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Dividenden: Das entscheidende Renditeplus für Ihr Aktiendepot?

von am ‎26.03.2015 09:44
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Die meisten Aktionäre verfolgen die Aktienkurse im Internet oder in der Zeitung mit großer Spannung. Doch werfen sie kaum jemals einen Blick auf die Dividenden, also die regelmäßigen Ausschüttungen der börsennotierten Aktiengesellschaften. Das ist ein fataler Fehler! Denn wer bei Aktien auf dividendenstarke Titel setzt, kann seine Gewinne beträchtlich erhöhen. Wir sagen Ihnen, worauf es bei der Auswahl ankommt.

 

Dividendenstrategie

 

Was Dividenden sind und wer sie bekommt

 

Was sind Dividenden? Die Antwort ist ganz einfach: Dividenden sind üblicherweise die Gewinnbeteiligungen, die jeder Aktionär erhält. Ein börsennotiertes Unternehmen schüttet diese Gewinnbeteiligung in der Regel einmal jährlich an die Aktionäre aus. Als Aktionär gilt dabei jeder, der die Aktie am Tag der Hauptversammlung hält. Tags darauf findet er die Dividendengutschrift auf seinem Verrechnungskonto. Die Dividende brauchen Sie weder zu beantragen, noch sind Sie verpflichtet, dafür die Hauptversammlung aufzusuchen. Sie bekommen einfach einen bestimmten Betrag für jede Aktie, die Sie von dem betreffenden Unternehmen halten.

 

Über die Höhe der Dividende entscheidet die Hauptversammlung, nachdem der Vorstand einen entsprechenden Vorschlag erarbeitet hat. Die Dividende kann aber auch ausfallen, beispielsweise wenn das Unternehmen keine Gewinne gemacht hat oder mageren Zeiten entgegensieht. Ausländische Unternehmen zahlen ihre Dividenden oft häufiger aus, zum Beispiel in den USA: Weil viele US-Bürger einen Teil ihrer Rente aus Aktieninvestments bestreiten, sind sie auch daran interessiert, regelmäßig kleinere Zahlungen zu bekommen. Deshalb ist in den Vereinigten Staaten die Ausschüttungsfrequenz höher, nämlich meist viermal pro Jahr.

 

Die Dividendenrendite: eine wichtige Kennzahl

 

Wie viel ein Unternehmen in Euro und Cent an Dividenden an seine Aktionäre ausschüttet, sagt nicht genug darüber aus, ob sich ein Aktienkauf lohnt oder nicht. Als Anleger müssen Sie die Höhe der Ausschüttung in Bezug zum Aktienkurs setzen. Sie teilen also einfach die Ausschüttung durch den Aktienkurs und multiplizieren das Ergebnis mit 100 Prozent. Schon haben Sie die Dividendenrendite, eine wichtige Kennzahl, um attraktive Aktien zu identifizieren. Ein Beispiel dazu: Ein Automobilhersteller schüttet pro Aktie 2,50 Euro aus. Bei einem Aktienkurs von 100 Euro bedeutet dies: Die Dividendenrendite beträgt 2,5 Prozent. Das entspricht in etwa dem langjährigen Durchschnitt aller Dax-Unternehmen.

 

Was sagt die Dividendenrendite aus? Sie ist sozusagen die Verzinsung, die eine Aktie abwirft. Wäre die Aktie aus unserem Beispiel eine Anleihe, dann würde sie sich mit 2,5 Prozent verzinsen. Anders als bei der Mehrzahl der Anleihen ist dieser „Zinssatz“ aber variabel. Denn die Dividende ändert sich jährlich, der Börsenkurs während der Handelszeiten sogar laufend. Deshalb ist das Risiko bei einem Aktieninvestment auch höher als bei einer konservativen Anlage, beispielsweise einem Tagesgeldkonto.

 

Welcher Börsenkurs eignet sich überhaupt zur Berechnung? Wenn Sie eine fertig berechnete Dividendenrendite im Internet finden, bezieht sich diese meist auf den Schlusskurs am Tag der Hauptversammlung. Das gilt auch für die Dividendenrendite, die Sie bei der Consorsbank im Bereich Aktien & Märkte finden.

