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Die größten Mineralwasserfirmen in Deutschland

In Deutschland erfreut sich Mineralwasser in abgefüllter Form großer Beliebtheit. Wissen Sie aber auch, welche Konzerne hinter dem Markt stecken und wie das Wasser in die Flasche kommt?

 

Rund 150 Liter Mineral- und Heilwasser konsumieren die Deutschen pro Jahr und Kopf. 1970 lag der Pro-Kopf-Verbrauch gerade einmal bei 12,5 Litern. Sicherlich kennt jeder die großen Marken wie Gerolsteiner, Rheinfels oder Apollinaris. Doch welche Marken machen den größten Umsatz und welche Konzerne stecken dahinter?

 

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Platz 5: Nestlé Waters Deutschland

 

Seit 1992 fasst der Nestlé-Konzern seine Geschäfte mit Wasser unter der Gruppe Nestlé Waters zusammen. Die Deutsche Vertretung hat ihren Sitz in Mainz. Nestlé Waters mit Sitz in Paris ist ein eigenständiges Unternehmen unter dem Dach der Nestlé-Gruppe, deren Stammsitz sich in Vevey in der Schweiz befindet. Die Nestlé Waters Deutschland GmbH ist eine eigenständige Tochtergesellschaft, die zu 100 Prozent im Besitz von Nestlé Waters ist und damit komplett zu Nestlé gehört. Das Unternehmen gilt als Marktführer für Mineralwasser im deutschen Einzel- und Fachhandel. Mit Marken wie S. Pellegrino, Perrier, Contrex, Vittel oder Nestlé Pure Life deckt Nestlé Waters Deutschland verschiedene Preissegemente ab.

 

Platz 4: Hassia Gruppe

 

Die Hassia Mineralquellen GmbH & Co. KG hat eine rund hundertjährige Tradition. Das Unternehmen war bis in die 1980er Jahre ein regionaler Anbieter für Mineralwasser. Durch Übernahmen und Neugründung von Unternehmen in Hessen, Thüringen und Sachsen ist die heutige Konzernstruktur entstanden. Die Hassia Gruppe besteht heute aus den sieben Tochtergesellschaften:

 

  • Das Stammhaus Hassia Mineralquellen mit Brunnen in Bad Vilbel und Rosbach
  • Thüringer Waldquell
  • Glashäger Mineralbrunnen
  • Lichtenauer Mineralquellen
  • Wilhelmsthaler Mineralbrunnen
  • Kumpf Fruchtsäfte
  • Rapp´s Kelterei.

Die Hassia-Gruppe gehört zu den umsatzstärksten Markenanbietern, in den östlichen Bundesländern rangiert das Unternehmen auf Platz 1.

 

Platz 3: Altmühltaler Mineralbrunnen GmbH & Co. KG

 

Das Unternehmen geht ursprünglich auf eine Brauerei aus dem Mittelalter zurück, erst Ende des 20. Jahrhunderts kam über eine Thermalquelle der Bereich Mineralwasser dazu. Heute besteht es aus fünf Tochtergesellschaften. Dazu gehören:

 

  • Die Altmühltaler Mineralbrunnen GmbH & Co. KG selbst
  • Die Brandenburger Urstromquelle GmbH & Co. KG
  • Die Vitaqua GmbH
  • Die Heil- und Mineralbrunnen Germete GmbH
  • Die BUQ Personal GmbH zum Unternehmenskomplex.

 

Letztere versorgt die anderen Unternehmen mit Mitarbeitern. Der Altmühltaler Mineralbrunnen stellt keine Markenprodukte unter eigenem Namen her. Das Unternehmen beliefert Discounter in Deutschland, Österreich und Frankreich mit Mineralwasser, Bier und Mischgetränken. Mineralwasser der Firma findet sich als Handelsmarke unter anderem bei Norma, Netto, Aldi, Penny, Rewe und Edeka.

 

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Platz 2: Hansa-Heemann AG

 

Auch die Hansa-Heemann AG gehört zu den Giganten im deutschen Mineralwassergeschäft, obwohl nur die wenigsten Verbraucher das Unternehmen kennen. Das Unternehmen wurde 1973 als Nord Getränke GmbH und Co. KG gegründet, seit 1994 wird es als AG geführt. Seit der Übername der Heemann Mineralbrunnen Beiseföhrt GmbH und Co. KG trägt Hansa-Heemann seinen aktuellen Namen. Das Unternehmen produziert in erster Linie Mineralwasser und Erfrischungsgetränke als Handelsmarken für Discounter in Deutschland, der Schweiz, Polen, Dänemark und in den Niederlanden. Eigenmarken sind das norddeutsche Hella sowie das St. Michaelis Mineralwasser, das von der Konzerntochter Hansa Mineralbrunnen GmbH in Trappenkamp produziert wird. Werke befinden sich:

 

  • Am Stammsitz Rellingen
  • In Aumühle (Marke: Fürst Bismarck)
  • In Bruchsal
  • In Kloster Lehnin
  • In Löhne

 

Die Verteilung der Mineralbrunnen ist strategisch günstig gewählt, um alle Regionen Deutschlands sowie die Nachbarländer einfach und schnell beliefern zu können.

