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Altersvorsorge für Frauen – gezielt anlegen und sparen

von am ‎24.08.2017 09:00

Frauen benötigen eine zielsichere Altersvorsorge. Erfahren Sie hier alles Wissenswerte.

 

Erfahren Sie hier, worauf Frauen bei der Vorsorge besonders achten sollten. Denn die Zeiten, als Frauen sich über Geld nicht das hübsche Köpfchen zerbrechen sollten, sind zum Glück lange vorbei. Für Frauen sind renditestarke Geldanlagen und ein ordentliches Polster für das Alter ebenso wichtig – wenn nicht wichtiger - wie für Männer. Allerdings gibt es einige Besonderheiten, die Frauen beachten sollten.

 

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Frauen im Spannungsfeld zwischen Familie und Karriere

 

Moderne Frauen sind gut ausgebildet und verdienen selbst. Oft ist es auch notwendig, dass es zwei Einkommen in einem Haushalt gibt, um einen gewissen Lebensstandard zu halten. Allerdings verdienen Frauen immer noch rund 21 Prozent weniger als Männer in vergleichbarer Position. Diese Lücke wird als Gender Pay Gap bezeichnet. Wenn dann Nachwuchs kommt, reduzieren viele Frauen ihre Arbeitszeit zugunsten der Familie. Das schlägt sich natürlich im Einkommen nieder. So sind rund zwei Drittel der Minijobber in Deutschland weiblich. Was für die Familie gut ist, ist für deren Altersvorsorge ein Nachteil. Zu viele Frauen verlassen sich in dieser Hinsicht immer noch auf ihren Ehemann. Ein wackliges Vorsorgemodell, denn bereits jede Dritte Ehe in Deutschland wird geschieden und damit wankt auch das vorgesehene Versorgungsszenario. Entsprechend wichtig ist es, dass Frauen selbst Vermögen und Rücklagen für das Alter aufbauen. Doch das ist gar nicht so einfach. Denn die Erwerbsbiografie von Frauen unterscheidet sich häufig stark von der der Männer. Unter anderem folgende Faktoren beeinflussen den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge von Frauen:

 

  • Frauen haben häufig Lücken in der Erwerbsbiografie. Sie bleiben oft einige Jahre für die Kinder zu Hause. Auch die Pflege von Angehörigen ist oft Frauensache und verhindert eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.
  • Der Wiedereinstieg erfolgt in vielen Fällen in Teilzeit.
  • Die Umwandlung einer Teilzeitstelle in eine Vollzeitstelle ist häufig nicht möglich.
  • Nach dem Wiedereinstieg fehlen der Frau im Vergleich zu Kollegen ohne Familienzeiten Berufserfahrung und berufliche Aufstiege. Der Verdienst fällt daher geringer aus als bei gleichaltrigen Kollegen und Frauen ohne Nachwuchs.
  • Typische Frauenberufe sind häufig unterdurchschnittlich bezahlt. Besonders in sozialen Berufen, wie zum Beispiel in der Pflege, verdient man häufig nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn. Zudem besetzen Frauen immer noch weniger häufig Führungspositionen als Männer. Das schlägt sich auch im Gehalt nieder.

 

Diese Besonderheiten der Lebensplanung von Frauen wirken gleich doppelt negativ: Frauen erhalten weniger aus der gesetzlichen Rentenversicherung und sie verfügen über weniger Einkommen, das sie in den Vermögensaufbau und die private Altersvorsorge investieren können.

 

Frauen handeln defensiver als Männer

 

Statistik und Psychologie zeigen, dass Männer in Sachen Geldanlage offensiver und risikobereiter handeln als Frauen. Frauen möchten Geldanlagen und Vorsorgeprodukte genau verstehen und das Risiko einschätzen können. Sie zögern länger und stellen Entscheidungen zurück, wenn sie unsicher sind. Aus diesem Grund stellen Frauen den Gedanken an die Altersvorsorge häufig zurück – bis es schließlich zu spät ist. Dabei sind Frauen bei Börsengeschäften und anderen finanziellen Entscheidungen ebenso erfolgreich wie Männer. Allerdings stehen Frauen vor zwei besonderen Hürden:

 

  • In Zeiten niedriger Zinsen ist es kaum möglich, mit sehr sicheren und konservativen Anlagen eine vernünftige Rendite zu erzielen. Oft bleibt die Verzinsung hinter der Inflationsrate zurück.
  • Frauen sollten früh mit der Vorsorge beginnen. In der Regel verdienen Männer und kinderlose Frauen mit zunehmendem Lebensalter immer mehr. Sie können deshalb relativ große monatliche Beträge zum Vermögensaufbau und zur Altersvorsorge abzweigen. Frauen mit Familien haben dagegen Lücken, in denen sie kaum oder gar nicht vorsorgen und sparen können.

 

Deshalb sollten Frauen früh mit dem Sparen und der Vorsorge beginnen. So arbeiten die Zeit und der Zinseszinseffekt für sie. Außerdem darf die Geldanlage in der Niedrigzinsphase trotz aller Vorbehalte nicht zu  konservativ ausfallen.

 

Altersvorsorge für Frauen: Packen Sie es an!

 

Wichtig ist, dass Sie als Frau Ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen und den Vermögensaufbau und die Vorsorge gezielt planen. Schieben Sie dieses wichtige Thema nicht vor sich her, sondern setzen Sie sich angemessene Fristen, um eine Entscheidung zu treffen. Dabei müssen Sie nicht schon während der Berufsausbildung oder des Studiums alles fest planen. Eine gute Vorsorge und der Aufbau von Vermögen bestehen aus vielen einzelnen Bausteinen. Behalten Sie das Thema immer auf Ihrer Agenda und überprüfen Sie Ihre Entscheidungen alle paar Jahre. Insbesondere, wenn Ihr Leben einschneidenden Veränderungen unterworfen ist, passen Sie die verschiedenen Bausteine den Gegebenheiten an. Machen Sie sich unabhängig und sorgen Sie so vor, dass Sie auch ohne Partner gut abgesichert sind. In der aktuellen Niedrigzinsphase gehört zu einer guten Vorsorge auch eine gewisse Portion Risikobereitschaft. Ein Fondssparplan kann z. B. ein Baustein für eine gute Vorsorge sein. Fonds unterliegen zwar naturgemäß starken Schwankungen. Ein langer Anlagehorizont sowie die hohe Diversifikation können die Risiken aber zumindest teilweise abfedern. Für Mütter kann auch ein staatlich geförderter Riester-Vertrag eine gute Lösung darstellen. Die staatlichen Zulagen für Kinder machen diese Form der Altersvorsorge für Mütter attraktiv. Weiterhin sollten verheiratete Frauen dafür Sorge tragen, dass der Mann die Last der Kindererziehungszeiten in Bezug auf die Altersvorsorge mitträgt. Wichtig ist es, das Thema miteinander durchzusprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden.

 

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Fazit:

 

  • Frauen benötigen ebenso eine eigene Altersvorsorge wie Männer.
  • Lücken in der Erwerbsbiografie, Teilzeitarbeit und ein geringerer Lohn beim Wiedereinstieg machen die Vorsorge ebenso wichtig wie schwer.
  • Eine zu defensive Anlagestrategie ist in Zeiten niedriger Zinsen nicht ratsam.
  • Frauen sollten früh mit der Vorsorge beginnen und die einzelnen Bausteine immer der jeweiligen Lebenssituation anpassen.

 

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