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EA Sports: Electronic Arts etabliert neue Vertriebsstrategien

von ‎05.07.2018 07:30 , bearbeitet ‎05.07.2018 07:55
2 Kommentare

Der Spiele-Gigant Electronic Arts plant die weltweite Einführung eines neuen Abo-Modells. Erfahren Sie hier mehr über den Konzern.

 

Electronic Arts gilt als weltweit führender Hersteller von Video- und Computerspielen für PCs und mobile Endgeräte. Das Unternehmen hat seinen Sitz im kalifornischen Red Wood City. Zu den bekanntesten Produkten, die international eine riesige Fangemeinde besitzen gehören:

 

  • Fifa Fußballspiele, die jedes Jahr in einer neuen Version erscheinen
  • Sims, ein Game auf der Basis einer Real-Life-Simulation, das als das meist verkaufte Computerspiel überhaupt gilt
  • Die Star Wars Jedi Sessions
  • Need for Speed, eine rasante Autorennen-Simulation

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Die beeindruckende Firmengeschichte

 

Electronics Arts wurde bereits im Jahre 1982 von William Trip Hawkins, als Pionier auf dem Gebiet von Games in Form von Videos und Computerprogrammen, gegründet. Von Anfang an war es das erklärte Ziel des ambitionierten Gründers, nicht nur Spiele zu kreieren, die spannend und unterhaltsam sind. Vielmehr wollte er bei der Schaffung seiner Video- und Computerspiele hohe ästhetische sowie künstlerische Ansprüche umsetzen – aus diesem Grund stellt die Firmenbezeichnung „Electronic Arts“ gleichzeitig das Programm des Unternehmens dar. Im Jahr 1991 verließ William Trip Hawkins Electronic Arts, seit dieser Zeit leitete Larry Probst mit großem Erfolg die Geschicke des Konzerns, bis er 2007 die Geschäftsleitung an John Riccitiello übertrug. In den 90er Jahren gelang es Electronic Arts, vom Marktführer für elektronische Spiele in den USA zur globalen Nummer Eins auf diesem Gebiet aufzusteigen. Riccitiello füllte diese Funktion bis 2013 aus. Unter seiner Führung musste Electronic Arts massive Verluste hinnehmen. Seit 2013 ist Andrew Wilson als Chief Executive Officer von Electronic Arts tätig.

Seit Beginn des neuen Jahrtausends gliedert sich die Geschäftstätigkeit des Unternehmens in die folgenden vier Bereiche:

 

  • EA Games Label
  • EA Sports Label
  • EA Casual Entertainment Label
  • The Sims Label

 

Unter diesen Bezeichnungen vertreibt Electronic Arts auch seine Programme.

 

Origin-Access und ein Spieleabo als Bestandteile eines neuen Vertriebsmodells

 

Im Laufe seiner Geschichte hat Electronic Arts verschiedene Verfahren ausprobiert, um seine Spiele vor nicht autorisierten Zugriffen zu schützen und auf diese Weise seine Umsatzquellen zu erhalten. Mit Origin Access scheint der kalifornische Spiele-Gigant nun einen Weg gefunden zu haben, dieses Ziel zu erreichen. In Deutschland fallen für eine Origin-Access-Mitgliedschaft lediglich knapp vier Euro im Monat an, wahlweise kann der Kunde sich auch für ein Jahresabo für nur knapp 25 Euro entscheiden. Für diese überschaubare Gebühr kann der Nutzer auf zahlreiche Spiele zugreifen. Außerdem erhalten die Spieler einen Rabatt in Höhe von 10 Prozent beim Kauf eines neuen Games und werden eingeladen, Testversionen von Spielen auszuprobieren.

