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Amazon Echo: „Smart Home“ leicht gemacht

von am ‎29.08.2017 10:30
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Hat der Onlinehändler Amazon mit Echo eine Revolution im Smart-Home- und E-Commerce-Bereich eingeläutet?

 

Amazon Echo ist der neueste Geniestreich des Onlinehändlers. Per Sprachsteuerung, die auch Onlineshopping ermöglicht, gelingt der Einstieg ins Smart Home.

Amazon ist nicht nur für sein riesiges Produktsortiment bekannt, sondern begeistert Technikfreunde auch immer wieder mit innovativer Hardware. Nach dem TV-Stick „Fire“ und hauseigenen Tablets und eBook-Readern zieht nun die nächste Amazon-Hardware in deutsche Haushalte ein. Mit dem Amazon Echo können Kunden Musik hören, Fahrpläne abrufen, Haushaltsgeräte vernetzen oder sich die neuesten Nachrichten vorlesen lassen. Der Clou – all das funktioniert auf Zuruf.

Dank des digitalen Sprachassistenten Alexa können User mit Amazon Echo kommunizieren und dem Gerät Befehle erteilen. Für Amazon dürfte Echo ein äußerst lukratives Geschäft werden. Schließlich ist es auch möglich, per Sprachsteuerung im Onlineshop des Versandhändlers zu bestellen. Analysten erwarten, dass Echo so bis 2020 gut elf Milliarden US-Dollar in die Amazon-Kassen spülen wird.

 

Amazon Echo.jpg

Quelle: Amazon

 

Amazon Echo: Bietet Kunden einen Mehrwert und steigert das eigene Geschäft

 

Im Zeitalter der Digitalisierung müssen sich Unternehmen neue Wege ausdenken, um Kunden anzusprechen und die Verkaufszahlen zu steigern. Innovative Strategien rücken dabei den Kunden selbst in den Fokus. Nur wer einen echten Mehrwert bietet, erschließt sich neue Geschäftsfelder. Amazon Echo ist geradezu ein Paradebeispiel für ein Geschäftsmodell, mit dem „gewissen Etwas“.

Mit der Sprachsteuerung von Amazon Echo können Kunden ihr „Smart Home“ spielend leicht managen. Um nur einige Beispiele zu nennen:

 

  • Bei Vorhandensein entsprechender Smart Home-Lösungen erlaubt es Amazon Echo, das Licht in den eigenen vier Wänden auf Zuruf ein- und auszuschalten bzw. zu dimmen.
  • Mit der Hilfe von Smart-Home-Steckdosen können unterschiedlichste elektrische Geräte bedient werden.
  • Auch die Steuerung der Raumtemperatur ist problemlos via Sprachsteuerung möglich.
  • Musik des Streaming-Anbieters Spotify kann problemlos über den Lautsprecher von Amazon Echo gehört werden. Gleiches gilt für Lieder und Hörbücher von Prime Music und Audible.
  • Auch auf einfache Fragen wie „Wie ist das Wetter heute?“ weiß der Sprachassistent die Antwort.
  • Praktisch: Amazon Echo erinnert auf Wunsch an wichtige Kalendereinträge.
  • Sogar einige Witze hat der digitale Sprachassistent Alexa parat.
  • Der für Amazon wichtigste Punkt: Auf Wunsch können Produkte des Online-Shops schnell und unkompliziert per Sprachbefehl bestellt werden.
  • Mit sogenannten „Skills“ lässt sich der Funktionsumfang von Amazon Echo noch erweitern. Mit der passenden Erweiterung unterstützt das System Hobbyköche beispielsweise bei der Rezeptauswahl.

 

Zahlreiche Partnerunternehmen unterstützen bereits jetzt Amazon Echo, sodass eine ganze Reihe von Smart-Home-Geräten mit der Sprachsteuerung bedient werden kann.

 

 

Amazon Look: Wie Amazon Echo den Mode-Markt erschließt

 

Aus vielen Funktionen von Amazon Echo mag sich der finanzielle Mehrwert für Amazon nicht direkt erschließen. Wie groß die Anwendungsmöglichkeiten des intelligenten Systems tatsächlich sind, macht die neueste Entwicklung des Onlinehändlers deutlich. Mit Echo Look, einer vernetzten Kamera, die zusammen mit dem Sprachassistenten Alexa funktioniert, will sich Amazon künftig zum kompetenten Modeberater aufschwingen.

Wer mit der Kamera Fotos von seinem Outfit macht, soll von Echo Look künftig Feedback und Beratung bezüglich des eigenen Outfits erhalten. Auch eine 360-Grad-Ansicht des eigenen Looks soll über die Kameras ermöglicht werden. Was für Echo Look-Nutzer ein nettes Gadget ist, dürfte sich für Amazon in barer Münze auszahlen. Immerhin bieten die erhobenen Daten Amazon zahlreiche Ansatzpunkte, um Modeprodukte, die die entsprechenden Outfits ergänzen, subtil und doch zugleich prominent zu bewerben.

 

 

„Smart Home“ auf Kosten der Privatsphäre?

 

Einkaufslisten einfach per Sprachbefehl ergänzen, sobald man merkt, dass etwas fehlt. Termine pflegen, Aktien-Kurse abrufen, alles ohne einen Handgriff. Das ist natürlich praktisch, wirft aber gleichzeitig die Frage auf, wie es um den Datenschutz bestellt ist. Hört das Gerät alles mit, was im Haushalt passiert? Fakt ist, dass jeder Befehl an Echo über das Internet verschlüsselt in die Amazon Cloud hochgeladen wird, wo dieser ausgewertet wird. Unternehmenssprecher betonen, dass nur Sprachaufnahmen aufgenommen werden, sobald das Signalwort „Alexa“ ausgesprochen wird. Um dieses nicht zu verpassen, ist das Gerät ständig eingeschaltet und lauscht nach dem Signal. Aufgezeichnet werden diese Gespräche laut dem Unternehmen aber nicht. Ob dem tatsächlich ist, lässt sich aber nur schwer nachprüfen. 

 

Amazon Echo: Ein Modell mit Zukunft?

 

Noch ist es zu früh, um die Erfolgsaussichten von Amazon Echo zuverlässig abschätzen zu können. Gelingt dem Unternehmen die Verbreitung des Sprachassistenten, dürfte sich Amazon aber eine gewaltige Einnahmequelle erschlossen haben. Analysten der Investmentfirma Mizuho etwa bescheinigen Amazon rosige Aussichten. Bis 2020 könnte Amazon durch Amazon Echo und den Sprachassistenten Alexa insgesamt elf Milliarden US-Dollar verdienen. Dabei sollen lediglich vier Milliarden US-Dollar aus dem eigentlichen Verkauf der Geräte stammen. Die übrigen sieben Milliarden dürfte Amazon aus über Amazon Echo generierten Produktverkäufen erwirtschaften.

Man darf gespannt sein, ob diese Prognosen zutreffen werden. In jedem Fall wird es interessant sein, zu sehen, welchen Einfluss virtuelle persönliche Assistenten wie Amazon Echo künftig auf unser Kaufverhalten haben werden.

 

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 Fazit:

 

  • Amazon Echo ermöglicht den Einstieg ins Smart Home.
  • Zahlreiche elektrische Haushaltsgeräte können mit dem digitalen Sprachassistenten bedient werden.
  • Mit Echo Looks stellte Amazon jüngst die neueste Erweiterung von Amazon Echo vor.
  • Das neue Geschäftsmodell könnte in den nächsten Jahren zusätzliche Milliarden in die Kassen des Onlinehändlers spülen.

 

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