 

Oft ist es aber sinnvoller, Ihre persönliche Dividendenrendite zu betrachten. Das heißt: Wenn die betreffende Aktie bereits in Ihrem Depot liegt, teilen Sie die Dividende durch den Kurs, zu dem Sie die Aktie gekauft haben. Bei Ihren Überlegungen, ob sich ein künftiges Aktieninvestment auch wirklich lohnt, nehmen Sie den Kurs, zu dem Sie die betreffende Aktie aktuell kaufen können.

 Von Dividenden profitieren

 

Worauf Sie zusätzlich zur Dividendenrendite achten sollten

 

„Je höher die Dividendenrendite, desto besser!“ Im Prinzip stimmt dieser Grundsatz. Aber allein auf die Dividendenrendite verlassen Sie sich besser nicht, wenn Sie dividendenstarke Aktien auswählen. Denn diese Kennzahl steigt auch dann, wenn der Kurs niedrig ist. Womöglich holen Sie sich also via Dividendenrendite ausgerechnet die kurslahmen, wenig aussichtsreichen Titel ins Depot.

Auf folgende Punkte sollten Sie deshalb zusätzlich achten, wenn Sie Ihr Auge auf Dividendenaktien werfen:

 

  • Ausschüttungsquote: Wie viel vom Gewinn schüttet das betreffende Unternehmen an seine Aktionäre aus? Bei Ausschüttungen bis zu 60 Prozent brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Alles, was darüber liegt, sollte Sie jedoch skeptisch stimmen. Denn einem Unternehmen, das zu viel ausschüttet, fehlen die Rücklagen für kommende Investitionen. Das verbaut Zukunftschancen und Wachstumsmöglichkeiten!
  • Regelmäßigkeit der Dividenden: Bevorzugen Sie Unternehmen, die regelmäßig, mindestens einmal jährlich, eine Dividende ausschütten. Unternehmen mit ausschüttungsfreien Jahren sollten Sie als Dividendentitel nicht unbedingt in die engere Wahl nehmen.
  • Gewinnwachstum: Ohne Gewinn nützt die schönste Dividende nichts. Bevorzugen Sie solide Unternehmen, deren Gewinn in den vergangenen Jahren gewachsen und nicht geschrumpft ist. Einzelne Stagnationen oder Rückgänge aufgrund einer lahmenden Konjunktur lassen sich verschmerzen. Aber dauerhaft sollte der Gewinn steigen.

Auch Fonds zahlen Dividenden

 

Wenn Sie dividendenstarke Aktien in Ihr Portfolio aufnehmen möchten und Sie dabei eher moderate Risiken eingehen möchten, sollten Sie über dividendenstarke Aktienfonds (auch Dividendenfonds genannt) nachdenken. Diese können das Risiko – eines Kursverfalls einzelner Aktien – schon bei einem geringen Kapitaleinsatz minimieren. Vor allem vor dem Hintergrund der aktuell niedrigen Zinsen konservativer Anlagemöglichkeiten, wie z.B. Bundesanleihen oder Tagesgeldkonten.

 

Skeptisch gegenüber Aktien?

 

Wie anfangs bereits erwähnt, sind sich viele Anleger nicht darüber klar, dass sich Aktien nicht alleine durch die Spekulation auf Kursgewinne lohnen. Das zeigt u.a. Deutschlands größte Direktbankenstudie im Rahmen der „Aktion pro Aktie“. Sie deckt Fehlinformationen auf und wiederlegt sie.

 

Wie genau findet man eigentlich dividendenstarke Aktie?

 

Consorsbank Ausgabe my Dividends.jpgSie können dividendenstarke Aktien für Ihr Depot finden, indem Sie in der Consorsbank Wertpapier-Suche den Filter „Dividendenrendite“ hinzufügen. Anschließend können Sie im Kurssnapshot der Aktien weitere Kennzahlen wie Ausschüttungsquote und Gewinnwachstum recherchieren.

