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Die Knauf Group – ein renommierter Baustoff-Experte

von am ‎06.09.2018 07:58
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Die Knauf Gruppe gilt als weltweit führender Hersteller von Gips und anderen Baustoffen. Erfahren Sie mehr über die Geschäftsfelder des Unternehmens.

 

Weltweit verbinden Bau-Profis mit dem Namen Knauf ausgezeichneten Qualitäts-Gips. Dies resultiert aus der jahrzehntelangen Tätigkeit des Familienkonzerns im Bereich Baustoffe, die von überragendem Erfindergeist sowie dem Vorleben sozialer und ökologischer Verantwortung geprägt ist. Die beeindruckende Erfolgsgeschichte von Knauf beginnt im Jahr 1932: Damals erwarben die beiden Brüder Alfons und Karl Knauf die Nutzungsrechte an einem Gipsvorkommen in Schengen an der Obermosel. Auf dieser Basis errichteten die Knauf-Gründer und Bergbauingenieure nur ein Jahr später ihre erste Gipsfabrik im moselfränkischen Perl. Noch heute stellt Knauf in diesem Trockenmörtelmischwerk Marmorit-Erzeugnisse her. Während der 30er Jahre dehnten die Brüder Knauf ihre Aktivitäten systematisch im heutigen Saarland aus. So gründeten oder übernahmen sie in Siersburg, Mechern, Hüttenheim und Gauberg weitere Abbau- und Produktionsstätten. Darüber hinaus erwarben sie eine große Gipsabbaustelle in Stadtoldendorf. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte die Familie zunächst Schwierigkeiten, ihren Firmenbesitz wieder zu erlangen. Außerdem waren bedeutende Abbaustellen zerstört. Die Familie Knauf überwand diese Schwierigkeiten und erbaute ein großes Gipsputzwerk in Iphofen im bayerischen Landkreis Kitzingen.

 

Knauf Gruppe.jpg

Quelle: Knauf Gruppe 2017

 

Frühe internationale Expansion

 

Schon zu dieser Zeit war das Unternehmen sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Technologien. Darüber hinaus spielten Energie-Effizienz sowie andere ökologische Aspekte und eine Designphilosophie mit hohen ästhetischen Ansprüchen eine wichtige Rolle für die Ausrichtung der Knauf Gruppe. In den Jahren des Wirtschaftswunders florierte die Baubranche, und die Nachfrage nach Knauf-Produkten wuchs stetig. Erst die Öl- und Wirtschaftskrise in den 70er Jahren führte zu einem Einbruch. Der Knauf Konzern nutzte diese Situation, um sein Angebot zu erweitern und zu modernisieren. Knauf begann, weitere Baustoffe, insbesondere für die Dämmung, zu produzieren und Gipswerke auch für dritte Auftraggeber im Ausland zu errichten. Mit seinen Dienstleistungen und Produkten eroberte Knauf den österreichischen und südosteuropäischen Markt. In den 70er und 80er Jahren setzte der Konzern seine internationale Expansion konsequent fort und wagte dabei den Schritt nach Übersee. Nach der Wende nutzte die Knauf Gruppe die Möglichkeit, eine führende Stellung auf den Märkten der ehemaligen Ostblock-Staaten zu erreichen.

 

Die Produktpalette – ein Beweis großer Innovationskraft

 

„Trockenbau unlimited“ – unter diesem Slogan tritt die Knauf Gruppe als Spezialist für Baustoffe weltweit mit großem Erfolg auf. In seiner Firmengeschichte hat Knauf dieses Versprechen stets in Form von neuartigen Werkstoffen und anderen Erzeugnissen eingelöst, die sich aufgrund ihrer durchdachten Konzeption und Funktionalität schnell am Markt durchsetzen konnten.

 

Im Jahre 1960 gelang dem stetig wachsenden Konzern mit dem neuartigen Haftputz „Rotband“ ein großer Wurf: Bei diesem Werkstoff handelte es sich um den ersten bereits vorgemischten Trockenmörtel für die Verwendung als Innenputz. Nur vier Jahre später entwickelte Knauf mit dem MP 75 einen weiteren Baustoff, der Maßstäbe setzte. MP 75 war der erste Gipsputz, der sich maschinell verarbeiten ließ. In den Jahrzehnten danach folgten weitere bahnbrechende Innovationen, die den Trockenbau voranbrachten. Hervorzuheben sind

 

  • der erste Fließestrich mit selbstnivellierenden Eigenschaften auf Anhydritbasis (1980),
  • der Klebe- und Armiermörtel SM 700 als sehr vielseitig verwendbarer Werkstoff (1985),
  • die Abdichtungsbahn Katja Sprint, die mit ausgezeichneten Isoliereigenschaften beim Fußbodenbau punktet (1998) und
  • das Deckensegel Knauf Cleaneo Up für die Optimierung der Akustik in Innenräumen, das auch optisch attraktive Eigenschaften aufweist (2014).

 

Das Produktionsprogramm von Knauf lässt sich heute in folgende Bereiche gliedern:

 

  • Moderne Trockenbausysteme
  • Putze und Putzzubehör
  • Dämmstoffe
  • Verbundsysteme für die Wärmedämmung
  • Fließestriche sowie Bodensysteme
  • Farben
  • Maschinen und Werkzeuge für die Verarbeitung der Werkstoffe

 

Knauf übernimmt auch die Innenausstattung von spektakulären Werken der Architektur, so stammt zum Beispiel die Wandverkleidung im großen Konzertsaal der Hamburger Elbphilharmonie von diesem Hersteller. Die mehr als zehntausend Elemente sind aus dem Knauf Premiumwerkstoff GIFAtec angefertigt.

 

Die Knauf Group – ein ambitionierter Familienkonzern mit internationaler Präsenz

 

Heute stellt die Knauf Gruppe einen Weltkonzern dar, der in mehr als 86 Ländern auf fünf Kontinenten vertreten ist und dort über 220 eigene Standorte betreibt. Der Konzern mit der Gebr. Knauf Verwaltungsgesellschaft KG als Muttergesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2016 rund 27.400 Mitarbeiter und brachte es auf einen Gesamtumsatz von 6,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen befindet sich seit seiner Gründung ununterbrochen im Besitz der Familie Knauf. Heute leiten die geschäftsführenden Gesellschafter Manfred Grundke und Alexander Knauf die Geschicke des bedeutenden Baustoff-Konzerns.

Die Geschichte des Knauf Konzerns verdeutlicht die Bedeutung der Faktoren unternehmerische Weitsicht und Initiative sowie Innovationsfreude und Wandlungsfähigkeit für den Bestand und die Expansion von Familienunternehmen. Hinzu kommt der bislang stets gut gelöste Generationenwechsel in der Unternehmensleitung.

Kennen Sie weitere Belege oder Beispiele für die erfolgreiche Firmengeschichte von Knauf? Wir freuen uns auf Ihren Beitrag im Kommentar!

 

Fazit:

 

  • der Knauf Konzern hat in seiner langen Geschichte bewiesen, dass er auf Veränderungen der Marktsituation ausgezeichnet reagieren kann
  • zahlreiche Produktinnovationen machten Knauf zum Marktführer
  • heute gehört Knauf zu den Vorreitern auf dem Gebiet umweltfreundlicher Baustoffe

Kommentare
von
vor 2 Wochen

Nette Lobeshymne als Firmenporträt. Informations- bzw. Bildungsauftrag erfüllt.

 

Aus Anlegersicht frage ich mich allerdings - trotz Bauboom - nach der Motivation der CB, ein nicht börsennotiertes Unternehmen als Blogthema auszuwählen.