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Die drei teuersten Immobilienmärkte der Welt

von am ‎06.02.2019 10:13 - zuletzt bearbeitet am Montag
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Steigende Immobilienpreise belasten zunehmend den Geldbeutel der deutschen Verbraucher. Wie stehen wir im internationalen Vergleich da? Wir stellen die drei teuersten Immobilienmärkte der Welt vor.

 

Hierzulande lassen niedrige Zinsen die Preise für Wohnungen und Häuser stetig wachsen. Insbesondere in gefragten Ballungszentren wie München, Berlin, Frankfurt am Main oder Hamburg scheinen Eigentumswohnungen oder Häuser unbezahlbar zu sein. 

Fast 6.800 Euro kostet ein Quadratmeter durchschnittlich in München. Damit belegt München deutschlandweit Platz 1 der teuersten Immobilienmärkte, gefolgt von Frankfurt und Stuttgart (Statista, 4. Quartal 2018). Im Vergleich zu den teuersten Immobilienmärkten der Welt ist Wohneigentum in Deutschland jedoch noch günstig. Denn auch in anderen Regionen wird das Wohnen stetig teurer. 

 

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Platz 3 im internationalen Vergleich: London

 

London ist ein begehrtes Pflaster. Nicht nur Mitglieder des englischen Königshauses unterhalten einen Wohnsitz in London, auch bei vielen Stars oder russischen Oligarchen ist die Metropole an der Themse beliebt. Nicht ohne Grund trägt die Hauptstadt auch den Titel Londongrad. Allerdings leidet der Immobilienmarkt der Stadt aktuell unter den Folgen der Brexit-Entscheidung. Schon jetzt führen die Unsicherheiten der wirtschaftlichen Situation zu einer Rezession. Die Bank of England ist gezwungen, die Zinsen anzuheben und die starken Preissteigerungen belasten die Bewohner. Während der letzten Jahre galt: Wer ein Haus oder eine Wohnung in einem der angesagten Viertel der Stadt kaufte, konnte in einem oder zwei Jahren bei einem Verkauf satte Gewinne einstreichen. Heute fallen besonders in den teuersten Vierteln der Stadt die Preise rapide.

 

Die zweitteuerste Adresse der Welt

 

Auch wenn der Londoner Immobilienmarkt „nur“ auf Platz 3 liegt und wahrscheinlich weiter fallen wird: Das zweitteuerste Appartement der Welt befindet sich im Herzen der Metropole direkt gegenüber des legendären Hyde Parks. Im luxuriösen Gebäudekomplex „One Hyde Park“ residieren europäische Wirtschaftsgrößen neben Scheichs und Oligarchen. Die teuerste Wohnung des Komplexes ist das Penthouse, das der aus der Ukraine stammende Rinat Achmetow besitzt. Es soll rund 200 Millionen Euro wert sein. Zum Paket gehört ein ständig erreichbarer Butler-Service sowie kugelsichere Fenster und ein Panic Room. Insgesamt beherbergt das „One Hyde Park“ 86 Luxus-Appartements. 60 Mitarbeiter des nebenan gelegenen 5-Sterne-Hotels „Mandarin Oriental“ sorgen für das Wohl der Bewohner. Die beiden Objekte sind über einen Tunnel verbunden. Nicht weniger ausgefallen ist die Villa „Kensington Palace Gardens“. Zwölf Schlafzimmer, eine für den Durchgangsverkehr gesperrte Straße und die Nachbarschaft zum Sultan von Brunei, der saudischen Königsfamilie und einigen Botschaften bietet das 202 Millionen Euro teure Objekt.

 

Platz 2 im internationalen Vergleich: Hongkong

 

Hongkong ist eine Stadt der Gegensätze. Auf stark begrenztem Raum drängen sich fast 7,5 Millionen Menschen. Das bedeutet, dass auf einem Quadratkilometer fast 7.000 Menschen leben. Die ärmsten Bewohner sind als „Käfigmenschen“ bekannt. Sie leben in etwa zwei Kubikmeter großen, gestapelten Boxen aus Draht oder Holz, die normale Räume in Wohnraum für viele aufteilen. Auf der anderen Seite steht die reiche Oberschicht, die in luxuriösen Appartements lebt. Hongkong zählt zu den heißesten Immobilienmärkten der Welt, da sich aufgrund des begrenzten Platzangebots besonders der Bau von Luxuswohnungen lohnt. Für die Mittelschicht ist eine Eigentumswohnung oft unbezahlbar. In der Metropole findet sich auch die teuerste Wohnung Asiens: Das luxuriöse Appartement ist im 46. Stock eines Hochhauses im begehrten Viertel Mid-Levels gelegen und verfügt über 532 Quadratmeter Wohnfläche sowie eine 163 Quadratmeter große Dachterrasse. Der Verkauf fand im Jahr 2015 statt, als der Immobilienmarkt in Hongkong eher schwächelte. Trotzdem lag der Verkaufspreis umgerechnet bei rund 70 Millionen Euro.

 

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Platz 1 im internationalen Vergleich: Monaco

 

Das Fürstentum Monaco bietet den teuersten Immobilienmarkt der Welt. Auch hier sorgt Platzknappheit für steigende Preise. Denn Monaco zieht die Käufer aus zwei Gründen an: Einerseits ist eine Bleibe in Monaco ein echtes Statussymbol, auf der anderen Seite bietet das Fürstentum die gewünschte Stabilität für die immobile Geldanlage. Wer in Monaco eine Wohnung kaufen möchte, muss nicht nur über das nötige Geld verfügen. Es gehört auch eine Portion Glück und viel Geduld dazu. So wechselten vor zwei Jahren lediglich 553 Wohnobjekte den Besitzer. Wer einen Neubau beziehen möchte, hat noch mehr Konkurrenz, davon gab es lediglich 33 Stück. Im Schnitt kostet ein Neubauobjekt fast 14 Millionen Euro, Bestandsimmobilien wechseln für fast fünf Millionen Euro den Besitzer. Aufsehen erregte der Verkauf des Penthouses im 2015 fertiggestellten Wolkenkratzer „Tour Odéon“, der 300 Millionen Euro einbrachte. Die Bewohner erreichen den Pool auf einer einige Stockwerke niedriger gelegenen Dachterrasse mit einer eigenen Rutsche. Insgesamt 260 Wohnungen, die besonders bei Russen beliebt sind, beherbergt der Bau, der in bester Lage in unmittelbarer Nähe zum Kasino steht.

Wie teuer können Immobilien noch werden? Wir freuen uns auf Ihren Diskussionsbeitrag.

 

Fazit:

 

  • Zu den teuersten Immobilienmärkten der Welt gehören Monaco und Hongkong
  • Ob London nach dem Brexit seinen dritten Platz behaupten kann, ist ungewiss
  • Insbesondere knapper Baugrund und eine hohe Nachfrage nach Luxusimmobilien heizen die Märkte an
  • In Europa sorgen nicht nur die eigenen Bewohner für hohe Preise, die Luxusobjekte sind auch bei Oligarchen und Scheichs begehrt