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Die beste Geldanlage 2015: Aktien aus dem DAX-Index

Nach einer Erhebung des Bankenverbandes waren 2015 deutsche Standardwerte aus dem DAX-Index die rentabelste Geldanlage. Erfahren Sie rückblickend, was 2015 an der Börse passiert ist.

 

Der Bankenverband hat die beste Geldanlage des vergangenen Jahres ermittelt. Wer Anfang 2015 10.000 Euro in DAX-Aktien investierte, konnte sich Ende Dezember über einen Wertzuwachs von 950 Euro bzw. eine Rendite von 9,5 % freuen.

Dagegen erzielte der gleiche Betrag in anderen Anlagen eine eher bescheidene Wertsteigerung:

 

  • Gold -25 €, Rendite -,025 %
  • 5-jährige Bundesobligationen 75 €, Rendite 0,75 %
  • Sparbriefe 60 €, Rendite 0,6 %
  • Termineinlagen 40 € Rendite 0,4 %
  • Spareinlagen mit 3-monatiger Kündigungsfrist 10 € Rendite 0,1 %

 

Zu den Grundregeln einer konservativen Kapitalanlage gehört die Risikostreuung, also eine Streuung des Kapitals über verschiedene Anlageklassen. Im vergangenen Jahr zeigte sich jedoch: Die Risikostreuung lohnte sich nicht. Das Rennen machten all diejenigen, die in DAX-Aktien investiert hatten.

 

Beste Geldanlage 2015.jpg

 

Börsenjahr 2015 - geopolitische Krisen, Terroranschläge und starke Kursschwankungen

 

Hinter der unterschiedlichen Performance der einzelnen Anlageklassen stecken geopolitische Krisen und Wirtschaftskrisen sowie starke Kursschwankungen. Zudem profitierte die Aktienbörse mehr von mangelnden Anlagealternativen als von Konjunkturerwartungen.

Im Einzelnen dominierten folgende Ereignisse die Börse im Jahresverlauf 2015:

 

  • die unterschiedliche Geldpolitik der europäischen und amerikanischen Notenbank. Die EZB flutete ab März die Märkte mit billigem Geld. Die Fed hingegen kündigte an, in absehbarer Zeit an der Zinsschraube zu drehen.
  • Terroranschläge in Frankreich sowie geopolitische Krisen und Wirtschaftskrisen in Osteuropa und im Nahen Osten
  • die unerwartete Abwertung der chinesischen Währung
  • sinkende Öl- und Rohstoffpreise
  • fallende Währungen in einigen Schwellenländern.

 
Zudem brach der Welthandel 2015 um 12 % ein. Das ist besonders bemerkenswert, da beispielsweise das BIP in den USA und damit die Wirtschaft um ganze 2,4 % wuchs. China schwächelte hingegen und nahm weniger ausländische Güter ab als zuvor. Aufgrund des starken Dollars und sinkender Einnahmen aus dem Rohstoffexport verschärfte sich die Schuldenkrise in Brasilien, Südafrika und Russland. Lediglich die Eurozone und Indien entwickelten sich überraschend positiv.

Outperformance des DAX-Index gegenüber anderen großen Aktienmärkten

Die Aktienmärkte begannen das Jahr 2015 mit unterschiedlicher Kursentwicklung. Der MSCI AC World Index und die US-Aktienindizes bewegten sich in einem breiten Seitwärtstrend. Dagegen legten die japanischen und europäischen Aktienmärkte, insbesondere die deutschen Aktien, einen fulminanten Start hin. Im August kollabierten die Aktienmärkte weltweit, nachdem der rote Drache (China) seine eigene Währung überraschend gegenüber dem US-Dollar abgewertet hatte. Nach einer kleinen Zwischenerholung und einem neuen Tief im September setzten die Aktienkurse weltweit zu einer Aufwärtsbewegung an, die bis zum Ende November anhielt.

So beendeten der amerikanische S&P 500 und der MSCI AC World das Jahr 2015 mit einem kleinen Minus. Der DAX und der Nikkei 225 gingen mit einem Plus von 9,5 % und 9,1 % aus dem Jahr. Der europäische EURO STOXX 50 legte um 3,8 % zu.

Massive Kursverluste an den Rohstoffbörsen

Die schwache Konjunktur im Reich der Mitte hinterließ ihre Spuren auch auf den Rohstoffmärkten. Einerseits fiel China als Großabnehmer für Industrierohstoffe aus. Andererseits traten die USA in den vergangenen Jahren wieder verstärkt als Ölförderer auf und drückten so den Ölpreis. So sank der Preis der Sorte Brent 2015 um 33 % auf 36,43 Dollar. Insgesamt verzeichneten Ölaktien Kursverluste von bis zu 80 %. Der Kupferpreis gab um 26 % nach und befand sich damit bei 4.705,75 Dollar.

Trotz überwiegender Krisenstimmung enttäuschten im vergangenen Jahr auch die Edelmetalle als sicherer Hafen. Einerseits schickten Ängste vor einer noch 2015 stattfindenden Zinswende durch die US-Notenbank Fed den Goldpreis auf Talfahrt. Andererseits trat China als großer Goldverkäufer auf. So beendete das gelbe Metall das vergangene Jahr mit einem Minus von 10,4 % in US-Dollar gerechnet.

Anleihen mit marginaler Rendite

Der Anleihemarkt profitierte von der lockeren Geldpolitik der Notenbanken. Zusätzliche Unterstützung gab es durch die weltweit niedrige Inflation und den Verfall der Rohstoffpreise. Dennoch fiel der Wertzuwachs nur marginal aus. Die Umlaufrendite - die durchschnittliche Rendite aller im Umlauf befindlichen deutschen Rentenpapiere - lag Ende des Jahres bei 0,53 %.

Wer nach höheren Renditen strebte, musste Anleihen mit geringer Bonität ins Depot nehmen. Sie bergen das Risiko von Kursverlusten, wenn sich das Zinsniveau erhöht. So sanken die US-Anleihenkurse angesichts der von der Fed angekündigten Zinserhöhung. Zusätzlich erhöhten sich die Risikoaufschläge für Anleihen von Schwellenländern und Unternehmensanleihen. Wie sind Sie 2015 mit ihrer Anlagestrategie gefahren? Teilen Sie es uns in den Kommentaren mit.

 

Fazit:

 

  • Im vergangenen Jahr lohnte sich eine Streuung des Kapitals über diverse Anlageklassen nicht. Wer sein Vermögen jedoch global in Aktien und Anleihen gestreut hat, konnte das Anlagerisiko gering halten.
  • Deutsche Standard-Aktien verzeichneten mit die höchste Wertentwicklung.
  • Rentenpapiere boten im Schnitt nur eine Rendite von 1 %.
  • Anlagen im Rohstoff-Segment mussten teilweise Kursverluste hinnehmen.