 

Mit der der PDF-Version der Zeitschrift "MyDividends" bieten wir Ihnen aber eine zusätzliche Möglichkeit die für Sie passenden Aktien auszuwählen – mit einer Auswahl dividendenstarker Aktien und weiterführenden Hintergrundinformationen. 

  

 MyDividends 

 


Fazit: Dividendentitel können sich lohnen

 

Dividendentitel lohnen sich, aber nur, wenn Sie sie sorgfältig auswählen. Neben der Dividendenrendite sollten Sie unbedingt die Ausschüttungsquote (max. 60 Prozent), die Regelmäßigkeit der Ausschüttungen und das Gewinnwachstum in Ihre Überlegungen einbeziehen. Dann ist sichergestellt, dass Sie nicht aufs falsche Pferd setzen. 

Kommentare
von
am ‎27.03.2015 10:18

mir werden bei der Dividenten-Gutschrift generell 15% 'ausländische Quellensteuer' für IBM-Aktien einbehalten, obwohl ich eine NV-Bescheinigung an Cortal gegeben habe.

Frage: kann ich dieser Quellensteuer entgehen, bzw. diese zurückfordern?

 

von
‎27.03.2015 14:41 , bearbeitet ‎27.03.2015 14:42

Hallo egale35,

 

die IBM-Aktie ist eine amerikanische Gattung. Sofern Sie als Kunde bei uns ausreichend nach US-Richtlinien legitimiert sind, zahlen sie den verminderten Quellensteuersatz von 15% (wie hier der Fall). Dieser Wert ist auf die in Deutschland bestehende Abgeltungssteuer in Höhe von 25% aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) anrechenbar. Das bedeutet, dass Kunden in Deutschland nur noch 10% versteuern müssen. Können Sie den "deutschen Anteil" freistellen (wie hier der Fall durch die vorliegende NV-Bescheinigung), berechnen wir keine Kapitalertragssteuer, und die 15% werden als anrechenbare Quellensteuer in den Quellensteuertopf eingestellt.

 

Durch die NV-Bescheinigung werden Sie als Kunde bei uns nie Kapitalertragssteuer zahlen. Folglich kann die anrechenbare Quellensteuer auch nirgends angerechnet werden. Der (positive) Quellensteuertopf ist nach Ende eines jeden Jahres zu bescheinigen und kann nicht in folgende Jahre fortgeschrieben werden.

 

Es kann somit festgehalten werden:

Die Quellensteuer wird vom Quellenstaat erhoben und Sie können dieser Besteuerung nicht entgehen. Durch das DBA erhalten Sie bereits eine Anrechnung in Deutschland - auch wenn diese Anrechnung hier nichts bewirkt. Darüber hinaus kann weder eine (weitere) Anrechnung noch eine Rückforderung erfolgen.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben!

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema steht Ihnen auch Ihr persönliches Betreuungsteam gerne zur Verfügung!

 

Herzliche Grüße aus Nürnberg und ein schönes Wochenende,

Sonja

Community Moderator

von
am ‎27.03.2015 15:17

Man sollte der Dividende nicht zu hohe Bedeutung beimessen.
In der Regel zahlen jene Unternehmen Dividende, bei denen innerhalb des Unternehmens keine Investitionsmöglichkeiten gefunden wurden, die sich lohnen. Deshalb gibt man das Geld lieber den Aktionären, sodass diese die Möglichkeit haben, das Geld zu investieren. Eine hohe Dividende kann also ein Zeichen sein, dass das Unternehmen nicht zu den innovativsten gehört.
Ferner sinkt der Kurs der Aktie nach der Dividenden-Ausschüttung nahezu exakt um den Betrag, den die Dividende eingebracht hat. Unter dem Strich gleicht sich das also aus. Besonders ärgerlich ist das für diejenigen, die nicht die Aktie, sondern ein Zertifikat auf die Aktie besitzen. Diese sind in der Regel nicht dividendengeschützt. Der Kursverlust, der mit der Dividende einhergeht, schlägt sich also im Zertifikatswert nieder, ohne von der Dividende zu profitieren.
Wesentlich entscheidender als die Dividende ist also, ob die Aktie noch im Wert steigen wird. Und das ist bei Aktien ohne Ausschüttung eher der Fall.

