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10 Irrtümer rund ums Bargeld

von Das Unternehmen ‎18.04.2017 10:11 , bearbeitet ‎03.05.2017 09:52
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Bargeld gehört zum Alltag der meisten Menschen wie die Luft zum Atmen. Doch wie viel wissen Sie wirklich über unser Geld? Erfahren Sie hier Neues und Interessantes. Denn das beliebte Zahlungsmittel hat viele Geheimnisse und bietet überraschende Erkenntnisse. Tauchen Sie hier ein in die faszinierende Welt von Münzen und Banknoten.

 

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  1. Kleingeld ist nicht viel wert

Vor der Erfindung des Bargeldes war der Tauschhandel die einzige Möglichkeit, mit Waren zu handeln. Das machte die Sache kompliziert, denn der Verkäufer musste am Warenangebot des Käufers Interesse haben. Die Idee, Geld als Zahlungsmittel einzusetzen, vereinfachte den Handel enorm. In der Antike war Geld wertvoll. Münzen wurden aus Edelmetallen wie Gold oder Silber und wertvollen Legierungen wie Bronze produziert. Heute dagegen sind insbesondere die großen Beträge auf Papier gedruckt. Was kosten Scheine und Münzen eigentlich?

 

Für das Papiergeld gilt: Je höher der Nennwert einer Banknote ist, desto teurer ist ihre Herstellung. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) verursacht ein 5-Euro-Schein sieben Cent Herstellungskosten. Bei der 10-Euro-Note fallen neun Cent an, selbst der bald ausgemusterte 500-Euro-Schein kostet maximal 16 Cent.

 

Beim Hartgeld sieht es ganz anders aus: Im Jahr 2004 entsprach der Nennwert der 1-, 2- und 5-Cent-Münzen ziemlich genau dem Wert des eingesetzten Materials. Das Kupfergeld besteht aus einem Stahlkern mit einem Überzug aus Kupfer. Seitdem haben die Preise für Metall deutlich angezogen und allein der Materialwert übersteigt den Nennwert. Dazu kommen die Herstellungskosten.

 

  1. Geldscheine bestehen aus Papier

Landläufig tragen Geldscheine die Bezeichnung Papiergeld. Doch aus Papier bestehen die Banknoten nicht. Die EU setzt auf reine, stärkefreie Baumwolle. Der amerikanische Dollar besteht zu 75 Prozent aus Baumwolle und zu 24 Prozent aus Leinen. Noch weiter sind die Australier: Sie produzieren ihr Papiergeld aus Kunststoff. Das Polymer ist besonders robust und leicht recycelbar.

 

  1. Kleingeld ist unbeliebt

Wer glaubt, dass nur Kinder das Sparschwein füttern, liegt falsch. Zumindest die Statistik zeigt, dass die Menschen bis heute Sammler sind. Denn allein in Deutschland sind 30 Milliarden Münzen im Wert von 6,8 Milliarden Euro im Umlauf. Im Schnitt verfügt jeder Einwohner über 345 Münzen, die zusammen einen Wert von 79,95 Euro haben. Darunter sind sage und schreibe 175 1- und 2-Cent-Münzen.

 

  1. Eine Geldallergie gibt es nicht

Natürlich sagt niemand Nein, wenn er Geld bekommt. Aber die 1- und 2-Euro-Münzen bestehen zu 25 Prozent aus Nickel. Rund 10 Prozent aller Frauen und etwa 1 Prozent der Männer leiden an einer Nickelallergie. Sie können zwar ohne Bedenken mit Bargeld bezahlen, aber ein Job an der Kasse ist nicht empfehlenswert.

 

  1. Geld stinkt nicht

Hartgeld ist tatsächlich hygienisch sehr unproblematisch. Denn die Oberfläche der Kupfermünzen wirkt von Natur aus gegen Bakterien. Auch die „Silbermünzen“ sind sehr sauber. Anders sieht es bei den Scheinen aus. Bis zu 3.000 verschiedene Bakterien tummeln sich auf einem einzigen Schein. Neben vielen harmlosen Arten finden sich auch Darmbakterien und Salmonellen. Die Menge reicht allerdings kaum aus, um den Besitzer der Banknoten erkranken zu lassen.

 

  1. Mehr Banknoten als Spielgeld

Hätten Sie gedacht, dass jedes Jahr mehr Spielgeld für das Brettspiel Monopoly gedruckt wird als echte Banknoten? Weltweit werden jährlich weniger echte Geldscheine gedruckt.

 

  1. Nur menschliche DNA auf Bargeld

Wissenschaftler der New York University untersuchten die DNA-Spuren auf Geld. Neben menschlicher DNA, dem genetischen Fingerabdruck vieler Viren, Bakterien und Pilze fanden sie auch Spuren von Pferden und Hunden. Zusätzlich war sogar die DNA des Breitmaulnashorns nachweisbar.

 

  1. Keine Banknoten mit Millionenbeträgen

Wussten Sie, dass es in England Banknoten mit Nennwerten von einer Million (Giants) und 100 Millionen Pfund Sterling (Titans) gibt? Allerdings sind die Geldscheine nicht für den normalen Zahlungsverkehr gedacht, nur Banken tauschen sie untereinander aus.

 

  1. 1- und 2-Cent-Münzen gibt es in ganz Europa

Mit der einheitlichen Währung sollte es in ganz Europa (in den Euroländern) alle Euromünzen und -Scheine geben, denken Sie? Das stimmt nicht ganz, denn manche unserer Nachbarn finden, Kleinvieh macht Mist. Die Niederlande, Finnland und Belgien haben die kleinsten Münzen aus dem Alltag verbannt, auch Irland macht mit. Eine kleine Stadt am Niederrhein in Deutschland hat das Kleingeld testweise ebenfalls abgeschafft. An der Kasse wird einfach gerundet.

 

  1. Papiergeld ist eine moderne Erfindung

Münzen für den einfachen Handel gibt es seit dem 7. Jahrhundert v. Chr., Papiergeld ist eine Erfindung der Neuzeit? Das stimmt leider nicht, denn tatsächlich kennen die Chinesen Papiergeld seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. In Europa kamen Banknoten dagegen zum ersten Mal 1483 in Spanien auf.

 

Fazit:

 

  • Obwohl man es täglich in den Händen hat, ist das Wissen rund um das Bargeld begrenzt.
  • Dabei gibt es über Münzen und Scheine viele Fakten, die nicht nur Sammler faszinieren.
  • Bargeld ist facettenreicher als allgemein vermutet.

 

Können Sie diese Liste ergänzen? Wir freuen uns auf Ihre Informationen!

 

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