 

Darüber hinaus äußerte sich Andrew Wilson kürzlich zu den Plänen von Electronic Arts, weltweit ein neues Abo-Modell für einzelne, besonders beliebte Spiele einzuführen. Konkret hat der CEO dabei Fifa und Madden im Auge. Genau wie bei den Video- Streaming-Diensten von Sky oder Netflix propagiert Wilson ein 365-Tage-Modell. Es sieht vor, dass der Kunde auf das von ihm gebuchte Spiel sowohl mit seinem PC als auch mit verschiedenen mobilen Endgeräten, vom Smartphone bis hin zum Tablet, zu jedem beliebigen Zeitpunkt zugreifen kann. Dabei ist garantiert, dass dem Gamer stets die neueste Version zur Verfügung steht. Nach Aussagen des Chefs von Electronic Arts bewährt sich dieses neuartige Abonnement bereits bei Spielern in verschiedenen asiatischen Ländern.

 

Sollte es dem Spezialisten für Computer- und Videospiele tatsächlich gelingen, das neue Abo-Modell weltweit durchzusetzen, käme dies einer Revolution auf dem hart umkämpften Gaming-Markt gleich. Mit dieser neuen Vertriebsstrategie möchte Electronic Arts seine Spieler langfristig binden. Außerdem schafft diese Art der Abonnements die Möglichkeit, aus bereits vor Jahren veröffentlichen Games laufend Umsätze in beachtlicher Höhe zu generieren. Experten betonen darüber hinaus, dass viele Kunden eher bereit sind, niedrige monatliche Abo-Gebühren zu bezahlen, als auf einen Schlag eine höhere Summe für ein neues Spiel auszugeben. 

 

Die Entwicklung des Aktienkurses

 

Die Aktie von Electronic Arts hat schwere Zeiten hinter sich: Kostete das Papier Ende 2007 noch mehr als 40 Euro, sackten die Notierungen als Folge der krisenhaften Unternehmensentwicklung in den Folgejahren drastisch ab. Jahrelang verharrte die Aktie bei Werten von weniger als 20 Euro. Erst 2014 begann ein beeindruckender Erholungsprozess, der Electronic Arts zu einem der gefragtesten Werte der Unterhaltungsbranche werden ließ. So gelang es dem Spielegiganten im Jahre 2015, die 60 Euro-Marke zu überschreiten, Anfang 2017 notiert Electronic Arts bereits bei über 80 Euro. Im weiteren Verlauf schaffte die Aktie Notierungen von über 100 Euro. Gegenwärtig liegt der Aktienkurs des Unternehmens bei etwa 120 Euro (Stand: Juli 2018).

 

Fazit:

 

  • Die Erfolgsaussichten für das innovative Vertriebsmodell von Electronic Arts scheinen positiv zu sein
  • Der Aktienkurs hat in den letzten beiden Jahren einen starken Anstieg zu verzeichnen
  • insbesondere das neue Abo-Modell gilt als Ursache für den derzeitigen Kurs

 

Glauben Sie auch, dass die Aktie von EA weiter steigen wird? Sehen Sie einen möglichen Konkurrenten, der bald ähnlich erfolgreich sein kann? Teilen Sie uns doch gern Ihre Meinung mit.

 

Kommentare
von The_T-Man
am ‎07.07.2018 13:16
EA schlachtet nur noch ehemals erfolgreiche Titel wie SimCity und The Sims aus und verprellt treue Kunden mit oben genannten "tollen" Abo- und DLC-Modellen, was zuletzt in einigen repräsentativen Umfragen dazu führte, dass EA zum unbeliebtesten Unternehmen der USA gekürt wurde. Ich sehe in EA ganz klar einen untergehenden Stern; interessanter wären hier sicher Publisher wie zB Paradox Interactive, die EA beispielsweise mit Cities Skylines das SimCity-Konzept aus der Hand genommen haben.
von Marvi
am ‎09.07.2018 21:04

Tja wer schlecht kopiert, fliegt irgendwann siehe Yahoo. EA ist m.E. auch eine stark überbewertete Aktie. Da kauf ich lieber Vivendi, denn da zählt der Kunder noch mehr.

 

Grundsätzlich geht es EA und auch Vivendi nur um Masse statt klasse. So baut man kein erfolgreiches Unternehmen auf!