von
am ‎28.03.2015 10:41

@cb-sonja: 

ich habe parallel folgende Info von der Kundenbetreuung erhalten - diese widerspricht Ihrer Info:

 

Team: Kundenbetreuung
Mailaccount: kundenbetreuung@consorsbank.de


Sehr geehrter Herr Schömbs,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Die Nichtveranlagungsbescheinigung gilt für deutsche Steuern. Sobald Sie Dividende ausländischer Aktien erhalten, wird die sogenannte ausländische Quellensteuer abgezogen. Die US-Quellensteuer kann nicht zurückgefordert werden. Die Rückforderung der Quellensteuer anderer Länder lohnt sich nur bei Abzügen oberhalb von 93 EUR, denn so hoch sind mindestens die Bearbeitungsgebühren für die Rückforderung über uns. Dieser Betrag beinhaltet auch Kosten der ausländischen Behörden. Die Erstattung kann mehrere Monate bzw. Jahre dauern, darauf haben wir keinen Einfluss.

Haben Sie Fragen? Dann erreichen Sie Ihr persönliches Betreuungsteam montags bis sonntags von 07:00 bis 22:30 Uhr unter der Telefonnummer +49 911 369-3000. Bitte halten Sie für das Telefonat Ihre gültigen Online-Zugangsdaten bereit.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende.

Freundliche Grüße

Geschäftsbereich Privatkunden
Kundenservice

Antonios Moumouris

von
am ‎29.03.2015 14:25

Am Tag  der Dividenzahlung wird der Aktienkurs um den Betrag der Dividende gekürzt. Was ist aber wenn S/L gestzt ist und dadurch der Aktienkurs in das S/L fällt, wird dann die Aktie verkauft? Oder sollt man besser den S/L Kurs bis zu dem Termin der HV setzen und danach erst wieder den S/L abzüglich des Dividendenkurses neu setzen?

von
‎29.03.2015 15:32 , bearbeitet ‎29.03.2015 15:33

Zunächst: Der Aktienkurs wird nicht direkt gekürzt, sondern er fällt in etwa um den Betrag der Dividende. Ein Beispiel: Am 07.05.2014 hat die Allianz den Aktieninhabern eine Dividende von 5,40€/Aktie zugestanden. Der Schlusskurs der Aktie an diesem Tag lag bei 124,91€. Am nächsten Tag hat die Aktie den Handel bei 120,20€ eröffnet. Die Schwankung ist also nicht scharf, sondern nur ungefähr.
Grundsätzlich sind Dividenden im Vorfeld zumindest annähernd bekannt. Es wirkt sich also nicht nur die Dividende an sich, sondern auch Annahmen über ihre Höhe auf den Kurs aus und zwar schon vor dem Zeitpunkt der Dividendenzahlung. Es werden diese Informationen quasi in den Wert der Aktie eingepreist. Am Tag nach der Dividendenzahlung fällt dann der Wert in etwa um die Dividendenzahlung.
Um auf die Frage mit dem Stop/Loss (unter der Annahme, dass S/L Stop Loss heisst) zurückzukommen: Wenn Sie verhindern möchten, dass der S/L auslöst, weil der Kurs nur aufgrund der Dividende gesunken ist, dann gibt es mehrere Möglichkeiten:

