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10 Irrtümer über den Devisenhandel kennen und vermeiden

von am ‎06.02.2018 11:16
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Irrtümer über den Devisenhandel sind weit verbreitet und können verhindern, dass Sie nachhaltigen Erfolg im Trading haben.

 

Der Devisenhandel, für den auch die Bezeichnung „Forex-Handel“ (Foreign Exchange Trading) weit verbreitet ist, erfreut sich unter Privatanlegern großer Beliebtheit. Doch viele unterschätzen die Risiken, die mit dem hoch spekulativen Trading verbunden sind. Außerdem bestehen zahlreiche Missverständnisse in Bezug auf die am Devisenmarkt herrschenden Gesetzmäßigkeiten.

 

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  1. Der Devisenhandel ist nur zu den Öffnungszeiten der Börse möglich

Im Gegensatz zum Aktienhandel existiert diese Beschränkung beim Forex-Trading nicht. Der Forex-Handel mit Devisen findet von Sonntagnacht bis Freitag um Mitternacht rund um die Uhr statt. Da das Trading voll automatisiert über Computersysteme erfolgt, können Sie zu jeder Zeit ohne Einschränkungen Handelskontrakte abschließen.

 

  1. Es spielt keine Rolle, bei welchem Broker Kunden handeln

Dies ist nicht der Fall. Die einzelnen Anbieter unterscheiden sich in Bezug auf wesentliche Servicekomponenten, wie die eingesetzte Handelsplattform, die handelbaren Basiswerte beziehungsweise Währungen, die Verfügbarkeit von Demokonten, die Mindesteinlage und vor allem in Hinblick auf die beim Trading anfallenden Kosten.

 

  1. Beim Forex-Handel gibt es keine Einlagensicherung

Das Guthaben auf dem Handelskonto eines Anlegers ist häufig durch die Mitgliedschaft des Brokers in einer Einrichtung zur Einlagensicherung geschützt. Wie hoch diese ausfällt, hängt unter anderem vom Hauptsitz des Brokers ab. In allen Mitgliedsländern der EU sind Broker verpflichtet, eine Mitgliedschaft in einem Einlagensicherungsverein zu unterhalten. Die Höhe, bis zu der die Gelder der Kunden gesichert sind, fällt jedoch von Land zu Land und in Abhängigkeit von optionalen zusätzlichen Sicherungen unterschiedlich hoch aus. Außerdem legen erfahrene Trader viel Wert darauf, dass die Aufsicht und Regulierung des Brokers durch eine bekannte und zuverlässige Behörde erfolgt, wie zum Beispiel durch die deutsche BaFin oder die britische FCA. In einschlägigen Internetforen können sich Kunden über die Zuverlässigkeit und die Art der behördlichen Kontrolle in dem jeweiligen Land informieren.

 

  1. Stopp-Loss-Orders sind überflüssig

Das Gegenteil ist der Fall. Durch den gezielten Einsatz von Stopp-Loss-Orders können Sie das mit dem Devisenhandel verbundene Risiko erheblich vermindern. Diese Orders kommen zum Tragen, sobald Ihre Verluste die von Ihnen festgelegte Grenze überschreiten. Auf diese Weise begrenzen Sie Ihr maximales Verlustrisiko zuverlässig. Auch erfahrene Profis verwenden bei ihren Trades regelmäßig Stopp-Loss-Limits.

 

  1. Devisengeschäfte lassen sich über alle Währungen abschließen

Grundsätzlich unterscheiden Experten zwischen Majors und Minors. Bei Majors handelt es sich um die wichtigsten Währungen, wie US-Dollar, Euro und Yen. Minors sind dagegen exotischere Währungen, wie zum Beispiel der russische Rubel oder der koreanische Won. Allerdings ist die Auswahl an handelbaren Minors begrenzt und unterscheidet sich von Broker zu Broker.

 

  1. Das Angebot an Demokonten richtet sich ausschließlich an Anfänger

Demokonten erweisen sich als sehr hilfreich für Anfänger und Fortgeschrittene. Einsteiger können mithilfe eines Testkontos erste grundlegende Erfahrungen im Devisenhandel sammeln. Fortgeschrittene profitieren von der Nutzung eines Demokontos, weil es ihnen die Möglichkeit gibt, neue Strategien ausgiebig auszuprobieren. In jedem Fall stellt das Trading auf einem Demokonto die Möglichkeit dar, den Devisenhandel unter realistischen Bedingungen kennenzulernen, ohne dabei ein Risiko einzugehen.

 

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  1. Forex-Handel hat den Charakter eines Glücksspiels

Nein, Devisenhandel ist keine Form des Glücksspiels. Anders als bei Roulette und Co. spielt beim Handel mit Devisen und anderen Werten die richtige Einschätzung der künftigen Entwicklung an den einschlägigen Märkten eine entscheidende Rolle für den Erfolg. Um hier mehr Sicherheit zu gewinnen, bietet sich die Nutzung von Fortbildungsangeboten und Analysetools an. Sie ermöglichen es Ihnen, sich Kenntnisse über grundlegende Wirkungszusammenhänge an den Devisen- beziehungsweise Kapitalmärkten anzueignen.

 

  1. Mit Devisenhandel können private Trader schnell reich werden

Erfolgreicher Forex-Handel erfordert sehr umfangreiche Kenntnisse der Gesetzmäßigkeiten, die das Geschehen an den Devisenmärkten bestimmen, sowie langjährige Erfahrungen. Für private Anleger ist es kaum möglich, diese Voraussetzungen zu erfüllen. Aus diesem Grund stellt der Devisenhandel für sie stets ein spekulatives Geschäft dar. Dennoch kann sich das Engagement in diesem Handel lohnen, wenn Sie elementare Vorsichtsregeln einhalten.

 

  1. Je höher der Hebel bei einem Devisengeschäft, desto besser

 

Beim Forex-Handel bieten einige Broker das Trading mit einem Hebel von bis zu 1:500 an. Dies bedeutet, dass Sie mit einem Einsatz von einer Einheit fünfhundert Einheiten handeln können. Dementsprechend hoch fallen die möglichen Gewinne, aber auch Verluste aus. Da die Entwicklung von Devisenkursen niemals mit Sicherheit vorhersehbar ist, bestehen bei großen Hebeln extreme Risiken. Insbesondere als Anfänger sollten Sie zunächst Zurückhaltung beim Einsatz von Hebeln üben.

 

  1. Einen erfolgreichen Trader zu kopieren, garantiert den Erfolg

 

Leider trifft diese Aussage nicht zu. Kaum ein bekannter Händler kann durchgängig Gewinne im Forex-Handel verzeichnen. Auch ihm unterlaufen gravierende Fehleinschätzungen von wichtigen Entwicklungen am Devisenmarkt. Deswegen kommt es entscheidend darauf an, sich stets ein Bild von den Einflussfaktoren auf Währungskurse zu machen. Dennoch kann es zu Lernzwecken sinnvoll sein, die Strategien erfolgreicher Händler zu beobachten und zu analysieren. 

 

Fazit:

 

  • Sorgfältige Information über die Besonderheiten des Devisenhandels schützt vor hohen Verlusten.
  • Demokonten und Analysetools stellen wertvolle Hilfen für Trader dar und sind deswegen unbedingt zu nutzen.
  • Verschiedene Broker weisen unterschiedliche Servicemerkmale auf, sodass sich eine kritische Analyse ihrer Vor- und Nachteile lohnt.

 

Kennen Sie weitere Irrtümer über Devisenhandel? Dann teilen Sie diese gerne mit unseren Lesern.