einen an der Börse gehandelten Indexfonds. Dessen steigender oder fallender Kurs orientiert sich an einem Index, wie etwa dem Aktienindex DAX. Ein solcher Fonds kann sich aber auch nach einem Renten- oder Branchenindex oder anderen Anlageklassen, wie z.B. Rohstoffe richten.

 

ETFs sind „passiv“ gemanagt, das heißt, das Anlageziel ist die Nachbildung eines Index. Abhängig von der gewählten Methode des Anbieters, die Wertentwicklung nachzubilden, werden z.B. bei einem DAX ETF durch den ETF-Anbieter die Aktien gekauft, die im Deutschen Aktien Index gelistet sind. Im ETF sind die Aktien im gleichen Verhältnis, wie im zugrunde liegenden Index enthalten. ETFs können außerdem genauso einfach wie Aktien an der Börse gehandelt werden.

 

Grafik: ComStage DAX® TR UCITS ETF / WKN ETF001 

 

Comstage3.jpg

Quelle: Comstage ETFs / WKN ETF001 

 

 

ETFs vs. gemanagte Fonds

 

Kosten:

Aktiv gemanagte Fonds sind für das Fondsmanagement arbeitsintensiver als ETFs, deshalb zahlen Anleger i.d.R. höhere Verwaltungsgebühren, ggf. auch Kaufaufschläge und Verkaufsabschläge.

ETFs haben dagegen nur geringe Verwaltungskosten.

 

Rendite:

Aktiv gemanagte Fonds bieten generell die Chance auf eine bessere Wertentwicklung. Jedoch können sie diese keineswegs garantieren, da der Erfolg stark von den Entscheidungen des Fondsmanagements abhängt.

 

ETFs steigen im Kurs der Anleger

 

Höhere Transparenz und geringere Kosten – ETFs stehen bei privaten Anlegern seit einigen Jahren immer höher im Kurs.

 

Inzwischen nutzen Anleger, die ihre Investmententscheidungen selbst fällen und bewusst auf den Rat eines Finanzexperten verzichten, häufiger ETFs als klassische InvestmentfondsDiesen Schluss lässt eine Umfrage der Kommunikationsagentur Ergo und des Online-Portals Finanzen.net zu (Quelle: Studie ergo ETF Monitors 2014 – powered by Finanzen.net).

 

Demnach nutzen 62 Prozent der befragten 605 Nutzer ETFs, im vergangenen Jahr waren es noch 48 Prozent. Die Zahl der Teilnehmer, die auf aktiv verwaltete Fonds setzen, sank dagegen von 64 auf 59 Prozent. Nur Einzelaktien sind noch beliebter (siehe Grafik).

 

Grafik: Welche der folgenden Wertpapiere besitzen Sie? (Antworten in %)

 

Bild2.jpg

Quelle: Studie ergo ETF Monitors 2014 – powered by Finanzen.net

 

 

Auch ETFs sind nicht risikofrei

 

ETFs haben im Hinblick auf Kosten und Transparenz unbestreitbare Vorteile – sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Anleger. Doch, wie bei jedem Wertpapier ist die Anlage mit gewissen Risiken verbunden:

 

  • ETFs schwanken (wie ihr zugrundeliegender Index) im Wert, es können auch Verluste entstehen.
  • Es besteht ein allgemeines Marktrisiko, da die Kursentwicklung der Börsen von verschiedenen Einflussfaktoren wie z.B. politischen Veränderungen abhängig ist.
  • Da ein ETF das Ziel hat, den jeweiligen Markt nach- bzw. abzubilden, entwickelt er sich selten besser als der dazugehörige Index.
  • ETFs sind eher für eine mittel- bis langfristige Anlagestrategie geeignet.

 

Fazit

 

Ein an der Börse gehandelter Indexfonds (ETF), eignet sich für Anleger, die Kosten sparen wollen (geringere Managementkosten als bei aktiv gemanagten Fonds) und ein transparentes Wertpapierprodukt bevorzugen, das einen schnellen und einfachen Zugang über die Börsen bietet.

 

Zum einen passen sie gut zum Börsen-Einsteiger, der noch nicht so stark in die komplexe Materie vorgedrungen ist und eine nachvollziehbare Anlage sucht. Zum anderen kann auch der Börsenprofi auf ein großes ETF Angebot zugreifen, das basierend auf den verschiedensten Märkten die unterschiedlichsten Strategien ermöglicht.   

 

Cortal Consors Blog.pngUnser Tipp: Besuchen Sie unser Webinar "Besser anlegen: Strategien und Praxistipp - ETF und ETC". Hier erfahren Sie alles zu den Grundlagen und wie Sie die zu Ihrer Anlagestrategie passenden ETFs oder ETCs finden. 

 

Cortal Consors Blog.png

Haben Sie selbst schon ETFs in Ihrem Portfolio? Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

 

 

Kommentare
von
am ‎22.06.2015 22:34

Kann es richtig sein, dass ETF's wie z.B. der iShares Core S&P 500 UCITS ETF (A0YEDG) nur eine TER von 0,07 hat und die meisten anderen wie z.B. db x-trackers S&P 500 UCITS ETF 1C  (DBX0F2) bei 0,35 % TER liegen.

 

Wo ist denn der Hacken, bei denen die unter 1% liegen ?

 

Hat jemand ne Erklärung ?

 

Besten Dank

Georg

 

von
am ‎24.06.2015 13:13

Hallo @Sh,

 

die iShares Core Serie ist eine Auswahl von zehn der beliebtesten ETFs, die sich als zentrale Portfoliobausteine nutzen lassen, und dies zu besonders günstigen Konditionen (siehe: Quelle).

 

Weitere Informationen dazu finden Sie auch im EXTRA-Magazin aus dem Jahre 2014 unter dem folgenden Link.

 

Herzliche Grüße aus Nürnberg,

Sonja

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