- Sie passen den S/L Kurs vor dem Tag der Dividendenzahlung um die erwartete Dividendenzahlung nach unten an. Vorteil: der S/L wird vermutlich nicht durch die Dividendenzahlung ausgelöst. Nachteil: Fällt die Dividende höher aus als erwartet, dann kann es passieren, dass der S/L dennoch ausgelöst wird. WIll man das umgehen, muss man den Abstand zum Stop-Loss etwas größer gestalten. Problem hierbei: Je größer der Abstand, desto größer auch der eventuelle Verlust beim Stop-Loss.
- Sie verwenden den Orderzusatz Trailing Stop Loss. Hierbei wird der Stop-Loss kontinuierlich mit dem Kursverlauf angepasst. Als Abstand nimmt man die erwartete Dividende oder etwas mehr. Auch hier gilt wie beim herkömmlichen S/L: Je größer der Abstand, desto mehr Schwankung gesteht man der Aktie zu, ehe der S/L ausgelöst wird. Das kann die Rendite erhöhen, aber natürlich auch die Verlustbegrenzung schwächen. Da muss jeder selbst entscheiden, Patentlösungen gibt es da leider keine.
- Sie lassen den S/L wie er ist. Dann wird zwar eventuell der S/L ausgelöst, aber wahrscheinlich erst nach der HV. Und somit ist man soweit ich weiß dividendenberechtigt, denn man besaß die Aktie am Tag der HV. Sie erhalten so die Dividende und den Erlös aus dem Verkauf der Aktie.

Welche Möglichkeit zu wählen ist, hängt vor allem von der Risikoneigung ab. Auch nicht außer acht lassen sollte man die anfallenden Gebühren. Wenn man die Aktie halten will und dafür etwas Risiko (und damit eventuell höhere Rendite) in Kauf zu nehmen bereit ist, sollte man den Abstand des S/L groß wählen. Ist man vor allem an der Sicherheit (und damit eine etwas schmalere Rendite) interessiert, dann wählt man den Abstand eher kleiner. Das gilt sowohl für den herkömmlichen S/L, als auf für den Trailing Stop Loss.

von
am ‎29.03.2015 17:50

sorry, aber was hat dies alles mit meiner ursprünglichen Frage zu tun?

die antwort von mb-sonja widerspricht der Aussage von Consorsbank...?

Von dort wurde mir per mail mitgeteilt, dass grundsätzlich eine Erstattung der ausl. Quellensteuer möglich sei, jedoch 93 Euro kostet?

habe per mail angefragt, ob diese Gebühr jedes Quartal anfällt, bisher noch keine Antwort

 

bitte beim Thema bleiben in diesem Blog - sonst wirds unübersichtlich...

von
am ‎30.03.2015 14:10

Hallo @eagle35 ,

 

wir bedauern, dass es bei Ihrer Anfrage an unsere Kundenbetreuung und dem Kommentar von CB_Sonja zu Missverständnissen gekommen ist. Grundsätzlich widersprechen sich die gegebenen Antworten nicht.

 

Oft sind aus dem Ausland gezahlte Dividenden und Zinserträge mit einer Quellensteuer versehen. Diese wird direkt von der Zahlstelle einbehalten und wir erhalten lediglich den Nettobetrag. Doppelbesteuerungsabkommen mit zahlreichen Staaten führen dazu, dass bis zu 15% davon auf die Kapitalertragsteuer angerechnet wird. Weitere Informationen zur Anrechnung von Quellensteuer können Sie der Website des Bundeszentralamtes für Steuern entnehmen. http://www.steuerliches-info-center.de/DE/AufgabenDesBZSt/AuslaendischeFormulare/Quellensteuer/quell...


Zur anfallenden Quellensteuer der USA gibt es eine Sonderregelung: Der Quellensteuersatz für die USA beträgt 30%, wobei in Folge des Doppelbesteuerungsabkommens mit Deutschland für deutsche Anleger in einem deutschen Depot tatsächlich nur 15% abgezogen werden. Die 15% Quellensteuer sind voll anrechenbar.


Im Quellensteuertopf wird ein Guthaben eingestellt, wenn ein ausländischer Kapitalertrag mit Quellensteuer durch einen Freistellungsauftrag/einer NVB freigestellt wird. Dabei wird nur der anrechenbare Anteil der ausländischen Quellensteuer (z.B. 15% der 35%igen Quellensteuer in der Schweiz) berücksichtigt. Ist bei Ertragszahlung kein Freistellungsauftrag vorhanden, wird die ausländische Quellensteuer direkt auf den Ertrag angerechnet und wirkt sich somit sofort steuermindernd aus.

 

Viele Grüße

CB_Max

Community Moderator

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