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Beim Crowdfunding liegen Immobilien vorn

von am ‎20.04.2017 09:17
1 Kommentar

Sie denken bei Crowdfunding an Nischenprodukte und innovative Projekte? Diese Zeiten sind vorbei, Immobilien liegen voll im Trend.

 

Bei Crowdfunding denken Sie an skurrile Produkte und ambitionierte Gründer? Der Schein trügt. Entdecken Sie jetzt die Trends beim Crowdfunding. Denn wer in erster Linie an Gründer wie in der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ denkt, ist auf dem Holzweg. Tatsächlich haben es innovative Start-ups immer schwerer, auf diesem Weg Geld zu sammeln. Mittlerweile geht der Trend zu Immobilien.

 

Crowdfunding - Immobilien liegen im Trend.jpg

 

Crowdfunding im Blick

 

Crowdinvesting ist eine vergleichsweise junge Form der Finanzierung. Das erste über Crowdfunding im Internet realisierte Projekt wurde über die Plattform ProFunder im Jahr 2009 abgewickelt. Die Idee des Crowdinvesting ist, dass viele Anleger mit vergleichsweise kleinen Summen (Mikroinvestment) gemeinsam ein großes Projekt finanzieren. Dafür erhalten Investoren eine Gegenleistung, die je nach Art des Projekts und Höhe der Anlagesumme unterschiedlich aussehen kann. Bei Start-ups erfolgt die Gegenleistung meist in Form einer Gewinnbeteiligung, aber auch Prämien sind denkbar. Da die Beteiligung auch mit kleinen Beträgen möglich ist, scheint das Risiko überschaubar. Tatsächlich müssen sich Anleger aber bewusst sein, dass auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich ist und man als Investor keinerlei Mitspracherecht bei dem gewählten Projekt besitzt. Bis zum Jahr 2011 spielte das Crowdinvesting nur eine kleine Rolle. Erst ab 2012 stellte sich ein deutliches Wachstum in diesem Finanzierungs- und Anlagesegment ein. Der deutsche Markt für Crowdinvesting zeigt das exemplarisch. Im Jahr 2011 sammelten die verschiedenen Plattformen Kapital in Höhe von rund 450.000 Euro ein. Im Jahr 2012 verteilten sich bereits etwa 4,3 Millionen Euro auf 45 verschiedene Finanzierungen von 43 jungen Unternehmen.

 

Die Deutschen lieben Immobilien

 

Während das Crowdfunding zu Beginn vor allem zur Finanzierung hoffnungsvoller Start-ups diente und auch viele grüne Projekte auf diesem Weg Unterstützer fanden, zeichnet sich seit dem Jahr 2016 ein neuer Trend ab. Das Investitionsvolumen ist im Vergleich zum Vorjahr um satte 58% auf 59 Millionen Euro gestiegen. Dieser Zuwachs ist aber ausschließlich dem Bereich Immobilien geschuldet. Start-ups fällt es immer schwerer, Geld über das Crowdfunding zu realisieren. Im letzten Jahr lag das Wachstum im Bereich Crowdinvesting bei den jungen Unternehmen in den ersten neun Monaten lediglich bei 4%. Im vierten Quartal des Jahres kam es dagegen zu einem Einbruch, und der Anteil des Unternehmensinvestments sank um 7%. Grüne Projekte zeigen sich weiterhin als Nischenprodukt. Sie machen beim Crowdfunding lediglich 9% aus. Ganz anders sieht es bei Immobilien aus. Immobilien-Projektentwickler konnten enorm punkten. Das Wachstum betrug im Jahr 2016 überragende 186%. Deutsche Investoren setzen beim Crowdinvesting ganz offensichtlich auf das Betongold.

 

Veränderungen mit Folgen

 

Nachdem es Start-ups immer schwerer haben, Kapital über das Crowdfunding zu sammeln, wählen in Konsequenz immer weniger Gründer diesen Weg. Sie machen Platz für Angebote aus dem Bereich Immobilien, die scheinbar ohne Mühe das Geld der (Klein-)Anleger einsammeln können. In der Folge kommt es zu Veränderungen auf dem Markt der Crowdfunding-Plattformen. Während klassische Plattformen für Start-ups sich durch Übernahmen zusammenschließen müssen, drängen neue, auf Immobilien spezialisierte Anbieter auf dem Markt. Die Aussichten sind auch im Jahr 2017 für Projektentwickler im Immobilienbereich glänzend. Das rasante Wachstum des Crowdinvestings bei Immobilien hat zum Ende des Vorjahres weiter Fahrt aufgenommen. Daher sind auch in diesem Jahr satte Wachstumsraten beim Crowdfunding mit Immobilien zu erwarten. Start-ups und Umweltprojekte werden weiter verdrängt, da die Mehrzahl der Investoren augenscheinlich „greifbare“ Projekte mit einem Grundstück oder einem Gebäude als Gegenwert bevorzugen. Obwohl das Crowdfunding bei Immobilien ebenso risikoreich ist wie die Unterstützung von jungen Unternehmen, scheinen die Anleger ein besseres Gefühl dabei zu haben. Wohn- und Gewerbeobjekte stehen in Deutschland eben traditionell hoch im Kurs und vermitteln ein hohes Sicherheitsgefühl.

Experten gehen für das Jahr 2017 von einer Stagnation des Investitionsvolumens beim Crowdinvesting in Start-ups und Umweltprojekte aus. Dagegen erwarten Sie weiterhin einen deutlichen Zuwachs im Bereich der Immobilien. Summen von 60 bis 70 Millionen Euro, die Anleger über das Mikroinvestment zur Verfügung stellen, erscheinen für das aktuelle Jahr realistisch.

 

Crowdfunding-weniger Startups mehr Immobilien.jpg

 

Fazit:

 

  • Nachdem diese junge Art der Mikrofinanzierung von Start-ups sich am Markt etabliert hat, rückten schnell neue Projekte in den Fokus der Anleger.
  • Während immer weniger Anleger Geld in junge Unternehmen investieren, sammeln Immobilien-Projekte das Kapital scheinbar mühelos. Das Wachstum in diesem Investitions-Segment ist anhaltend und rasant.

 

Wie stehen Sie zum Thema Crowdfunding? Haben Sie selbst bereits Erfahrungen sammeln können? Konnte Sie ein junges Unternehmen überzeugen, Kapital zu investieren? Liegen Ihnen Umweltprojekte am Herzen? Oder haben Sie den Trend zum Crowdinvesting in Immobilien früh erkannt und hoffen auf satte Renditen durch die Sanierung eines Altbaus oder durch ein Neubau-Projekt? Diskutieren Sie jetzt mit uns und unseren Lesern. Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen!

 

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Beachten Sie zu diesem Thema auch die Crowdfunding-Aktion der Consorsbank. Mit dieser Aktion soll der lang gehegte Wunsch zahlreicher Fans des 1. FC Nürnberg möglich gemacht werden: Die Umbennenung der Nürnberger Arena in "Max-Morlock-Stadion". Noch bis zum 14.05.2017 können Sie sich an der Aktion beteiligen. Als Dankeschön erhalten Unterstützer je nach Höhe der Spende eine Prämie. Jetzt crowdfunden und eine attraktive Prämie sichern!

 

Jetzt mitmachen.png

Kommentare
von Dr-Gefahrstoff
am ‎25.04.2017 15:14

Das zeigt doch nur, wieviel Menschen in diesem Land vernünftige Geldanlagen suchen. Von Politik und EZB kann man da doch schon lange nichts mehr erwarten.