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Aktienanleihen: Hier gibt’s noch hohe Zinsen

von am ‎10.12.2019 08:29
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Sie sind auf der Suche nach einem attraktiven Zinsertrag, trotz anhaltendem Nullzinsniveau? Dann sind Aktienanleihen einen Blick wert. Bei welcher Markterwartung sich ein Investment lohnt.

 

Die Nullzinspolitik steht: Hoffnungen auf ein spürbar steigendes Zinsniveau hat derzeit wohl kaum ein Anleger. Wer Erträge für sein Erspartes will, muss sich weiter auf die Suche nach Alternativen zu klassischen Zinsprodukten machen. Eine solche Alternative können Aktienanleihen sein. Sie sind mit einem festen Zins ausgestattet, der in der Regel weit über dem aktuellen Zinsniveau liegt.

 

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Was sind Aktienanleihen?

 

Eine Aktienanleihe ist ein Finanzprodukt, das die Eigenschaften von Aktien und Anleihen kombiniert. Die Wertentwicklung hängt von dem so genannten Basiswert ab. Bei Aktienanleihen ist diese Basis eben eine Aktie.

Wie Anleihen haben Aktienanleihen eine feste Laufzeit. Je nachdem, ob die Aktie am Ende der Laufzeit über oder unter dem Basispreis notiert, gibt es entweder das investierte Kapital zurück, die Aktien ins Depot oder einen Barausgleich. Wie bei Aktien ist für Anleger daher die Kursentwicklung wichtig – selbst wenn negative Kursveränderungen des Basiswerts durch die Zinszahlung teilweise abgefedert werden.

 

Warum in Aktienanleihen investieren?

 

Nicht alle Aktienanleihen sind gleich. Die Konditionen sind hauptsächlich abhängig vom Risiko des Basiswerts sowie vom etwaigen Sicherheitspuffer – und können sich je nach Emittent unterscheiden. Aktienanleihen entfalten ihre Stärke vor allem dann, wenn sich der Kurs der Aktie (Basiswert) seitwärts bewegt.

Das zeigen Rechenbeispiele zu einer klassischen Aktienanleihe (siehe unten). Die Grundannahme im Beispiel: Die Aktienanleihe hat einen Nennwert von 1.000 Euro, der Basiswert liegt bei 100 Euro, der Kupon bei 7 Prozent p.a. und die Laufzeit bei einem Jahr.

 

Beispielfall 1: Kurs knapp über Basispreis

 

Wenn der Kurs des Basiswerts zum Stichtag am Ende der Laufzeit bei 104 Euro liegt, erhält der Anleger einen Zins von 70 Euro und den Nennwert von 1.000 Euro zurück. Mit dem Ergebnis liegt der Investor der Aktienanleihe im Plus, vor dem Direktinvestor in den Basiswert.

 

Beispielfall 2: Kurs knapp unter Basispreis

 

Wenn der Kurs des Basiswerts zum Stichtag am Ende der Laufzeit bei 98 Euro liegt, erhält der Anleger seinen vereinbarten Zins von 70 Euro und die Aktien in sein Depot. Im Beispielfall wären es 10 Stück (1.000 Euro Nennwert geteilt durch den Basispreis von 100 Euro). Der Kurswert liegt inzwischen zwar unter dem Nennwert. Mit dem Ergebnis ist der Besitzer der Aktienanleihe wegen des Zinses trotzdem im Plus. Behält der Anleger die Aktien, hängt das weitere Ergebnis vom Kursverlauf ab. Bei manchen Produkten ist statt Aktienlieferung allerdings ein Barausgleich vorgesehen.

 

Beispielfall 3: Kurs deutlich über Basispreis

 

Wenn der Kurs des Basiswerts zum Stichtag am Ende der Laufzeit bei 110 Euro liegt, bekommt der Anleger nach einem Jahr den Zins von 70 Euro und den Nennwert von 1.000 Euro zurück. Mit der Aktienanleihe liegt der Anleger im Plus – aber nicht ganz so deutlich wie derjenige, der direkt in die Aktie investiert hat.

 

Beispielfall 4: Kurs deutlich unter Basispreis

 

Wenn der Kurs des Basiswerts am Ende der Laufzeit bei 90 Euro liegt, bekommt der Anleger wiederum den Zins von 70 Euro und erhält 10 Aktien in sein Depot geliefert oder einen Barausgleich. Nun liegt der Investor der Aktienanleihe im Minus, denn der Kurswert der Aktien plus Zins erreicht nicht den Nennwert. Werden ihm die Aktien in sein Depot geliefert, gibt es natürlich die Chance auf eine Kurserholung – allerdings auch das Risiko weiter sinkender Kurse.

 

Aktienanleihen mit Barriere

 

Neben klassischen Aktienanleihen gibt es auch Aktienanleihen mit Barriere. Bei diesen Produkten ist nicht nur der Basispreis für die Rückzahlung ausschlaggebend, sondern auch ein tiefer liegender Kurs (Barriere). Anleger erhalten so einen Sicherheitspuffer – vorausgesetzt, die Barriere wird während der Laufzeit nicht berührt oder unterschritten. Dann gilt: Liegt der Basiswert am Ende der Laufzeit zum Beispiel unter dem Basispreis aber über der Barriere, erhält der Anleger neben dem Kupon auch den Nennwert zurück. Auch bei diesen Produkten sind aber die jeweiligen Konditionen des Emittenten ausschlaggebend.

 

Fazit:

  • Anleger erhalten eine feste Zinszahlung, unabhängig von der Kursentwicklung der zu Grunde liegenden Aktie
  • Der Anleger nimmt Kursrisiken in Kauf
  • Das Investment lohnt sich vor allem, wenn die Kurse des Basiswerts sich nur moderat bewegen

 

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