 

Platz 1: Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke GmbH & Co. KG

 

Die Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke GmbH & Co. KG, kurz MEG-Gruppe genannt, ist die Nummer 1 unter den deutschen Mineralbrunnen. Der bei Verbrauchern eher unbekannte Platzhirsch ist eine hundertprozentige Tochter der Schwarz-Gruppe, die unter anderem Lidl und Kaufland betreibt. Ursprung der MEG-Gruppe ist der Leißlinger Mineralbrunnen mit seiner über hundertjährigen Tradition. Der ehemalige Familienbetrieb wurde zu DDR-Zeiten verstaatlicht und dem VEB Getränkekombinat Dessau angeschlossen. Bei der späteren Re-Privatisierung im Jahr 1990 übernahm ein Enkel des Firmengründers das Unternehmen. Er verkaufte seine Anteile in mehreren Schritten an die Schwarz-Gruppe. Die heutige MEG-Gruppe ist durch die Übernahme weiterer Mineralbrunnen entstanden. Zur Holding gehören folgende Abfüllbetriebe:

 

  • Himmelsberger Mineralbrunnen GmbH in Sachsen
  • Kirkeler Erfrischungsgetränke GmbH im Saarland
  • Leißlinger Mineralbrunnen GmbH in Sachsen-Anhalt
  • Pfälzer Erfrischungsgetränke GmbH in Rheinland-Pfalz
  • Weser-Ems Erfrischungsgetränke GmbH in Niedersachsen

 

Zusätzlich besitzt die Unternehmensgruppe die Roßbacher Kunststoffverarbeitungs-GmbH mit Sitz in Sachen-Anhalt, die die PET-Flaschen für das Mineralwasser herstellt. Hauptgeschäftsfeld der MEG-Gruppe ist die Abfüllung von Mineralwasser und Erfrischungsgetränken für die Geschäfte der Schwarz-Gruppe. Zusätzlich füllt das Unternehmen einige Eigenmarken wie TAUfrisch und Leisslinger ab.

 

Fazit:

 

  • Der Markt für Mineralwasser liegt in Deutschland fest in der Hand von Großkonzernen
  • Das meiste Wasser verkauft eine Tochtergesellschaft der Schwarz-Gruppe über Lidl und Kaufland
  • Auch die weiteren verdanken ihren Erfolg Handelsmarken
  • Auf Platz 5 liegt die Nestlé-Gruppe, die von teuren Markenwassern bis hin zu Eigenmarken jedes Preissegment abdeckt

 

Hätten Sie gewusst, wer den Markt für Mineralwasser in Deutschland bestimmt? Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!

3 Kommentare

Autorität

Als Aktionär interessiere ich mich in dieser Branche für Unternehmen, die als Aktiengesellschaften firmieren. Die hier genannten Platzhirsche 1-4 sind es nicht. Zahlen werden in diesem Blog auch nicht genannt. Der deutsche Markt in Mineralwasser ist sehr zergliedert. So gibt es ca. 833 staatlich anerkannte Mineralwasser.Sieht man sich die Standorte einiger Quellen an, so wird einem schon vorher schlecht. Römerwall aus Duisburg Walsum!!!

Sieht man sich den Wassermarkt nach dem Kriterium an, welche Marken am meisten getrunken werden, erkennt der Verbraucher und Aktionär bekannte Namen.

  1. Gerolsteiner
  2. Volvic
  3. Vittel, von Nestlé
  4. Apollinaris, von The Coca-Cola Company
  5. Bonaqua, von The Coca-Cola Company

Die Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG ist ein Hersteller und Vertreiber von Mineralwasserprodukten. Gerolsteiner Brunnen ist nach eigener Aussage größter Mineralwasser-Exporteur Deutschlands und Weltmarktführer unter kohlensäurehaltigen Mineralwässern; ihre Produkte werden weltweit in über 30 Ländern verkauft.

Volvic ist der Markenname eines Mineralwassers aus Frankreich. Namensgebend ist die französische Gemeinde Volvic, in der 1927 die Volvic-Quelle entdeckt wurde. 1938 wurde das Wasser erstmals naturbelassen und ohne Zusätze in Glasflaschen abgefüllt

Vittel, Apollinaris und Bonaqua gehören zu den bekannten Aktiengesellschaften Nestle und Coca Cola, die nicht nur kaufenswert sind, weil sie Mineralwasser herstellen.


Regelmäßiger Besucher

Die Mineralbrunnen Überkinger VZ. WKN 661403 sind börsennotiert und zahlen auch eine schöne Dividende !!


Autorität

Danke für den Hinweis. Ja, Überkinger hatte ich auch mal auf dem "Schirm" , als der Kurs schwach war. Ich verstehe zu wenig vom Geschäft, ob man mit Wasser allein eine gute Rendite   erzielen kann,

Ich mag lieber big caps, wie KO und PEP. Ich nehme lieber Nestle als Überkinger.