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Die Macht der Elektroautos – gehört ihnen die Zukunft?

Die Absatzzahlen von Elektroautos steigen, zugleich drohen immer strengere Abgasnormen. Bedeutet dies das endgültige Aus von Verbrennungsmotoren? Wagen Sie mit uns einen Blick auf das Thema und die damit verbundenen Chancen für Investierende.

Längst sind Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen kein exotischer Anblick mehr. Dies zeigen auch aktuelle Daten: Laut Kraftfahrtbundesamt handelte es sich bei mehr als zehn Prozent der Neuzulassungen im März 2021 um reine Elektrofahrzeuge. Zugleich bereitet die EU die Euro-7-Norm mit extrem strengen Abgasgrenzwerten vor, die ab 2025 in Kraft treten könnte. Und schon heute führt ein Überschreiten der CO2-Ziele zu saftigen Strafzahlungen. Das bekam auch Volkswagen zu spüren: Der Konzern musste Anfang 2021 100 Millionen Euro an Brüssel überweisen, wie Reuters berichtete.

 

Die deutschen Autohersteller reagieren auf den Druck

 

Insofern verwundert es nicht, dass auch die deutschen Autohersteller auf diesen zunehmenden Druck reagieren. Große Automobilhersteller haben angekündigt, ihre Strategie verstärkt auf die Elektromobilität auszurichten. Zu den Schrittmachern zählt hier Volkswagen. Der Konzern will im Jahr 2030 rund 70 Prozent seiner Fahrzeuge mit Elektroantrieb ausliefern. Bei BMW soll es jedes zweite Auto sein. Und Daimler-Benz plant noch vor dem Jahr 2039 den kompletten Ausstieg aus der Produktion von Fahrzeugen mit Benzin- oder Dieselmotoren.

 

Warum E-Autos wohl den Markt dominieren werden

 

Dabei geht es nicht allein um den Wirkungsgrad des Fahrzeugs. Entscheidender ist die Betrachtung „Well to Wheel“ („vom Bohrloch bis zum Rad“). Hier kommt esDass der Fokus vor allem auf batterieelektrischen Fahrzeugen liegt, ist kein Zufall. Für BEVs (Battery Electric Vehicles) spricht der hohe Wirkungsgrad, den ein Bericht des Forschungs-Informations-Systems für Mobilität und Verkehr belegt. darauf an, wie viel des Energiegehalts der Primärenergiequelle – ob Erdöl oder regenerative Energien – sich in Fortbewegung umsetzen lassen. Somit finden auch sämtliche Energieverluste außerhalb des Autos Berücksichtigung. Dazu gehören beispielsweise jene bei der Raffinierung von Erdöl zu Benzin oder bei der Speicherung von Strom in Akkus. BEVs sind in dieser Gesamtperspektive allen anderen Antrieben überlegen.

 

Klimaneutrale E-Fuels und Wasserstoff als Alternativen

 

Derzeit deutet also viel auf einen Siegeszug der reinen Elektroautos hin. Aber sind deswegen andere alternative Antriebe vom Tisch? Nicht unbedingt. Zwei weitere, heiß diskutierte Optionen sind die Wasserstoff- Brennstoffzelle und der Einsatz von sogenannten E-Fuels. 

 

  • Eine Brennstoffzelle erzeugt aus Wasserstoff und dem Sauerstoff aus der Luft mittels einer elektrochemischen Reaktion Strom. Dieser treibt wiederum den Elektromotor des Fahrzeugs an. Der Vorteil dieser Technologie: Der Wasserstofftank wiegt im Vergleich zur gespeicherten Energie wesentlich weniger als ein Akku. Aus diesem Grund ist dieser Antrieb beispielsweise für Lastwagen auf der Langstrecke interessant.
  • Bei E-Fuels handelt es sich um synthetisch erzeugte Kraftstoffe für herkömmliche Verbrennungsmotoren. Sie werden mithilfe elektrischen Stroms – idealerweise aus regenerativen Quellen – aus Wasserstoff und CO2 hergestellt. Der Clou: Die Produktion entzieht der Luft so viel CO2, wie später bei der Verbrennung frei wird. Dadurch ergibt sich eine extrem günstige Klimabilanz.     

 

E-Fuels stellen eine große Hoffnung für Autofans dar, die sich nicht vom Verbrennungsmotor trennen möchten. Folgerichtig investiert beispielsweise Porsche in die Produktion von synthetischen Kraftstoffen – schließlich ist der legendäre 911 ohne den typischen Boxermotor-Sound kaum vorstellbar. Außerdem lassen sich existierende Verbrennerfahrzeuge und Oldtimer mit synthetischem Benzin oder Diesel weiter betreiben. 

 

Welche Chancen bietet die E-Mobilität für Anlegende?

 

Für Investierende ergeben sich grundsätzlich zwei Möglichkeiten, um vom Durchbruch der Elektromobilität zu profitieren. Die erste Option besteht darin, direkt Aktien von Fahrzeugherstellern oder Zulieferern, etwa Akkuherstellern, zu kaufen. Sinnvoll ist in diesem Fall eine intensive Auseinandersetzung mit den Technologien und den Unternehmensstrategien. Sie möchten es sich einfacher machen? Dann greifen Sie zur zweiten Alternative: Elektromobilität-ETFs und –Fonds sind aufgrund ihrer Diversifikation risikoärmer als ein direktes Investment in einzelne Aktien.

Folgende Titel stehen dabei unter anderem zur Auswahl:

 

  • RobecoSAM Smart Mobility Equities (WKN A2QD25) investiert in Unternehmen, die Entwicklungen von Technologien, Produkten oder Dienstleistungen im Bereich zukunftsorientierter Mobilitätssysteme betreiben und/oder eine digitale Vernetzung von Verkehrsträgern (z. B. autonomes Fahren) ermöglichen.

 

  • Lyxor MSCI Future Mobility ESG ETF (WKN LYX0ZJ) von Lyxor International Asset Management: Dieser ETF gehört zu unserem gebührenfreien Sparplan-Angebot. Er berücksichtigt bei der Anlage Nachhaltigkeitskriterien nach ESG-Standard.

 

  • iShares Electric Vehicles and Driving Technology ETF (WKN A2N9FP) von BlackRock Asset Management: Auch dieser ETF berücksichtigt den ESG-Standard.

 

Bitte berücksichtigen Sie das mit der Anlage verbundene Risiko von Kursschwankungen.

 

Oder ist es für Sie spannender selbst ein Elektroauto zu fahren?

 

Dann Entdecken Sie das  Angebot unseres Kooperationspartners Arval und wählen Sie eines von vielen attraktiven Modellen, z.B. den Tesla 3 schon ab 359€ pro Monat

 

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Können Sie sich mit dem Boom der Elektroautos anfreunden oder stehen Sie der Entwicklung kritisch gegenüber? Verraten Sie es uns und den anderen Lesenden in einem Kommentar!

 

Fazit

 

  • Zulassungszahlen und gesetzliche Vorgaben deuten auf einen Siegeszug des E-Autos hin.
  • Auch in puncto Effizienz liegen batterieelektrische Antriebe eindeutig vorne.
  • Die Wasserstoff-Brennstoffzelle und E-Fuels ergänzen möglicherweise den Antriebsmix der Zukunft.
  • Die einfachste Möglichkeit, vom technologischen Wandel zu profitieren, stellen Elektromobilität-ETFs dar.