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Die Finanzen im Griff – mit dem 4-Töpfe-Prinzip

Von den laufenden Ausgaben übers Sparen bis zum bequemen Bezahlen: Sie möchten Ihre Finanzen unkompliziert ordnen? Es gibt eine einfache und bewährte Lösung: Das 4-Töpfe-Prinzip klingt nicht nur nach Kochen, es lässt sich auch ebenso leicht umsetzen wie ein Kochrezept. Wir stellen Ihnen eine Strategie vor, mit der Sie Ihre Finanzen nachhaltig strukturieren.

Ist bei Ihnen am Ende des Gelds noch Monat übrig, obwohl das Einkommen eigentlich für alle Ausgaben reichen sollte? Oder wissen Sie umgekehrt nicht so recht, wann Sie überschüssiges Geld investieren sollten, anstatt es einfach auf dem Girokonto liegen zu lassen? Mit dem 4-Töpfe-Prinzip hat das Rätselraten ein Ende.

 

Topf 1: Girokonto für monatliche Ausgaben

 

Nutzen Sie Ihr Girokonto, um dort die monatlichen Einnahmen zu bündeln, normalerweise also das Gehalt. Idealerweise befindet sich hier jederzeit mindestens ein Monatseinkommen, sodass alle laufenden Ausgaben Ihres Haushalts abgedeckt sind. Zu diesen laufenden Ausgaben müssen heute übrigens keine Kontoführungsgebühren mehr gehören – wenn Sie das Girokonto der Consorsbank nutzen.

Befindet sich deutlich mehr als ein Monatseinkommen auf dem Konto, steigt jedoch die Versuchung, es auszugeben. Was dagegen hilft? Richten Sie einen Dauerauftrag beziehungsweise eine automatische Abbuchung ein, um die überschüssige Liquidität automatisch in Topf 2 und 3 transferieren.

 

Topf 2: Tagesgeld oder Girokonto für größere Ausgaben und Notgroschen

 

Im zweiten Topf sparen Sie kurzfristig Geld an, das sie für geplante Aufwendungen brauchen. Dazu zählen beispielsweise der Urlaub oder neue Möbel. Gleichzeitig dient Topf 2 als Notgroschen für unerwartete Ausgaben – etwa für die Autoreparatur oder für einen neuen Kühlschrank, wenn der alte plötzlich den Geist aufgibt.

Grundsätzlich gut passend für Topf 2 ist ein Tagesgeldkonto. Aufgrund der immer noch andauernden Niedrigzinsphase können Sie damit zur Zeit allerdings keine großen Erträge generieren. Die Consorsbank bietet aktuell ein Tagesgeldkonto an. Als Alternative bietet sich aber auch ein zweites Girokonto an. Dabei geht es um den psychologischen Effekt: Sehen Sie das Geld auf einem eigenen Konto mit eigener Kontonummer, geben Sie es nicht so leicht aus.

 

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Topf 3: Fonds- oder ETF-Sparplan für die langfristige Geldanlage

 

Während der zweite Topf dem kurzfristigen Sparen dient, legen Sie im dritten Topf langfristig Geld zurück. Dafür bieten sich zinsgünstige Fonds- und ETF-Sparpläne an. Gerade Aktienindex-ETFs und Aktienfonds sind dabei in Phasen mit hoher Inflation und niedriger Zinsen – wie es aktuell der Fall ist – äußerst attraktiv.

Das Gleiche gilt auch für Sparpläne. Der größte Pluspunkt im Vergleich zu einer Einmalanlage: Sie brauchen sich keine Gedanken um den Einstiegszeitpunkt zu machen. Indem Sie jeden Monat automatisch ein kleines Paket an Wertpapieren erwerben, machen sich Preisschwankungen kaum bemerkbar. Bei einer festen Sparrate greift darüber hinaus der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt): Sie erhalten einen günstigen Durchschnittspreis, weil Sie bei niedrigen Kursen mehr und bei hohen Kursen weniger Anteile kaufen. Darüber hinaus stärkt die automatische Abbuchung der Sparrate die Motivation, am Sparziel festzuhalten.

 

Trotz der Vorteile von Sparplänen sollten Sie jedoch beachten:

  • Besparen Sie einen Aktienindex-ETF oder einen gemanagten Aktienfonds, empfiehlt sich ein Anlagehorizont von mindestens fünf, besser zehn Jahren. Denn Je länger Ihr Geld angelegt ist, desto weniger fallen vorübergehende Turbulenzen an den Märkten ins Gewicht.

Liegt der Anlagehorizont unter fünf Jahren, bieten sich eher Rentenfonds und Anleihen-ETFs an. Diese enthalten festverzinsliche Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen, die weniger volatil sind. Machen Sie aber in diesem Fall einen Bogen um ETFs und Fonds, die auf langlaufende Anleihen setzen. Deren Kurse reagieren sensibel auf einen möglichen Zinsanstieg – das macht Schwankungen wahrscheinlicher.

 

Topf 4: (Kostenlose) Kreditkarte für Urlaub & Co.

 

Kein Topf im eigentlichen Sinne, aber aus Komfortgründen quasi unverzichtbar ist eine Kreditkarte. Vor allem beim Urlaub geht es oft nicht mehr ohne – etwa wenn Sie ein Hotel reservieren oder einen Mietwagen leihen. Und auch beim Onlineshopping lässt sich am bequemsten mit Karte bezahlen.

Wollen Sie kein zusätzliches Geld für die Kreditkarte ausgeben, bietet sich die kostenlose Visa-Card der Consorsbank an. Optional bestellen Sie die Visa Card Gold: Zu ihren Features gehören ein umfangreiches Versicherungspaket und die Möglichkeit, weltweit zu bezahlen und Geld abzuheben. Bei der monatlichen Abrechnung buchen wir bei beiden Varianten den Betrag automatisch vom Girokonto ab.

Ein Tipp, falls Sie eine Kreditkarte mit Teilzahlungsfunktion benutzen: Deaktivieren Sie die Funktion am besten und lassen Sie monatlich immer den Gesamtbetrag abbuchen. Die Teilzahlung bei sogenannten Revolving-Karten verführt dazu, mehr Geld auszugeben, als auf dem Konto ist. Und das wäre im Hinblick auf das 4-Töpfe-Prinzip kontraproduktiv.

Sagt Ihnen das 4-Töpfe-Prinzip zu – oder haben Sie schon einen eigenen, individuellen Ansatz, Ihre Finanzen zu ordnen? Verraten Sie es uns im Kommentarteil!

 

Fazit

 

  • Beim 4-Töpfe-Prinzip ist die persönliche Finanzverwaltung auf einem Girokonto, einem Konto für größere Ausgaben, Sparplänen sowie einer Kreditkarte aufgebaut.
  • Ein Dauerauftrag beziehungsweise eine automatische Abbuchung sorgt für Disziplin.
  • Bei Fonds- und ETF-Sparplänen ist die Anlagedauer zu berücksichtigen. Aktienfonds- und Aktienindex-ETFs kommen auf Sicht von mindestens fünf, besser zehn Jahren infrage. Bei geringerer Anlagedauer sind Anleihefonds- und ETFs besser geeignet.
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