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Der neue 50-Euro-Schein

Seit dem 4. April 2017 gibt es einen neuen 50-Euro-Schein. Erfahren Sie alles über die Sicherheitsmerkmale der neuen Banknote.

 

Seit 2002 ist der Euro als Bargeld im Umlauf. Damals in zwölf – heute in 19 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU). Die Banknoten dieser ersten Serie sollen nun Stück für Stück durch sicherere Geldscheine ersetzt werden. Nach den 5-Euro-, 10-Euro und 20-Euro-Scheinen wird nun auch der 50-Euro-Schein ersetzt. Einführungsdatum ist der 4. April 2017. Mit diesem Artikel möchten wir Sie über das neue Design und die Sicherheitsmerkmale der Banknote informieren.

 

 

Die Europa-Serie

 

Die zweite Serie der Euro-Geldscheine wird auch die Europa-Serie genannt. Grund dafür ist das Portrait der Europa, welches auf beiden Seiten der Banknote zu sehen ist. Sie ist eine Gestalt aus der griechischen Mythologie und die Namensgeberin unseres Kontinents. Das künstlerische Abbild stammt von einer über 2000 Jahre alten Vase aus Süditalien, die im Pariser Louvre ausgestellt ist.

 

Angepasstes Design

 

Bei der neuen Euro-Banknotenserie wurden sowohl das Leitmotiv „Zeitalter und Stile“ als auch die Hauptfarben der ersten Serie beibehalten. Um sie mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen auszustatten, wurden bestimmte Grafikelemente abgewandelt beziehungsweise hinzugefügt.

 

Außerdem wurden nun auch die Länder einbezogen, die 2002 noch nicht der EU beigetreten waren: Die abgebildete Landkarte Europas zeigt jetzt auch Malta und Zypern, und das Wort „Euro“ ist nicht nur in lateinischer und griechischer, sondern auch in kyrillischer Schrift dargestellt. Am linken Rand der „Fenster-Seite“ ist die Abkürzung der EZB in neun, statt in fünf Sprachvarianten aufgeführt.

 

Neuer-50-Euro-Schein.jpg

© Europäische Zentralbank  

 

Neue Sicherheitsmerkmale

 

Das Porträt-Fenster: Hält man den neuen 50-Euro-Schein gegen das Licht, ist auf beiden Seiten das Portrait der Europa zu erkennen. Beim Kippen der Banknote ist im Fenster auch die von regenbogenfarbenen Linien umgebene Wertzahl der Banknote zu sehen. Auf der Rückseite erscheint die kleine regenbogenfarbene Wertzahl mehrfach im Fenster. Das Porträt-Fenster im Hologramm gilt als innovatives Sicherheitsmerkmal und Durchbruch in der Banknotentechnologie.

 

Das Wasserzeichen: Das Porträt der Europa ist nicht nur im Hologramm sondern auch im Wasserzeichen zu sehen. Auf dem Vorgänger des neuen 50-Euro-Scheins war noch ein Renaissance-Fenster im Wasserzeichen abgebildet.

 

Die Smaragd-Zahl: Wie auf dem neuen 5-Euro-, 10-Euro- und 20-Euro-Geldschein besteht auch der Geldwert des neuen Fünfzigers aus einer Smaragd-Zahl. Kippt man den Schein, bewegt sich auf der glänzenden Zahl ein Lichtbalken auf und ab. Außerdem verändert sie ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau.

 

Das fühlbare Relief: Auf der Fenster-Seite lässt sich am linken und rechten Rand jeweils eine Reihe kurzer erhabener Linien ertasten. Anhand dieser Linien können insbesondere Menschen mit Sehbehinderung die einzelnen Banknotenwerte gut unterscheiden. Auf dem Hauptmotiv, der Schrift und der großen Zahl sind ebenfalls Reliefs spürbar.

 

Zusätzliche Sicherheitsmerkmale: Auf den Scheinen der Europa-Serie gibt es Merkmale, welche erst auf den zweiten Blick, beziehungsweise unter bestimmten Bedingungen, zu finden sind: Zum Beispiel die Mikroschrift, die nur mit einer Lupe entziffert werden kann oder kleine fluoreszierende Fasern, die in das Papier eingearbeitet sind. Je nachdem ob man herkömmliches UV-Licht oder besonderes UV-C-Licht verwendet, bringen die Fasern die Kreise und Sterne der Banknote gelb oder orange zum Leuchten. Unter Infrarotlicht leuchtet dagegen nichts: Auf der Vorderseite sind die Smaragd-Zahl, ein Teil der großen Wertzahl, die rechte Seite des Hauptmotivs und der Folienstreifen zu erkennen. Auf der Rückseite sind außer dem Fenster nur die Wertzahl und die horizontal verlaufende Seriennummer zu sehen.

 

Diese Neuerungen machen die neue Serie der Euro-Banknoten noch fälschungssicherer und sollen das Vertrauen in die Währung stärken. Auch die neuen Geldscheine sind auf Baumwollpapier gedruckt, weil in Europa die herkömmliche Beschaffenheit von Papiergeld bevorzugt wird.

 

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Quelle: Europäische Zentralbank

 

Alle Sicherheitsmerkmale des 50-Euro-Scheins können Sie auf der offiziellen Webseite der EZB zum Thema Banknoten entdecken.